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Geheime Abstimmung

Überraschung im Stadtrat: Aus für die Wichernschule

Dorsten Die Wichernschule steht vor dem Aus. In geheimer Abstimmung erhielt ein Antrag der CDU-Fraktion am Mittwochabend im Stadtrat eine Mehrheit. Die Grundschule wird demnach ab August 2016 keine Kinder mehr aufnehmen und in den folgenden Jahren "auslaufen".

Überraschung im Stadtrat: Aus für die Wichernschule

Die Wichernschule nimmt ab August 2016 keine Kinder mehr auf und läuft in den Folgejahren aus. Die freien Räume übernimmt die von-Ketteler-Schule. Das wäre im Sinne der Ratsmehrheit, die die Wichernschule per Beschluss zum Auslaufmodell erklärt hat. Ein Ratsbürgerentscheid am 13. Dezember bringt endgültige Klärung.

Der Schulausschuss hatte am Montag noch für den Erhalt der Grundschule im Marienviertel gestimmt. So sollte es in der Ratssitzung eigentlich "nur" um den Raumbedarf der benachbarten von-Ketteler-Schule gehen. In der folgenden Diskussion war aber die Wichernschule das eigentliche Thema.

"Drohung" des Bürgermeisters

Und diese Diskussuion begann mit einer "Drohung" des Bürgermeisters. Tobias Stockhoff machte deutlich, dass er von den Politikern nach der Sommerpause Vorschläge erwarte, wie denn die 500.000 Euro, die die Schließung der Wichernschule der Stadt bringt, an anderer Stelle eingespart werden könne. "Aus Sicht der Verwaltung bleibt dann nur, die Grundsteuer um 25 Punkte zu erhöhen."

"Bildung im Fokus haben"

Friedhelm Fragemann (SPD) beeindruckte das zunächst wenig. "Dieses Damoklesschwert schwebt sowieso über uns, wir müssen die schulische Bildung unserer Kinder mehr in den Fokus nehmen." Susanne Fraund (Grüne) und Tristan Zielinski (FDP) argumentierten in die gleiche Richtung.

Anders die CDU. Fraktionschef Bernd Schwane ließ keinen Zweifel daran, dass die Christdemokraten "einer Steuererhöhung wegen dieser Schule niemals zustimmen" werden. "Wir müssen die Verantwortung für die ganze Stadt im Auge haben."

Der Antrag der CDU, der mit 24:19 Stimmen bei einer Enthaltung angenommen wurde, sieht u.a. vor, dass ab August 2016 keine Eingangsklassen mehr gebildet werden und die freien Räume in den nächsten Jahren von der von-Ketteler-Schule genutzt werden. Die Stadt soll zudem mittelfristig ein Konzept für den Schülertransport und die Schulwegsicherung entwickeln.

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