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Straftäter will zurück

Dorsten Wie gut er es in Dorsten hatte, ist einem türkischstämmigen Arbeiter (34) erst aufgefallen, als er zwangsweise in das Land seiner Eltern zurückgeschickt worden ist.

Das war 1999. Nun will er mit aller Macht zurück. Gestern beschäftigte sein Fall das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen.

Der 34-Jährige hatte die Stadt verklagt, weil er nicht einsehen will, dass er noch Jahre in einem Land leben soll, in dem er keine Familie hat und sich angeblich nicht richtig verständigen kann.

Der Kläger war mit vier Jahren nach Dorsten gekommen. Er ging hier zur Schule, hat immer gearbeitet. Seine Maurerlehre hat er abgebrochen, weil sein Betrieb nicht in der Handwerksrolle eingetragen und er deshalb nicht zur Prüfung zugelassen worden war. Für die zweite Lehre fehlte am Ende die Zeit.

Mitleid ist allerdings nur bedingt angebracht. Schließlich hat sich der 34-Jährige in Dorsten nicht gerade so verhalten, wie es die Gesellschaft von ihm verlangt. In seinem Vorstrafenregister gibt es bereits neun Einträge. Zuletzt war er 1996 wegen Vergewaltigung zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Rund ein Jahr war er danach auf der Flucht, versteckte sich in der Türkei.

Gefälschter Pass

Aber schon im Sommer 1997 versuchte er mit einem gefälschten holländischen Pass wieder nach Deutschland einzureisen. Doch der Versuch schlug fehl, der verurteilte Straftäter kam in Haft. Im Sommer 1999 schoben ihn die Behörden schließlich nach Istanbul ab. Als mögliches Rückkehrdatum wurde der 20. Juli 2011 festgesetzt.

Doch so lange will der Dorstener nicht warten. Schließlich ist seine ganze Familie inzwischen in Deutschland. Vor Gericht hatte sein Anwalt gestern allerdings keinen Erfolg. Und die Stadt will ihn nur dann eher zurücklassen, wenn er sich in der Türkei einer Sexualtherapie unterzieht. Ein Prozessvertreter: "Dann werden wir die Sache wohlwollend prüfen." Jörn Hartwich

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