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Tierische Talente

Tierische Talente

<p>Martin Sterzenbach hat etliche Siege gefeiert, sieht den Schwerpunkt aber dennoch bei der Ausbildung. Weihrauch</p>

Kirchhellen Der sportliche Erfolg hat Martin Sterzenbach nicht die Sinne für die Realität vernebelt. Obwohl er im Umkreis schon etliche S-Springen höheren Niveaus gewonnen hat, zieht es ihn nicht auf die große Bühne des Reitsports, sondern verlässt sich auf das Fundament seiner Pferdeausbildung und Reitschule auf dem Hof Nabben.

Martin Sterzenbach sitzt seit 40 Jahren im Sattel. Seine erste Ausbildung hatte natürlich auch etwas mit Pferden zu tun. Zehn Jahre arbeitete er als Hufschmied, bevor ein befreundetes Paar ihn auf eine andere Idee brachte: "Sie wollten eine Reitanlage eröffnen, und ich sollte sie leiten." Die Ausbildung zum Pferdewirt war damit beschlossen. Nach mehreren Stationen ist er nun auf dem Hof Zur Linde gelandet. Zur Besitzerfamilie Nabben, auf deren Mülheimer Hof er schon als Kind ritt, hat Sterzenbach ein familiäres Verhältnis.

Selbst ausgebildet

Sportlich ist er aber beim RV Lippe-Bruch Gahlen zuhause. "Der Verein gehört zwar zum Rheinland, bekommt aber viele Einladungen aus Westfalen. Sonst würde ich dort kaum Starts bekommen." Die Pferde, mit denen der 44-Jährige die Preise einheimst, hat er selber ausgebildet. Top-Star ist derzeit die zehnjährige Holsteiner Stute Lucia. Sie ist seit sechs Monaten unter seinen Fittichen: "Als ich sie bekam, hat sie A-Springen geritten. Bis jetzt habe ich mit ihr zehn S-Springen gewonnen." Am Wochenende sprang das Duo in Leverkusen in einem Drei-Sterne-S-Springen auf Platz zwei.

Ausgewählte Pferde

Momentan bildet er zehn Pferde aus. Die Turniererfolge haben ihm den Luxus ermöglicht, sich die Tiere auszusuchen. "Wenn ich meine, dass aus einem Pferd nichts wird, fange ich gar nicht mit der Ausbildung an." Einige seiner Pferde haben es ganz nach oben geschafft. Dulf startete mit Lesley McNaught und Jos Lansink zweimal bei Olympischen Spielen und auch Stefan Eders Cartier war bei Sterzenbach im Beritt.

Da er als Selbstständiger es sich nicht leisten kann, vier Tage zu Turnieren zu reisen und eventuell mit leeren Händen zurückzukehren, konzentriert er sich weiter auf die Turniere in der Region. In Kirchhellen wird er im Dezember beim Late-Entry zu sehen sein. Auch Gahlen 2008 hat er fest im Visier, um dort mit Nordica vielleicht für eine Überraschung zu sorgen. weih

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