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Anwohner beklagt sich über Lärm und Dreck

Dorstener Altstadtfest

Altstadtfest – das finden auch die meisten Anwohner toll. Nicht aber den Lärm und Unrat, den die Feierwütigen nach Erzählungen von betroffenen Ohren- und Augenzeugen noch nach dem offiziellen Veranstaltungsschluss an den Festtagen am und rund um den Marktplatz verbreitet haben.

Dorsten

von Anke Klapsing-Reich

, 04.06.2018
Anwohner beklagt sich über Lärm und Dreck

Viele Menschen, wie hier am Festsamstag, feierten beim Altstadtfest auf dem Marktplatz friedlich und fröhlich mit. Doch leider fand manch Besucher – vor allem in der Nacht zu Samstag – kein Ende. © Ralf Pieper

„Das hier ist ein Wohngebiet, in dem Senioren und Familien mit kleinen Kindern leben. Die haben auch ein Anrecht auf ihre Nachtruhe“, brachte ein Innenstadtbewohner in unserer Redaktion seine Beschwerde vor. Was kann man machen?

„Da müssen Sie Polizei und Ordnungsamt fragen“, antwortete Organisator und Mit-Veranstaltung Thomas Hein (Interevent) auf unsere Anfrage. Er habe alle Auflagen erfüllt: „Musik und Ausschank waren zu den verabredeten Zeiten beendet. Anschließend haben wir selber aufgeräumt, gefegt und den Müll beseitigt“, hat Thomas Hein selber jeden Abend mit angepackt.

7000 Euro für Security

Rund 7000 Euro gebe er für die Security aus. „Mehr können wir nicht tun. Alles weitere ist nicht mehr unsere Aufgabe.“ Im Übrigen sei er froh, dass in diesem Jahr die Wall- und Grabenanlagen anders als in den Jahren zuvor von Verwüstungen verschont geblieben seien. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass diesmal keine Veranstaltung für junge Leute auf dem Platz der Deutschen Einheit stattfand. Thomas Heins Gesamtbilanz: „So ein ruhiges Altstadtfest hatten wir noch nie.“

Neuer Ordnungsdienst

Ludger Böhne aus der Pressestelle der Stadt verwies auf unsere Nachfrage hin auf den neuen Kommunalen Ordnungsdienst, der am 1. Juni 2018 seine Arbeit aufgenommen habe: „Der wird größere Ereignisse wie das Altstadtfest in Zukunft angemessen und im Rahmen seiner Möglichkeiten begleiten. Hierzu soll es – wie zum Beispiel am 1. Mai auf Maria Lindenhof – auch Absprachen mit der Polizei geben.“

Gleichwohl bleibe es aber faktisch unmöglich, jegliches Fehlverhalten am Rande solcher von der Öffentlichkeit gewünschter Veranstaltungen durch Patrouillen und Kontrollen zu unterbinden, meint Böhne.

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