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Global-Bikers-Initiative

Von Oslo über Dorsten nach Düsseldorf auf dem Rad

Dorsten Von Oslo bis Düsseldorf ist es ein langer Weg. Wer diesen dann mit dem Fahrrad zurücklegt, muss schon einen großen Durchhaltewillen haben, so wie die Global-Bikers-Initiative. Zwischenhalt machten die Radfahrer am Samstag in Dorsten.

Von Oslo über Dorsten nach Düsseldorf auf dem Rad

Sie gehören zu den ersten Fahrern, die am Samstag ankamen. Im Hintergrund ist der »Tour-Office«-Bus zu sehen.

Stressig war es am Samstagnachmittag für die Mitarbeiter des „Tour-Office“ und die zahlreichen anderen ehrenamtlichen Helfern der Global Bikers Initiative, denn sie mussten das komplette Lager der siebten und somit vorletzten Etappe herrichten und organisieren.

Die Sporthalle des Petrinums wurde aus diesem Grund zweckentfremdet, denn sie bot genug Platz für die rund 400 Fahrer aus 25 verschiedenen Nationen. Sogar aus Südafrika, Ghana oder Ägypten waren Teilnehmer dabei. Sie alle kommen beruflich aus der IT-Branche, auch die Sponsoren der Tour. Gegen 14.30 Uhr trudelten dann ganz allmählich die ersten Sportler ein, die meisten wurden allerdings erst viel später erwartet. Auf sie wartete ein großer Grill und die Wahl der ersten Schlafplätze. Wer es gemütlicher haben wollte, der bekam vom „Tour-Office“ ein Hotelzimmer ganz in der Nähe gemietet. Auch das sorgte für zusätzliche Arbeit und Organisationsstress. „Ich hab noch nicht einen Schritt aus dem Wohnwagen gemacht, seit wir hier sind“, erzählte etwa Tourleiterin Petra Damen.

Berge von Listen türmten sich vor ihr auf und das Handy hielt sie stets in der Hand. Schließlich musste die ganze Truppe ja in einem Haufen am Ziel ankommen und wer unterwegs liegen blieb, musste vom „Pick-Up-Service“ aufgelesen werden. „Wir improvisieren uns hier das weg, was bei der Planung vergessen wurde“, meinte Ingo Schneider mit einem Augenzwinkern. Auch er ist einer der Tourleiter und musste kräftig beim Gepäck mit anpacken. Er verriet auch den weiteren Verlauf der Tour. Während bis Dorsten noch maximal 15 Fahrer pro Gruppe fahren sollten, sollten für die letzten Kilometer innerhalb Düsseldorfs dann alle gemeinsam in „einem großen Pulk“ fahren. Das endgültige Ziel war der Johannes-Rau-Platz, nur wenige Meter vom Landtag entfernt. Dort angekommen fand dann ein Fest mit Live-Musik statt. Doch der Weg dorthin war hart.

Die gefahrene Strecke von Oslo bis Düsseldorf beträgt rund 1300 Kilometer. Die anspruchsvollen Fahrer fuhren dabei teilweise Bergetappen bis zu 240 Kilometer am Tag. Allerdings gab es auch die abgespeckte Variante „GBI-light“, bei der die Fahrer erst ab Osnabrück dazu stießen. „Wir nehmen jeden mit“, lautete das Motto der Initiative. 23 bis 67 Jahre betrug die Altersspanne bei den Fahrern. „Wir sind hier so viele Nationen. Das macht es aus!“, verriet Ingo Schneider. „Wir haben hier in der Halle sogar einen Gebetsraum für die muslimischen Fahrer eingerichtet.“ Außerdem hob der Tourleiter die angenehme Arbeit mit den Dorstenern hervor. Die Dorstener Gastfreundschaft genossen die Global Bikers allerdings nur bis zum nächsten Morgen, denn schon um 7.30 Uhr traten die Fahrer auch wieder in die Pedale und fuhren die letzten Kilometer bis zum Ziel.

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