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Baustelle Bovenhorst

Slalomlauf und tiefe Baugruben ärgern Anlieger

Der Bau des Media-Marktes an der Bovenhorst zieht eine Reihe von Beeinträchtigungen nach sich. Etliche Anlieger, Fußgänger und Radfahrer sind über die Unübersichtlichkeit an der Kreuzung empört. Die Polizei drängte am Mittwoch darauf, Beschilderung und Absicherung nachzubessern.

Slalomlauf und tiefe Baugruben ärgern Anlieger

"Die Situation hier ist sehr schwierig. Für Fahrradfahrer wie mich würde ich sie sogar als äußerst riskant und gefährlich einstufen", sag Heribert Göbbeler an der unübersichtlichsten Stelle an der Bovenhorst im Kreuzungsbereich zur Gladbecker Straße/Willy-Brandt-Ring.

 Die ältere Dame ist empört: „Ich hätte mir hier fast das Bein gebrochen“. Eine zweite pflichtet ihr bei: „Die Stadt hat versprochen, dass sich durch den Media-Markt für uns an der Bovenhorst nichts ändert. Und jetzt das!“ Chaotische Verkehrsverhältnisse, erhöhtes Unfallrisiko und Gefahren für Kinder auf dem Schulweg – geharnischte Vorwürfe erheben Anwohner an die Adresse der für die Baumaßnahme „Auf der Bovenhorst“ Verantwortlichen. Besonders Fußgänger und Radfahrer seien betroffen. Die Liste der Beschwerden ist lang: Die Beschilderung sei mangelhaft, die Baugruben nur teilweise gesichert. Es gebe keine Baustellen-Abgrenzungen und die Absperrungen im Kreuzungsbereich Bovenhorst seien viel zu weiträumig erfolgt. Es sei ein schlechter Witz, dass herausgerissenes Wurzelwerk auf dem Fußweg als Absperrung diene. Verschärft werde die Situation noch dadurch, dass Sattelschlepper den Baustellenbereich als Parkplatz nutzen und den Gehweg blockieren. Angesichts der unübersichtlichen Lage und der auf dem Gelände eingesetzten Radler und Bagger fürchten Anwohner um Leib und Leben: „Vor allem sorgen wir uns jedoch um unsere Kinder.“ Beim Ortstermin stellten  Einsatzkräfte der Polizei am Mittwochmorgen fest, dass die Beschwerden Hand und Fuß haben. Die Polizei drängte darauf, die „Beschilderung und die Absicherung in geeigneter Weise nachzubessern“.

Ein Bauarbeiter versuchte vormittags noch die schimpfenden Passanten zu beschwichtigen: „Wenn wir sehen, dass es Probleme gibt, dann kümmern wir uns und helfen alten Menschen über die Straße. Außerdem wird am Freitag alles besser.“ Irrtum, schon viel früher: Auch das Ordnungsamt der Stadt hat nämlich gestern die Lage inspiziert und seine Konsequenzen gezogen. Zwar war das Wurzelwerk bereits beseitigt und durch reguläre Absperrungen ersetzt, aber die Sattelschlepper erhielten die „rote Karte“. „Es war tatsächlich so, dass die dicken Brummer auf dem Gehweg geparkt wurden. Das geht natürlich nicht“, erklärt Ordnungsamtsleiter Rolf Köllmann. Mit Schranken soll jetzt den Sattelschleppern dieser illegale Abstellplatz versperrt werden.

Mit Hilfe von Schildern sollen außerdem Fußgänger frühzeitig auf die sichere Seite entlang der Wohnbebauung gelenkt werden, wo der Gehweg ununterbrochen bis zur Ampel führt. „Gefahren bestehen dort weder für Senioren noch für Schulkinder.“ Das Ordnungsamt will zusätzlich den Baustellen-Bereich vermehrt kontrollieren.

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