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Asbesthaltiges Baumaterial

Unbekannter hinterlässt hochbrisante Eternitplatten im Wald bei Lembeck

Dorsten Im Wald bei Lembeck hat ein Unbekannter mit Asbest belastetes Baumaterial abgekippt und sich aus dem Staub gemacht. Eine giftige und teure Angelegenheit. Dafür muss die Allgemeinheit büßen, falls der Umweltfrevler nicht gefunden wird.

Unbekannter hinterlässt hochbrisante Eternitplatten im Wald bei Lembeck

RVR-Förster Michael Reidemeister ist sauer, dass ein Unbekannter mitten im Wald zwischen Lembeck und Haltern asbesthaltiges Baumaterial, wahrscheinlich Eternitplatten, gekippt hat. Foto: Foto: Claudia Engel

RVR-Revierförster Michael Reidemeister traute seinen Augen am Mittwochmorgen nicht: In der Nähe seines Forsthauses an der Lippramsdorfer Straße 349 hatte ein Unbekannter zwischen Dienstagabend 19 Uhr und Mittwochmorgen 6 Uhr Sondermüll abgekippt. Und was für einen Sondermüll: „Das ist ein Teufelszeug“, sagte die städtische Abfallberaterin des Entsorgungsbetriebes, Ursula Eickmeier, auf Anfrage.

Unter „Teufelszeug“ versteht sie die asbesthaltigen Eternitplatten, die der Umweltfrevler im Lembecker Wald widerrechtlich entsorgt hat. „Eine ganze Lkw-Ladung ist das“, sagte Revierförster Michael Reidemeister. Die Eternitplatten seien säuberlich gestapelt worden und dann mit einem Lkw, vermutlich einem Kipplaster, in den Wald gefahren worden. Jenseits eines Waldweges lagert nun Material, das hochproblematischer Sondermüll ist. „Das wird wohl auch das Problem sein. Denn die Entsorgung asbesthaltigen Baumaterials ist sehr kostspielig“, sagte Ursula Eickmeier. Dass sich der Unbekannte womöglich auch gesundheitlichen Risiken bei seiner verbotenen Aktion ausgesetzt hat, mag sie nicht ausschließen. „Diese Dachplatten darf man nur entfernen, wenn man Schutzanzüge trägt. Die Entsorgung des Materials übernehmen Fachfirmen. Deren Mitarbeiter müssen Atemschutz und entsprechende Anzüge und Schuhe tragen, damit keine Partikel an ihnen haften bleiben“, erklärte Eickmeier. Wer diese Eternitplatten „einfach so“ abbaue und zerstöre, laufe Gefahr, „Asbestfasern einzuatmen“. „Daraus kann Lungenkrebs entstehen.“

Anzeige bei der Polizei erstattet

Michael Reidemeister hat am Mittwoch Anzeige bei der Polizei wegen der widerrechtlichen Lagerung von Sondermüll im Wald erstattet. Ursula Eickmeier informierte ein Fachunternehmen aus Dorsten. Es konnte aber am Mittwoch wegen hoher Auslastung nicht nach Lembeck ausrücken. Freitag soll der Müllhaufen abgeholt werden, hieß es. „Der Entsorgungsbetrieb darf solche Arbeiten nicht machen. Wir haben keine Genehmigung für die Beseitigung dieses Sondermülls“, sagte Eickmeier zudem.

In einem zurückliegenden Fall in 2017 konnte der Verursacher ermittelt werden. „Das war ein teurer Spaß für ihn“, so der Förster. Er hofft, dass das auch diesmal passiert. Denn sonst zahlt der Steuerzahler für das Vergehen eines einzelnen. „Irgendjemand hat vielleicht einen Lastwagen mit dieser speziellen Ladung von Dienstag auf Mittwoch zwischen Lembeck und Haltern beobachten können.“

Um sachdienliche Hinweise bittet die Polizei in Recklinghausen, Tel. (0800) 2361 111.

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