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Veranstaltungskonzept muss attraktiver werden

Bergfest Hervest

Das Bergfest 2018 hat die Erwartungen nicht erfüllt. Jetzt machen sich die Hervester Schützen an die Aufarbeitung und entwickeln ein attraktiveres Konzept.

Hervest

von Anke Klapsing-Reich

, 26.06.2018
Veranstaltungskonzept muss attraktiver werden

Der bunte Markt im Harsewinkel - hier beim Bergfest 2017 - fehlte in diesem Jahr als Besuchermagnet. © Johannes Schmittmann

„Wir hatten mit viel mehr Publikum gerechnet.“ Ernüchtert suchen Peter Rentmeister und Martin Richter nach Erklärungen, warum das dreitägige Bergfest (15. bis 17. Juni) nicht so richtig auf Touren kam. „Einige von uns haben an dem Wochenende um die 40 Stunden geschuftet, aber vielleicht müssen wir mehr Vereinsmitglieder zum Mithelfen motivieren“, schließen der 1. Vorsitzende und der Kassierer organisatorische Fehler nicht aus.

Kurzfristige Markt-Absage

Doch manchmal sind es auch Verkettungen von unglücklichen Umständen, die die Planungen zerschlagen. Wie die Absage des Händlermarktes am Festsonntag: „Die Vereinbarung mit Peter Lihs von pro-motion-bochum stand. Im November 2017 hatte ich deswegen schon die ersten Kontakte mit ihm. Da ruft der mich am Donnerstag vorher an und sagt, dass das Ganze wohl zu eng würde und er Probleme bei der Wasserversorgung sehe - und schließlich hat er den Markt dann ganz abgesagt“, empfindet Peter Rentmeister den Bruch der Vereinbarung auch als menschliche Enttäuschung: „Wir arbeiten schon so lange zusammen und dann so eine kurzfristige Absage.“ Damit war der Harsewinkel als bunte Markt- und Flaniermeile tot und abgeschnitten.

Abgespecktes Bühnenprogramm

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft das Bühnenprogramm: „Das haben wir in diesem Jahr aus Rücksicht auf die Übertragungen der Fußball-Weltmeisterschaft etwas abgespeckt“, erklärt Martin Richter. So habe man beispielsweise am Sonntagnachmittag wegen des Deutschlandspiels um 17 Uhr schon etwas früher mit dem Abbau begonnen.

Die vor allem von den älteren Festbesuchern geäußerte Kritik an der Melodic-Hardrock Band am Freitagabend ziehen sich die Schützen nicht an: „Das wird komplett von unserer Sponsorin, der Sparkasse Vest, organisiert“, erklärt Peter Rentmeister. Ebenso die Neuauflage des Straßenradrennens, die der Radsportclub Dorsten am Festsamstag durchführte. „Eigentlich eine gute Sache, doch die erhoffte Publikumsmagnet-Wirkung ist leider ausgeblieben“, fehlt Martin Richter jegliche Erklärung dafür. Insgesamt würde man sich auch mehr Unterstützung vonseiten der Werbegemeinschaft Hervest-Dorsten wünschen.

Mit viel Herzblut

Abhaken und nach vorne blicken - nach diesem Motto starten die Organisatoren nun in die Zukunft. „Wir werden das Thema am 5. Juli im kleineren Vorstandskreis auf die Tagesordnung heben“, kündigt Peter Rentmeister an. Eins ist klar: „Wir müssen attraktiver werden“, schweben Martin Richter andere Veranstaltungsformate vor, „vielleicht eine Disco-Revival-Party?“

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Das Bergfest aufgeben, komme überhaupt nicht in Frage: „Wir stemmen dieses Stadtteilfest seit 21 Jahren mit großem ehrenamtlichen Aufwand. Und das werden wir auch, so lange wir können, weitermachen, denn da hängt unser Herzblut dran“, sind sich die Schützen einig. Außerdem decken die Organisatoren mit dem Erlös aus Kuchen-, Getränkeverkauf, etc. und den Spenden der Sponsoren (Sparkasse Vest und Vereinte Volksbank) nicht nur die Kosten für das Stadtteilfest, sondern erwirtschaften auch Geld für ihr Schützenfest, das alle zwei Jahre die Hervester auf Trab bringt. Das nächste Mal in gut zwei Monaten: am 31. August/1. und 2. September.

Termin steht

Den Termin für das Bergfest im kommenden Jahr haben die Schützenbrüder auch schon festgezurrt: „Vom 14. bis 16. Juni 2019 geht´s wieder rund“, verkündet Peter Rentmeister. Hoffentlich mit einem bunten Händlermarkt und vielen gut gelaunten Festbesuchern.

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