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Einführung nicht geplant

Schulleiter warnen vor Parkplatz-Gebühren für Lehrer

Dorsten Köln will Lehrer für das Parken auf dem Schulgrundstück zur Kasse bitten und erhofft sich dadurch zusätzliche Einnahmen. In Dorsten ist zurzeit noch nichts dergleichen geplant. Das würde auch schwierig.

Schulleiter warnen vor Parkplatz-Gebühren für Lehrer

Die Parkplätze an den Dorstener Schulen sind gebührenfrei und das sollten sie nach Ansicht der Schulleiter auch bleiben.

Vor allem das Paul-Spiegel-Berufskolleg an der Halterner Straße und das Gymnasium Petrinum würden besonders unter solch einer Einführung leiden.

„Das Problem ist viel komplexer als es zurzeit diskutiert wird“, mahnt Norbert Weber, Schulleiter des Paul-Spiegel-Berufskollegs. Sowohl Weber als auch Wolfgang Gorniak (Schulleiter Petrinum) warnen vor solche Gedankenspielen und halten es sogar schädlich für den Schulstandort Dorsten. An beiden Schulen gibt es direkt auf den Schulgrundstücken keine Parkplätze. Für Lehrer und Schüler heißt es jeden Morgen: „Wer zuerst kommt, findet auch einen Parkplatz“.

Besonders eng wird es am Berufskolleg wegen der zahlreichen auswärtigen Schüler. Mit je über 100 Lehrern und Mitarbeitern zählen das Berufskolleg und das Gymnasium Petrinum zu den größeren Arbeitgebern. „Lehrer unserer Schule kommen aus Münster, Duisburg, Düsseldorf und Witten“, sagt Norbert Weber und damit hat er nur die Kollegen mit der weitesten Anreise aufgezählt. Für einen großen Teil des Kollegiums kommen öffentliche Verkehrsmittel aufgrund der schlechten Anbindung nicht in Frage. Ähnliches gilt für das Petrinum. Der Kreis Recklinghausen hat am Berufskolleg Ausbildungsgänge geschaffen, die Schüler aus der ganzen Emscher-Lippe-Region nach Dorsten pendeln lassen. „Parkgebühren würden Schüler an andere Standorte abwandern lassen, die eine bessere Verkehrsanbindung haben“, meint Norbert Weber. Wenn Lehrer für Parkplätze zahlen müssten, kämen konsequenter Weise auch Parkkosten auf die Schüler zu.

Das Petrinum liegt in einem Gebäudekomplex mit der Volkshochschule, Teilen der städtischen Verwaltung und der Bücherei. Alle Einrichtungen teilen sich ein Parkhaus und sicher wäre es nicht erwünscht, wenn die Parkflächen der Sport- und Freizeiteinrichtungen belegt würden. „Wenn ich für einen Parkplatz bezahle, möchte ich auch die Garantie haben, dass ich ihn jederzeit nutzen kann“, sagt Wolfgang Gorniak. Kontrolle und technische Durchführbarkeit seien zu aufwändig, meint Gorniak. Seiner Ansicht nach würde die Attraktivität als Arbeitsplatz leiden. Bei Bewerbungsgesprächen haben die Schulleiter die Erfahrung gemacht, dass die schlechte Verkehrsanbindung schon so manch einen Lehramtsbewerber abgeschreckt hat. „Wenn ich dann noch mit Parkgebühren komme, habe ich ein Problem“, so Gorniak.

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