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Kein Kavaliersdelikt

Unfallflucht kann Fahrer teuer zu stehen kommen

Dorsten Es knallt, man erschrickt und anstatt zu warten, fährt man nach dem Autounfall davon. Täglich passiert dies unzählige Male auf deutschen Straßen. Auch Dorsten bildet hier keine Ausnahme.

Unfallflucht kann Fahrer teuer zu stehen kommen

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort: Flüchtigen drohen empfindliche Konsequenzen.

Allein am vergangenen Wochenende (30./31.8.) ereigneten sich fünf Verkehrsunfälle, bei denen sich der Verursacher unerlaubt vom Tatort entfernte. Der entstandene Sachschaden lag dabei zwischen 500 und 15.000 Euro.

2013 ist zwar mit 331 Fällen, bei denen Fahrerflucht begangen wurde, im Vergleich zu den Vorjahren ein deutlicher Rückschritt von Verkehrsflüchtigen zu erkennen. Ob sich der positive Trend in diesem Jahr bestätigt, bleibt jedoch abzuwarten.

Empfindliche Geldstrafen Ein Unfall ist stets eine unangenehme Angelegenheit. Das betrifft nicht nur den Zusammenprall in voller Fahrt, sondern auch vermeintliche Kleinigkeiten wie das Touchieren eines anderen Autos beim Einparken. Auf keinen Fall sollte man sich hierbei der Unfallflucht schuldig machen, denn dieses Verhalten macht aus einem einfachen Verkehrsdelikt schnell eine Straftat, die nach §142 des Strafgesetzbuches geahndet wird. "Dabei kann der Richter sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren verhängen", sagt Ramona Hörst, Pressesprecherin der Polizei Recklinghausen. "In jedem Fall ist aber mit einer empfindlichen Geldstrafe zu rechnen".

Angemessene Zeit warten Der Tatbestand der Unfallflucht liegt bereits dann vor, wenn man nur wenige 100 Meter weiterfährt. Ansonsten haben sich die Verursacher stets unmittelbar an der Unfallstelle aufzuhalten. Zudem sollte man eine angemessene Zeit auf den Unfallgegner warten. "Beschädigt man ein parkendes Auto, so sollte derjenige zunächst direkt die Polizei informieren und sich dann auf die Suche nach dem Halter des Fahrzeugs machen. Ist die Unfallstelle der Parkplatz eines Supermarktes, haben Sie zum Beispiel die Möglichkeit, den Wagen ausrufen zu lassen", so Hörst. Auch das bloße Hinterlassen eines Zettels an der Windschutzscheibe ist keinesfalls das richtige Verhalten und gilt als Unfallflucht.

Manchmal komme es jedoch auch vor, dass sich flüchtige Unfallfahrer verspätet stellen. Hörst: ,,Manche Verursacher stehen nach dem Vorfall unter Schock, bekommen im Nachhinein aber ein schlechtes Gewissen."

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