Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige
Anzeige

Klage am Verwaltungsgericht Gelsenkirchen

SEK-Beamter ließ Einsatzfahrzeug rollen

Wulfen/Gelsenkirchen Nach einem „Handbremsen-Malheur“ soll ein SEK-Beamter aus Wulfen der Dortmunder Polizei rund 1000 Euro Schadenersatz zahlen. Dagegen klagt er nun vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen.

Es geschah während einer Terror-Warnung Anfang 2015. Der SEK-Beamte, der zur Dortmunder Polizei gehört, sollte ein gepanzertes Spezialfahrzeug aus der Polizeigarage holen und schon mal warmfahren. Als dabei über Handy plötzlich der Befehl zur Lagebesprechung kam, parkte er den Wagen, der sonst eher selten eingesetzt wird, schnell wieder ein. Und dann ist es passiert. Kaum war er weg, hat sich der über vier Tonnen schwere Koloss selbstständig gemacht und ist auf ein anderes Fahrzeug aufgerollt. Der Schaden: rund 1000 Euro.

„Ein Versehen“

Wie das möglich war: Der Wulfener hatte weder die Handbremse gezogen noch den Hebel des Automatikwagens in die Parkstellung gelegt. Im Prozess sprach der SEK-Beamte von einem Versehen. Er habe den Hebel ja auf „P“ stellen wollen. In dem gepanzerten Spezialfahrzeug sei die aber nicht dort, wo sie üblicherweise ist. Außerdem habe er sich in einer Stresssituation befunden. „Es gibt Einsätze, da geht der Puls nicht über 60“, sagte er der Richterin. Bei Anti-Terroreinsätzen sei das aber anders.

„Noch keine Routine“

„Das war damals noch keine Routine“, sagte auch Anwältin Jutta Mecking. „Da hat man sich vielleicht auch mal Gedanken darüber gemacht, ob man wieder nach Hause kommt.“ Sein Dienstherr, die Dortmunder Polizei, hatte trotzdem kein Verständnis und war vor Gericht auch nicht bereit, dem Wulfener irgendwie entgegenzukommen. Das Gericht hat zwar noch nicht entschieden, aber nach vorläufiger Einschätzung schon signalisiert, dass der Beamte den Schaden wohl selbst übernehmen muss – wegen grober Fahrlässigkeit. Das Urteil soll voraussichtlich in zwei Wochen gesprochen werden.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Geplantes Bürgerbegehren

Immer mehr Proteste gegen den Kreishaus-Neubau

Dorsten Die Proteste gegen den Kreishaus-Neubau nehmen zu. Plötzlich ist Uwe Kähler, der ein Bürgerbegehren plant, ein gefragter Mann. Der Dorstener rechnet sich aber keinem politischen Lager zu.mehr...

Verfolgungsjagd

19-jähriger Dorstener flüchtet vor der Polizei

Dorsten In der Nacht zu Freitag ist es in Dorsten zu einer Verfolgungsjagd gekommen. In Lembeck stellten die Beamten einen 19-jährigen Dorstener, der ohne Führerschein unterwegs war.mehr...

Chemiepark Scholven

Gase wurden abgefackelt - kein Großbrand

Dorsten Das schreckte viele Bürger auf: Im Dorstener Süden und in den benachbarten Städten war seit Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden des Freitags ein Feuerschein am Himmel zu sehen. Ein Großbrand war aber nicht der Grund dafür.mehr...

Erdgasleitung

Open Grid stellt mögliche Korridore für neue Erdgasfernleitung vor

Rhade Der genaue Verlauf der neuen Erdgasleitung von Heiden nach Dorsten steht noch nicht fest. Einen bevorzugten Korridor hat Open Grid aber gefunden.mehr...

Maria Lindenhof

Bürgerpark wird „Stadtkrone“ aufgesetzt

Dorsten Dort, wo sich Kanal und Lippe fast küssen, wo der Blick gleiten kann über den Strom des Wassers und sich in den vielen Bäumen verliert, bevor er in die Ferne schweift, dort sollen sich bald die Dorstener treffen können, in einem Pavillon, der Kunst- und Bauwerk ist zugleich.mehr...

Wittenbrinkschule Wulfen

Lehrer und Schüler verschönern Toiletten, Schulhof und Garten

Wulfen Die Wittenbrinkschule muss schöner werden, befanden Lehrer und Kinder und packten an. Das Prunkstück ist an einem ungewöhnlichen Ort zu finden.mehr...