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Wunsch des Betriebsausschusses

Vor der Spielplatzschließung steht der Dialog mit Eltern

SCHERMBECK Bevor Spielplätze in Schermbeck geschlossen werden, sollen Eltern und Anwohner mit ins Boot geholt werden. Das war einer der wesentlichen Wünsche der Politiker im Betriebsausschuss.

Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, den Spielplatz Fontanestraße aufzugeben, die vorhandenen Spielgeräte auf drei andere Plätze zu verteilen. Ohne ein Gesamtkonzept und den Konsens mit den Eltern, darin waren sich die Politiker einig, wolle man solche Entscheidungen nicht treffen. „Ein Abschaffen vom grünen Tisch käme für uns nicht in Frage“, so Egon Unterberg (USWG). Am weitesten geht die FDP: Sie will laut Fraktionssprecher Thomas Heiske für den Erhalt jedes einzelnen Spielplatzes kämpfen. Das Einsparpotenzial liege bei höchstens 4000 Euro im Jahr, so Ausschussmitglied Michael Lüders. Bestritten wurde diese Zahl von der Verwaltung: Die Personalkosten seien da noch nicht eingerechnet.

Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter versprach, dass die Verwaltung den Gesamt-Aufwand berechnen werde. Ganz so kategorisch wie die FDP diskutierte des Rest des Ausschusses nicht. Hohe Einigkeit bestand darüber, dass bei stillgelegten Spielplätzen die Grundstücke nicht überbaut oder verkauft werden sollten. Engelbert Bikowski (CDU) schlug vor, dort, wo die Anwohner ein höheres Alter erreicht haben, etwa Boule-Anlagen einzurichten. „Wenn sich die Struktur ändert, könnte man die Fläche wieder als Spielplatz nutzen.“ Ähnlich sah es Doris Schiewer (SPD): „Man könnte dort Rasen säen und eine Bank hinstellen. Vielleicht gibt es Anwohner, die sogar bereit sind, das zu pflegen?“

Egon Unterberg erinnerte daran, dass die meisten Spielplätze seinerzeit aufgrund rechtlicher Vorgaben errichtet wurden. „Daran hat sich nichts geändert.“ Die Gemeinde könne gewisse Standards aber auch nicht ewig hochhalten: „Ich meine nicht, dass jeder seinen Spielplatz vor der Haustür haben muss.“ Zwei Mütter machten bei der Einwohnerfragestunde ihrem Ärger über den Zustand der vorhandenen Spielplätze Luft. Eine übergab 270 Unterschriften gegen die angedachten Schließungen. Wichtiger als Spielgeräte, so eine Mutter, seien Wiesen, auf denen man Ball spielen, Büsche, in denen man sich verstecken könne, und Bäume, die Schatten spenden. Grüter machte einen Termin mit beiden aus, um über weitere Vorschläge – etwa einen Spielplatz-Plan – zu sprechen.

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