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Schüler verdauen schwere Kost

Dorsten Mit dem Thema Gewalt haben sich gestern Dorstener Schüler im Central-Kino auseinander gesetzt.

Markus Mense vom Dorstener Jugendamt und Michael Kleinschmidt vom Institut für Kino- und Filmkultur verordneten den Sieben- und Achtklässlern dabei alles andere als leichte Kost.

In einem Saal lief der schwedische Film "Evil". Er erzählt die Geschichte des Jungen Erik, der sich mit der Gewalt an seiner Schule auseinander setzen muss.

Auf der zweiten Leinwand lief "Knallhart", ein Streifen des deutschen Regisseurs Detlev Buck, der bei seinem Erscheinen wegen einiger expliziter Gewaltdarstellungen kritisiert worden ist.

Konfliktbeladen

Der 15-jährige Michael zieht aus einem gut situierten Stadtteil Berlins nach Neukölln und erlebt dort das konfliktbeladene Beziehungsgeflecht der Bevölkerungsgruppen unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft.

Nach den Vorstellungen beleuchteten Mense und Kleinschmidt die Filme in einer Diskussionsrunde mit den Schülern von unterschiedlichen Seiten. Der Film-Experte aus Köln brachte den Jugendlichen die Arbeitsweise von Drehbuchautoren, Regisseuren und auch Kameraleuten dabei näher. So erörterte er mit den Zuschauern die Möglichkeiten, welche anderen Handlungs-Alternativen sich der Autor von Evil hätte ausdenken können. Mense hingegen diskutierte das Thema Gewalt als solches. "Wer übt in diesen Filmen überhaupt die Gewalt aus, und wer ist das Opfer."

Positive Reaktionen

Die Reaktion der Schüler war äußerst positiv: "Der Film Evil hat mir äußerst gut gefallen und das Thema ebenfalls", sagte Ricarda Dohnke vom Gymnasium Petrinum.

Das Thema Gewalt wird anhand dieser beiden Filme in den Schulen im Unterricht weiter unter die Lupe genommen. Peter Dijkstra, Sozialarbeiter an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule, hält die zwei Filme für eine großartige Grundlage für weitere Diskussionen: "Wir wollen die Schüler für das Thema sensibilisieren, sie auf die Spirale der Gewalt und die Möglichkeiten der Gewaltprävention aufmerksam machen." Das könne sowohl im Deutsch-, aber auch im Religionsunterricht behandelt werden.

Es war nach dem Thema Drogen im letzten Jahr die zweite Veranstaltung dieser Art. Der Erfolg legt nahe, dass es im kommenden Jahr eine dritte Auflage geben wird.

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