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Zu wenig Kitaplätze in Dorsten

Unverhoffter Kinderzuwachs wirft Prognosen über den Haufen

Dorsten Unverhofft kommt oft: Wegen eines unvorhergesehenen Kinderzuwachses fehlen in Dorsten Kitaplätze. Die Stadt hat die kirchlichen Träger um Hilfe gebeten. Die bauen nun fleißig ihre bestehenden Kitas aus. Der Verband Ev. Kirchengemeinden in Dorsten schafft bis zum Sommer 60 weitere Plätze. Das wird Eltern freuen, deren Kinder bislang auf der Warteliste standen.

Unverhoffter Kinderzuwachs wirft Prognosen über den Haufen

Wohl den Eltern, die einen Kitaplatz in Dorsten ergattert haben. Vor allem für unter Dreijährige sind die Plätze rar gesät. Foto: picture alliance / dpa

In Dorsten leben 4355 Kinder von 0 bis 6 Jahren. Demgegenüber stehen 1990 Kindertagesstättenplätze. Das ist zu wenig, auch wenn nicht alle Kinder zwischen 0 und sechs Jahren sofort einen Kindergartenplatz brauchen. Die Stadt sei von der Entwicklung, den allen Prognosen zum Trotz zunehmenden Geburtenzahlen und den Zuzügen durch Migrantenfamilien, überrollt worden, sagte im Februar 2017 der damalige Jugendamtsleiter Dietmar Gayk gegenüber unserer Zeitung. „Wir konnten das im Kindergartenbedarfsplan so nicht voraussehen. Wir müssen neu bauen und bestehende Einrichtungen erweitern – das möglichst schnell.“

Bürgermeister Tobias Stockhoff lud deshalb die Träger kirchlicher Einrichtungen zum Gespräch, „weil die Stadt Erweiterungen und Neubauten allein nicht stemmen kann“, sagte Stefanie Reich, Fachbereichsleiterin für elementare Bildung beim Verband Evangelischer Kirchengemeinden in Dorsten am Rande eines anderen Gespräches in dieser Woche.

Umfassende Ausbaupläne

Am Mittwoch war Stefanie Reich im Jugendamt und erläuterte gegenüber Vertretern der Verwaltung, was die Evangelischen Einrichtungen in Dorsten beitragen wollen, um den Kindergartenplatz-Bedarf mit abzudecken und die Wartelisten abzuarbeiten. „Wir haben sechs Einrichtungen, davon werden fünf in Abstimmung mit der Stadt und dem Landesjugendamt erweitert oder ausgebaut“, sagte sie auf unsere Anfrage. Mit 60 zusätzlichen Plätzen geht der Verband der Evangelischen Kirchengemeinden, der Träger der Kindertagesstätten ist, im Sommer 2018 an den Start.

„In Hervest ist die Warteliste besonders lang“, erklärte Stefanie Reich zudem. Die Kindertagesstätte Regenbogen an der Glück-Auf-Straße soll deshalb zu den drei bestehenden Gruppen eine vierte für unter Dreijährige hinzubekommen. „2019 zieht der Kindergarten Regenbogen in das benachbarte Paul-Gerhardt-Haus nach einem Umbau um, weil der Platzbedarf dann größer ist und die Schließung der Familienbildungsstätte 2020 ja von der Verbandsversammlung beschlossen worden ist“, erklärte der Geschäftsführer des Verbandes Evangelischer Kirchengemeinden, Volkhard Graf, auf unsere Anfrage (siehe Bericht Seite 3). Die Kita soll am 1. August 2019 im umgebauten Paul-Gerhardt-Haus starten.

Katholische Kirchengemeinden erweitern

Auch die Katholische Kirchengemeinde trägt ihr Scherflein dazu bei, die Suche und die Wartezeit der Eltern zu verkürzen, mit zusätzlichen Gruppen im Pestalozzikindergarten (Hardt) und in St. Marien und St. Josef (Hervest). Die vierte Gruppe in St. Josef in Hervest nahm im Sommer 2017 ihren Betrieb auf. Mit dieser Gruppe und der Kita Regenbogen an der Glück-Auf-Straße konnte ein Teil der Nachfrage in Hervest abgedeckt werden. Dort gibt es drei Neubaugebiete, die zurzeit in der Entwicklung bzw. schon im Bau sind. Weiterer Bedarf zeichnet sich ab.

An der Hindemithstraße in der Feldmark wurde ebenfalls eine zusätzliche Gruppe eingerichtet. Provisorische Gruppen wurden in den Kindertagesstätten Wulfener Markt in Barkenberg und Am Rehbaum in Östrich eröffnet.

Die Stadt baut eine Kita in Holsterhausen

Die Stadt Dorsten baut in Holsterhausen für 2,3 Millionen Euro eine neue Einrichtung an der Ecke Antonius/Breslauer Straße. Da die Stadt den Rechtsanspruch der Eltern auf einen Kita-Platz erfüllen muss, soll der Neubau in Holsterhausen bis 2019 stehen.

439 Kindergartenplätze gibt es in Holsterhausen. Demgegenüber stehen 849 Kinder von 0 bis 6 Jahren. Der Zuwachs wird sich weiter steigern. Denn mittel- und langfristig sollen auch im Ortsteil Holsterhausen vier Baugebiete auf 13 Hektar Fläche entstehen, was weitere Kinder mit sich bringt, wie der Jugendhilfeausschuss in einer Sitzung in 2017 von dem jetzigen Jugendamtsleiter Stefan Breuer erfahren hat. „Wir werden ständig beobachten müssen, in welche Richtung sich die Nachfrage entwickelt“, sagte er gegenüber den Politikern.

Es gibt auch Fahreltern

Einige Eltern kamen der Stadt insoweit entgegen, als dass sie Fahrwege in Kauf nehmen, um ihre Kinder zu einer Einrichtung in einem anderen Stadtteil zu fahren. Das waren 153 Kinder, die freie Plätze in der Kindertagespflege oder freie Plätze in Tageseinrichtungen in Nachbarortsteilen in Anspruch nahmen.

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