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Experiment auf der Lippe

Römer-Kahn auf Jungfernfahrt in Dorsten

Dorsten Mit einem Freiluft-Experiment haben Archäologen am Mittwoch auf der Lippe nachgespielt, wie eine römische Fähre wohl funktioniert haben mag. Zumindest bei den ersten Testfahrten blieben alle trocken, wie auch unser Video zeigt.

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Schiffsbaumeister Kees Sars war zufrieden mit der Jungfernfahrt.

Projektleiterin Gabriele Schmidhuber-Aspöck vom Archäologischen Park in Xanten.

Für die Jungfernfahrt war der Nachbau eines römischen Plattbodenschiffs zur Lippe nach Dorsten gebracht worden.

Wie haben die Römer mit ihren Waren, Soldaten und Pferden einen Fluss überquert? Welche Schiffe nutzten sie und wie wurden Ruder, Seile und Flößerhaken eingesetzt? Das haben Archäologen am Mittwoch auf dem Flüsschen Lippe bei Dorsten am Rande des Ruhrgebiets in der Praxis getestet - mit dem Nachbau einer 2000 Jahre alten Fähre.

Mit Strömung und Seilen manövriert

„Es hat gut geklappt“, sagt Schiffsbaumeister Kees Sars nach den ersten Fahrten. Ganz ruhig und gemächlich schipperte das 15 Meter lange Plattbodenschiff „Nehalennia“ die wenigen Meter zum anderen Ufer des Flüsschens. Dabei wurde der 2,60 Meter breite und 65 Zentimeter hohe Lastkahn mit Hilfe der Strömung und im Fluss befestigten Seilen manövriert.

Für die strömungsarmen Zonen direkt am Ufer hätten sich die Römer mit Stakstangen und Steuerrudern beholfen, erklärt die Projektleiterin Gabriele Schmidhuber-Aspöck. Und auch die Testmannschaft bringt so bei dem Freiluft-Experiment den Nachbau wieder heil an die Anlegestelle, wo normalerweise die Kurbelfähre „Baldur“ verkehrt.

Die war für den Versuch an Land gebracht worden, soll aber am Donnerstagabend wieder Radfahrer und Spaziergänger ans andere Ufer bringen.

(mit Material von dpa)

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