Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige
Anzeige

Voodoo-Prozess am Langericht Bochum

Voodoo-Opfer schildert das blutige Ritual

Dorsten/Bochum Der „Voodoo-Prozess“ am Landgericht Bochum fördert weitere Details zutage. Jetzt reden nämlich die ersten mutmaßlichen Opfer im Prozess um Menschenhandel, Zwangsprostitution und Ausbeutung in Bordellen in Dorsten und Umgebung.

Voodoo-Opfer schildert das blutige Ritual

Das Foto "zeigt" die Angeklagten vor Prozessbeginn am Landgericht. Foto: Werner von Braunschweig

Am Mittwoch hat sich eine hochschwangere Ex-Prostituierte an ihre strapaziöse „Reise nach Europa“ erinnert. „Für mich war nur eins wichtig: Nigeria zu verlassen“, sagte die 34-jährige Nigerianerin den Richtern am Bochumer Landgericht. Nach eigenen Angaben war sie 2015 über ihren damaligen Lebensgefährten an einen Kontaktmann geraten, über den man sich erzählt habe, er könne Frauen in Europa ein besseres Leben plus einen Job vermitteln. Dass sie die Reise nach Europa letztlich 25.000 Euro kosten sollte, die über den späteren Job abbezahlt werden sollten, will die Nigerianerin komplett ausgeblendet haben. Von Arbeit in Form von Prostitution sei aber nie die Rede gewesen.

Blutendes Huhn überm Kopf

An das berüchtigte Juju-Ritual, das sie kurz vor der Ausreise durchgemacht habe, erinnerte sich die Zeugin noch wie gestern. Ein Juju-Priester habe vor ihren Augen eine Nuss aufgebrochen. Sie habe die Nuss mit dem Mund aufheben und essen müssen. Währenddessen habe der Voodoo-Mann über ihr ein Huhn getötet und mit dem Blut ihren Kopf bespritzt. Ziel des Juju-Schwurs sei es gewesen, sie davon abzuhalten, irgendwann ohne Bezahlung der Schleuserkosten abzuhauen. Bei Verstößen hätte gedroht, „entweder verrückt zu werden oder sogar zu sterben“.

Erschütternde Details im Voodoo-Prozess

„Er sagte, ich würde sterben, wenn ich nicht gehorche“

Castrop-Rauxel/Selm/Dorsten Verzweifelt, verflucht und zum Gehorchen verdammt: Mit schweren Vorwürfen und erschütternden Details vonseiten eines mutmaßlichen Opfers ist am Dienstag in Bochum der Prozess um Menschenhandel, Zwangsprostitution und Ausbeutung in Bordellen in Castrop-Rauxel und Umgebung fortgesetzt worden.mehr...

Die Schleusung nach Europa schilderte die Ex-Prostituierte als Strapaze. Sie sei mit Bussen durch die Wüste gefahren worden, habe nachts zu Fuß Grenzen überschritten. Endlich angekommen auf einem völlig überfüllten Flüchtlingsboot, habe dieses dann auch plötzlich über dem Mittelmeer ein Leck gehabt. Die sechs, teilweise geständigen Angeklagten sollen zwischen 2015 und 2017 mehr als zehn Frauen aus Nigeria eingeschleust und gegen ihren Willen an Bordelle, darunter auch ein Rotlicht-Club in Castrop-Rauxel, vermittelt haben.

WhatsApp-Nachrichten für Castrop-Rauxel

Kostenloser Service der Ruhr Nachrichten

Castrop-Rauxel Zehntausende Menschen in Castrop-Rauxel nutzen WhatsApp. In der beliebten App gibt es jetzt auch die Nachrichten der Ruhr Nachrichten: täglich das Wichtigste der Europastadt. Hier können Sie sich für den kostenlosen Service anmelden.mehr...

Ermittler sagt bei Voodoo-Prozess aus

Kommissar erzählt von kurioser Befragung der Prostituierten

Castrop-Rauxel/Selm/Dorsten Im Prozess um Menschenhandel und Ausbeutung in Bordellen in Castrop-Rauxel und Umgebung hat ein Kriminalbeamter als Zeuge enthüllt, wie sehr eine von ihm befragte Prostituierte unter dem Einfluss eines Voodoo-Rituals gestanden hat. „Sie wollte reden, konnte aber nicht.“mehr...

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Feuerwehr-Einsatz

Aufmerksame Nachbarn in der Altstadt alarmieren die Feuerwehr

Dorsten Weil Essen angebrannt war, ging am Dienstag (19.6.) ein Rauchmelder an. In der Wohnung in der Essener Straße war niemand zu Hause. Nachbarn alarmierten die Feuerwehr.mehr...

Day of Song

Das große Singen

Dorsten Die heiße Phase hat begonnen: Noch eineinhalb Wochen, dann singen beim „Day of Song“ wieder alle gemeinsam. Die Leitung kommt vom Hubsteiger.mehr...

Tödliche Kindesmisshandlung

33-jähriger Olfener geht ins Gefängnis

Münster/Wulfen Der 33-jährige Olfener, der einen dreijährigen Wulfener so schwer misshandelte, dass er an den Folgen schwerster Kopfverletzungen starb, muss für siebeneinhalb Jahre in Haft.mehr...

Familienbildungsstätte Hervest

Neues Konzept: Paul-Gerhardt-Haus ist gerettet

Dorsten Das Paul-Gerhardt-Haus wird nicht geschlossen. Die ev. Familienbildungsstätte im Ortsteil Hervest soll in abgespeckter Form weitergeführt werden - mindestens noch zehn Jahre.mehr...

Erstes Seifenkistenrennen in Dorsten vor 50 Jahren

Die tollkühnen Rennfahrer in ihren rollenden Kisten

Dorsten Vor 50 Jahren startete das erste und einzige Dorstener Seifenkistenrennen. Es gab einen würdigen Sieger und einen Zwischenfall beim Prominentenlauf, über den Norbert Holz noch heute schmunzelt.mehr...

Barrierefreier Garten in Lembeck eröffnet

Die Bio-Station ohne Hindernisse besichtigen

Lembeck Mit einem Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen den Wald zu erkunden, ist nicht so einfach. Deshalb unterstützt das NRW-Umweltministerium das Projekt „Wegbar“ – auch in Lembeck.mehr...