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Interview

Timo Boll ist auf RTL 2 bei „Next, Please!“ zu sehen

HOLSTERHAUSEN Timo Boll (19) aus Holsterhausen will Schauspieler werden, ist bei einer Kölner Agentur unter Vertrag, wird für Sendungen wie „Familien im Brennpunkt“ angefragt. Heute ist er auf RTL 2 zu sehen – bei „Next, Please!“, wo am Strand von Kreta geflirtet wird. Aber Timo hat sich das irgendwie anders vorgestellt, erzählt er im Interview.

Timo Boll ist auf RTL 2 bei „Next, Please!“ zu sehen

Timo Boll aus Holsterhausen träumt davon, von der Schauspielerei zu leben.

Timo, wie war der Dreh für "Next, Please!"? Ich war im September 2014 zwei Wochen auf Kreta – und musste nur zwei Tage drehen. Ganz entspannt also. Aber: Ich habe mich angemeldet, weil ich Lust aufs Flirten hatte. Leider hat mir das Fernsehteam vorgegeben, mit wem – und welche der drei Kandidatinnen, die mein Herz erobern wollten, ich auszusuchen habe. Da habe ich bei den Absprachen wohl nicht gut genug zugehört.  

Wie viel Geld verdienst du denn mit der Schauspielerei? Anfangs waren es 50 bis 60 Euro pro Tag, jetzt sind es 120 bis 150 Euro. Wenn ich mehrere Tage in Köln drehe, für die RTL 2-Reality-Seifenoper „Köln 50667“ zum Beispiel, dann zahlt mir die Produktionsfirma alles, was ich in der Zeit in Köln mache. Auch die Übernachtung im Hotel. Das ist kein übles Leben.  

Aber du lebst nicht von der Schauspielerei, oder? Noch nicht – aber es ist mein Ziel. Ich arbeite im Movie Park, sorge dafür, dass an den Fahrgeschäften alles nach Plan läuft. Da liegt momentan der Fokus drauf. Die Arbeit vor der Kamera läuft nebenbei. Wenn Drehs anstehen, kann ich spontan Urlaub nehmen. Mein Chef ist da echt cool drauf.  

Gibt es Neider? Viele gönnen mir den Erfolg nicht, lästern bei Facebook über mich. Aber das lasse ich nicht an mich ran. Anfangs haben viele gesagt, dass ich es eh nicht schaffen werde mit der Schauspielerei. Dann haben sie mich bei „Köln 50667“ gesehen – und waren still.  

Warum hat es dich vor die Kamera gezogen? Weil ich mich von der Masse abheben wollte. Ich wollte nicht tun, was alle tun. Dann hat sich das alles irgendwie ergeben.  

Und wie hat alles begonnen? Ich habe mit 16 Jahren angefangen, mich für Castings zu bewerben. Ich wollte bei „Berlin – Tag & Nacht“ mitspielen, woraus sich später „Köln 50667“ entwickelt hat. Das hat nicht geklappt. Aber ich wurde für andere Sendungen angefragt. Viele davon fallen unter den Begriff „Asi-TV“. Heißt: Die Schauspieler benehmen sich so asozial wie möglich vor der Kamera und bekommen dafür Geld. Das Ganze soll dann so aussehen, als ob es „echt“ und die Kamera heimlicher Begleiter ist.

Wirst du mit den Rollen, in die du schlüpfst, verwechselt? Das kommt echt ziemlich oft vor. Und dann kommen dumme Sprüche. Die Leute glauben, dass ich so bin, wie ich mich vor der Kamera gebe. Aber ich bin nicht so wie diese Stereotypen auf dem Bildschirm. Bei „Next, Please!“ komme ich machohaft rüber – aber das bin ich nicht. Nur ein kleines bisschen.  

Gibt es Angebote, die du ablehnst? Ich habe grade einen sechswöchigen Dreh für „X-Diaries“ auf Ibiza abgelehnt. Weil da viel geflirtet wird – und ich seit drei Monaten eine Freundin habe. Und weil es da nur um Alkohol und Partys geht. Das ist nicht meine Welt.  

Wie hart ist der Weg nach oben? Man muss viel Scheiße fressen, wenn man es schaffen will. Man muss Arsch und Eier haben. Aber wenn man für seinen Traum kämpft, kann er wahr werden.  

Und deine Eltern stehen hinter dir? Mama war erst skeptisch – bis sie das Geld sah, das ich mit nach Hause brachte und sie mir kein Taschengeld mehr geben musste.


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