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Rentner will sich mit Pistole Recht verschaffen

DORSTEN Ein 81-jähriger Rentner aus Dorsten wird sich am kommenden Dienstag wegen Bedrohung von Polizeibeamten und Richtern des Amtsgerichtes Dorsten vor dem Landgericht Essen verantworten müssen. Der offenbar psychisch Erkrankte kündigte an, sich eine Pistole zu besorgen, "wenn er nicht endlich sein Recht bekomme".

Der Angeklagte soll seit 2000 psychisch krank sein. Bis dahin lebte er sozial gut integriert und unbescholten. Die Erkrankung des Mannes nahm ihren Lauf, als es zu Rechtsstreitigkeiten wegen einer nach seiner fachlichen Sicht als Bauingenieur unzulässigen Grenzbebauung kam. Seitdem wähnt er sich als Opfer des Rechtssystems und verteidigt laut Auskunft des Gerichtes "seine Sicht der Dinge wider alle Vernunft".

Vor fünf Jahren sprach ein Gerichtsvollzieher zur Vollstreckung im Haushalt des 81-Jährigen vor. Der Rentner beschimpfte den Mann, bedrohte ihn und warf ihn aus dem Haus. Der Gerichtsvollzieher holte die Polizei zur Hilfe, die dann ebenfalls von dem Senior bedroht wurde. Trotz der "Übermacht" versuchte der 81-Jährige noch, den Gerichtsvollzieher zu attackieren. Die Polizei sah sich daher gezwungen, dem Rentner Handschellen anzulegen.

2007 eröffnete der 81-Jährige einem psychiatrischen Gutachter, der ihn auf seine Schuldfähigkeit überprüfen sollte, er lasse sich nicht mundtot machen. Wenn er sein Recht nicht endlich erhalten werde, werde er sich eine Pistole besorgen und zwei Richter des Amtsgerichts ebenso erschießen wie den Gerichtsvollzieher. Nun soll die XVII. Strafkammer des Landgerichtes Essen über das weitere Schicksal des alten Mannes befinden.

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