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"Spontan schäumte die Verärgerung"

Dorsten Nicht wie ursprünglich angeklagt wegen versuchten Totschlags, sondern wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung verurteilte das Landgericht Essen gestern eine 25-jährige Gladbeckerin.

Sie war im Mai 2006 mit einem Messer auf ihren 64-jährigen Vermieter aus Dorsten losgestürmt. 15 Monate Freiheitsstrafe mit Bewährung und 150 Arbeitsstunden, so das Urteil. Der Angegriffene konnte der Attacke ausweichen. Zeugen entwendeten der Frau das Messer, bevor sie den Mann damit verletzen konnte. Eine Tötungsabsicht stellte das Gericht nicht fest.

2004 war die Mutter mit zwei Kindern und Lebensgefährten in eine Wohnung des Dorsteners eingezogen. Da die Miete nicht gezahlt wurde, zog der Vermieter vor Gericht. Mit einem fingierten Mietvertrag versuchte die Angeklagte die drohende Räumung hinauszuzögern. Ein Trick, den das Schwurgericht übel nahm. "Der Vermieter hat den Rechtsweg beschritten. Es war rechtlich alles in Ordnung", stellte Richter Andreas Labentz fest.

Nicht in Ordnung war die Reaktion der Angeklagten. Sie ignorierte den Räumungstermin. Als am 30. Mai der Vermieter mit dem Gerichtsvollzieher und Zeugen vor der Tür stand, drehte sie durch und griff zum Messer. Richter Labentz zur Gemütslage der Angeklagten bei der Tat: "Akut und spontan schäumt ihre Verärgerung über die Räumung, aber auch gegen die Person des Vermieters über. Sie will ihre Wut abreagieren und greift zum Messer." Auch wenn der Messereinsatz fehlschlug, wurde der Vermieter verletzt. Der Lebensgefährte der Angeklagten versetzte ihm einen Faustschlag ins Gesicht. Martina Ricken

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