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Strom-Protest geht der Saft aus

RHADE Die Anwohner waren alles andere als glücklich, die Stadt sah bessere Alternativen: Dennoch scheint es so, als würde allen Bemühungen, den Neubau einer Hochspannungsfreileitung von Dorsten-Hervest nach Stadtlohn durch Rhade zu verhindern, von der Bezirksregierung der Saft abgedreht.

"Wir haben unsere fachlichen und verfahrenstechnischen Möglichkeiten ausgeschöpft und das gesamte Instrumentarium ausgereizt", teilte Stadtplaner Marc Lohmann am Dienstag dem Umweltausschuss mit, "wir sind aber bei der Bezirksregierung wohl nicht durchgedrungen - eine andere Entscheidung ist zu befürchten."

Die Stadt Dorsten hat bei dem Hochspannungs-Projekt lediglich Anhörungsrechte. Die wurden von der Verwaltung genutzt, um deutlich zu machen, dass in Rhade eine Erdleitung die weit bessere Alternative für alle Anwohner wäre. Auch eine Verschwenkung des Leitungsverlaufes und eine Führung der Hochspannungs-Masten entlang der A 31 hätte die Stadt gebilligt.Kein Gewerbegebiet beeinträchtigt   "Wie sieht das in anderen Kommunen aus? Lässt sich da keine gemeinsame Strategie finden?", lauteten Nachfragen aus dem Ausschuss. Diese Hoffnung musste Frank Lumpe von der Umweltabteilung den Politikern nehmen: "Die Ausgangslage ist völlig verschieden. So würde in Borken die Hochspannungsleitung die Entwicklung eines Gewerbegebietes beeinträchtigen. Das ist bei uns nicht der Fall."

Das letzte Wort ist aus Sicht der Stadt Dorsten noch nicht gesprochen. Stadtbaurat Frank Gläßner: "Unser Justiziariat empfiehlt, sich die Entscheidung der Bezirksregierung genau anzusehen und gegebenenfalls Rechtsmittel einzulegen."

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