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Kommentar

Unsägliche Neiddebatte

Dorsten Eine Familie flüchtet unter lebensgefährlichen Umständen vor mörderischen Verfolgern aus Afghanistan. Wir haben uns gefreut, dass so viele Dorstener Anteil am Schicksal der Familie Sahadat nehmen. Aber es gibt auch andere Stimmen.

Unsägliche Neiddebatte

Für Familie Sahadat, die aus Afghanistan fliehen musste, beginnt ein neues Kapitel mit dem Bezug ihrer Wohnung an der Halterner Straße 93.

Stimmen, die in ihren Kommentaren erschreckende Dumpfheit und Gefühllosigkeit hemmungslos äußern. Das passiert gerade auf Facebook, wo wir unseren Artikel über das Schicksal der Familie Sahadat unter anderem auch veröffentlicht haben.

Bedürftige Menschen Im vermeintlich geschützten Raum des Online-Portals offenbaren sich vielfach in jeder Hinsicht bedürftige Menschen. Eine Gruppe alleinerziehender Mütter zum Beispiel, die glaubt, dass ihr die Zuwendung gebühre, die der Familie Sahadat zurzeit zuteil wird. Die Damen wünschen sich das eine oder andere auch, sagen sie. Sie können es sich aber nicht leisten, geben sie zu verstehen.

Kein grenzenloser Konsum Leider übersehen sie dabei, dass Familie Sahadat von mitfühlenden und mitdenkenden Mitbürgern nicht zum grenzenlosen Konsum ermuntert wird. Im Gegenteil: Die Familie bekommt aus Spenden das Überlebensnotwendige, um sich in ihrer neuen Heimat einrichten zu können.

Flüchtlinge kommen, das sollte sich herumgesprochen haben, nicht auf einem vollbepackten Möbelwagen über die Grenzen. Sie haben auch keinen prall gefüllten Geldkoffer im Gepäck.

Soziale Grundsicherung Die von einigen auf Facebook entfesselte Neiddebatte, "...ich hätte da auch ein paar Dinge, die ich brauchen könnte" oder "haben genug arme Leute in Deutschland, denen man helfen sollte" zeugt von Unkenntnis. Hierzulande gibt es nämlich eine soziale Grundsicherung. Die materielle und finanzielle Hilfe ist sicher nicht üppig, aber auskömmlich.

Deshalb sind Kommentare von den vermeintlich Bedürftigen, die sich so gerne auf Facebook in den Vordergrund spielen, so unsagbar peinlich. Oder einfach nur: zum Fremdschämen!

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