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Tag der offenen Tür

Schildkrötenauffangstation gewährte interessante Einblicke

Hardt "Klein und süß will mich jeder - aber groß und stark bin ich lästig und werde einfach entsorgt", steht auf einem Überwinterungskühlschrank in der Schildkrötenauffangstation. Mit diesem Problem hat die Leiterin der Initiative, Barbara Klobusch, häufig zu tun, wie sie beim Tag der offenen Tür erklärte.

Schildkrötenauffangstation gewährte interessante Einblicke

Tierärztin Dr.Susanne Ewens hat sich auf Reptilien spezialisiert und betreut die Auffangstation. Hier erklärte sie den Besuchern die Eigenheiten von Schildkröten.

 "Vor 15 Jahren bekam ich eine Wasserschildkröte geschenkt und fing an, mich damit zu beschäftigen. Ich musste feststellen, dass es kaum Informationen über artgerechte Ernährung und Unterbringung gibt." Barbara Klobusch nahm nun jedes Jahr einige Tiere bei sich auf und baute allmählich Haus und Garten zu einem Tierheim um.

Verein ins Leben gerufen

Tag der offenen Tür in der Schildkrötenauffangstation

Beim Tag der offenen Tür an der Schildkrötenauffangstation in Holsterhausen bekamen die zahlreichen Besucher fachkundige Führungen.
Schon die Kleinsten waren fasziniert von den archaischen Wesen.
So nah kann man einer Wasserschildkröte selten in die Augen schauen.
Die Tierheimförderung NRW hat der Auffangstation die drei Gewächshäuser im Garten gesponsort, wo die meisten Wasserschildkröten in der warmen Jahreszeit untergebracht sind.
Treibende Kraft des Vereins und bekennender Fan von der "Sendung mit der Maus" ist die Hausherrin Barbara Klobusch.
Das ehrenamtliche Team der Schildkrötenauffangstation
Russische Steppenschildkröte
Die beiden sind bei der Nachwuchsplanung.
Luis Anberger ist ein echter Schildkrötenexperte. Seine Schildkröte Emil hat er in der Auffangstation erworben und ihm ein großes Gehege im Garten gebaut.
Der Partykeller im Hause Klobusch ist inzwischen die Heimat von wärmegewohnten Wüstenschildkröten und einzelnen kranken Tieren, die aufgepeppelt werden müssen.
Manche Schildkröten  sehen richtig gefährlich aus.
Die Helferinnen Julia Konze und Jane Dimke (r.) im Keller, wo die Kühlschränke für den Winterschlaf der Schildkröten stehen.
Diese Wasserschildkröten haben einen ganz weichen Panzer.
Wasserschildkröten sind reine Fleischfresser, während Landschildkröten sich ausschließlich vegetarisch ernähren.
Julia Konze weist auf ein großes Problem hin: Wenn die Tiere größer werden, wollen die Leute sie oft wieder los werden.
Tierärztin Dr.Susanne Ewens hat sich auf Reptilien spezialisiert und betreut die Auffangstation. Hier erklärte sie den Besuchern die Eigenheiten von Schildkröten.
Nach dem WDR-Aufruf in der "Sendung mit der Maus" haben sich über 80 Kinder mit ihren erwachsenen Begleitern aus ganz NRW bei Schildkrötenstation angemeldet, um beim Tag der offenen Tür mal hinter die Kulissen zu gucken.
Tierärztin Dr. Susannen Ewens mit Sohn Joshua und dessen FReund Armin (r.) haben eine Vorliebe für die anpassungsfähigen Urviecher, die es schon viel länger gibt als die menschliche Rasse.
Initiatorin Barbara Klobusch mit dem Schirmherr der ehrenamtlichen Initiative Bürgermeister Tobias Stockhoff
Celina arbeitete zusammen mit Uso Sewz an einer Mosaiksäule mit dem Logo der Schildkrötenauffangstation, die später im Vorgarten von Familie Klobusch stehen soll.
Auch für das leibliche Wohl war am Tag der offenen Tür bestens gesorgt.
Es gab auch eine Tombola, für die Dorstener Geschäftsleute und Institutionen Preise gestiftet hatten.
Rosi Soggeberg (r.) bemalte mit den Kindern Schildkrötenbuttons.
Tierarzthelferin Fr. Heye erklärte den Besuchern, wie man Schildkröten ernähren sollte - denn das wird häufig falsch gemacht.
Wildkräuter wie Löwenzahn, Spitzwegerich, Klee, Brennesseln u.a. sind die optimale Ernährung für Landschildkröten.

In der benachbarten Tierärztin Susanne Ewens fand Barbara Klobusch eine fachkundige Partnerin und rief mit ihr zusammen 2009 den gemeinnützigen Verein ins Leben. Inzwischen hat die Schildkrötenaufnahmestation Dorsten bereits 120 Mitglieder. 

Für Freitag (3.10.) lud der WDR in seiner "Sendung mit der Maus" Interessenten aus ganz NRW zum Blick hinter die Kulissen ein. Über 80 Kinder plus erwachsene Begleiter hatten sich angemeldet. Die ehrenamtlichen Helfer hatten ein vielfältiges Programm vorbereitet: Kernstücke waren die Führung durch die Station und die anschaulichen Vorträge der Tierärztin. Die Kinder konnten sich auch an der Gestaltung einer Mosaiksäule mit dem Schildkröten-Logo unter Anleitung von Udo Sewz beteiligen oder mit Rosi Soggeberg Schildkrötenbuttons bemalen.

Lange Warteliste

In der Station ist Platz für 160 Tiere. Es gibt aber eine Warteliste von etwa 300 Wasser- und 50 Landschildkröten, die ihre Besitzer gerne abgeben würden. Etwa 30 bis 40 Tiere werden pro Jahr an ein neues Zuhause vermittelt. Insgesamt 240 Tiere überwintern von November bis März in den Kühlschränken der Station.

Susanne Ewens hat schon schlimme Erfahrungen gemacht: "Wegen falscher Ernährung und fehlendem UVB-Licht haben die Schildkröten manchmal einen Panzer weich wie alte Brötchen." Für Tierärztin Susanne Ewens und Barbara Klobusch ist die Auffangstation eine Herzensangelegenheit. Aber diese ehrenamtliche Arbeit braucht Unterstützer, denn es gibt keine staatlichen Zuschüsse. Allein für Strom fallen jährlich 4500 Euro an.

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