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Urlaub an Kanal und Lippe

SCHERMBECK Urlaub zwischen Lippe und Kanal, mit Schwerpunkt Ortsteil Gahlen. Nur der schon 1964 entstandene Campingplatz Wachtenbrink der Familie Terstegen liegt ein wenig abseits der B58, im Ortsteil Damm.

Urlaub an Kanal und Lippe

Es muss nicht immer das Mittelmeer sein: Für die Kinder der Camper ist auch die Lippe ein nasses Paradies.

Auf 13 Campingplätzen im Ortsbereich der Gemeinde stehen den Campern etwa 1000 Stellplätze zur Verfügung. Zwischen den Campingplätzen „Hohes Ufer“ und Syberberg, längs des Kanals und der Lippe, reihen sich die Campingplätze aneinander.

Für Karin Strauch, deren Familie seit 1995 den Syberberghof am Brückenweg betreibt, ist gerade die Lippe in den letzten zwei - drei Jahren zum Campermagneten geworden. „Viele Rucksacktouristen mit Rad und Zelt zieht es an die Lippe“, sagt Karin Strauch. Römerroute, die Route der Industriekultur, Movie-Park, Atlantis, Kids-World und Schloss Beck sind von hier gut zu erreichen. „Die Zeiten der Wohnwagen ist vorbei, unsere Kunden sind in der Hauptsache Dauercamper und Monteure die ihre Wagen hier abstellen und nächtigen“, fügt sie hinzu. „Wir haben durch die große Wiese außerhalb des eigentlichen Platzes die Möglichkeit, Kurzzeitcampern, auch Jugendlichen die mal ein wenig lauter sind, Zelt- und damit Übernachtungsplätze zu bieten.“

Auf dem Platz hat auch Familie Kochanski ihre Parzelle seit 13 Jahren. Für die Eltern, Britta und Dirk, sowie die Kinder Pierre (17), Angelique (15) und Maurice (8) bedeutet der Wohnwagen mit Vorzelt und dem kleinen Garten sechs Wochen Ferien pur. „Wir sind aus Dinslaken und nach 20 Minuten Fahrt sind wir in einer anderen Welt“, sagt Mutter Britta, die gerade mit „Leihkind“ Celine (2) den Blumen frisches Wasser gibt.

„Hier stimmt einfach alles, auch für die Kinder, Spiel, Sport und Unterhaltungsmöglichkeiten, man ist mit dem Rad in wenigen Minuten in Dorsten, Schermbeck oder Hünxe. Mein Mann joggt jeden Morgen am Kanal bis Dorsten Hardt und zurück. „Unser Freibad“, der Kanal ist gleich vor der Tür und mein Jüngster schwimmt da gerade mit seinen Freunden und eine Nachbarin beaufsichtigt die Kinder“, erzählt Britta Kochanski und gerät ins Schwärmen über die Erholungsmöglichkeiten. Selbst der Fernseher, den die Familie hat, wird höchst selten gebraucht. Jetzt schon freuen sich alle auf das große Sommerfest für Jedermann auf der Anlage, dessen Erlös den Kindern und Jugendlichen zu Gute kommt. Bertold Schmeing, bei der Gemeinde Schermbeck auch für den Tourismus zuständig, weiß auch um die ständig steigende Zahl von Wohnmobillisten. „Bei Unterhaltungskosten von jährlich 4500 bis 5000 Euro für einen Stellplatz, bleibt zu wenig Geld im Ort, da Schermbeck nicht mit einer solchen Kultur- und Einkaufslandschaft aufwarten kann wie Dorsten“, sagt Schmeing.

„Wenn die Spritkosten aber so weiter steigen, und der Diesel 5 Euro kostet, bekommt Schermbeck definitiv Wohnmobilstellflächen, denn dann bleiben die Fahrzeuge länger am Ort“, ist sich der Verwaltungsmann Schmeing sicher.

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