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Gerüchte erschüttern das Sicherheitsgefühl der Dorstener

Dorsten ist eine sichere Stadt

Viele Bürger in Dorsten fühlen sich unsicher. Gefühlte Unsicherheit in einer Stadt wie Dorsten ist der Polizei unerklärlich. Sie sagt: Dorsten ist im Vergleich zu anderen Städten des Kreises eine sichere Stadt.

Dorsten

von Claudia Engel

, 04.06.2018
Gerüchte erschüttern das Sicherheitsgefühl der Dorstener

Dorstener schreiben auf Facebook, dass sie auf der Hochstadenbrücke ängstliche Momente erlebt hätten, weil sie dort angeblich von Fremden angepöbelt worden sind. Die Polizei sagt: Es gibt keine Anzeigen, die dies belegen. © Foto: Claudia Engel

m Hauptausschuss vergangene Woche Mittwoch im Rathaus packten einige Politiker aus: „Viele Menschen, die mich ansprechen, beklagen, dass die Kriminalität in Dorsten steige und die Polizei zu wenig präsent sei“, sagte CDU-Fraktionschef Bernd-Josef Schwane stellvertretend für andere und berichtete von der „gefühlten“ Wahrnehmung der Bürger, dass die Sicherheit der Dorstener gefährdet ist.

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Dass die Dorstener aber keinen Grund zur Sorge haben müssen, machte die Dienstleiterin der Polizeiinspektion Ost, Jeannette Sostmann, deutlich, die für den für Dorsten eigentlich zuständigen Polizeichef Arno Langangke eingesprungen war.

Auf Einladung der Verwaltung präsentierte sie die aktuelle Kriminalitätsstatistik (wir berichteten), die von den Politikern eifrig nachgefragt und kommentiert wurde. Insbesondere wollten sie wissen, wie Dorsten im Vergleich mit anderen Städten abschließt. Darüber gab das mitgebrachte Zahlenmaterial der Polizeichefin keine Auskunft, wenngleich sie betonte: „Dorsten steht im Vergleich mit den Nachbarstädten des Kreises Recklinghausen gut da.“

Gesamtkriminalität gesunken

Denn die Gesamtkriminalität sei im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesunken. Auffällig zugenommen habe kreisweit die Zahl der Fälle, bei denen Gewalt gegen Polizisten ausgeübt worden ist. Die Respektlosigkeiten gegenüber den Ordnungshütern wurden von den Politikern scharf verurteilt: „Die Verrohung mancher Menschen ist besorgniserregend“, sagte Tristan Zielinksi (FDP). Jeannette Sostmann meinte, dass „immer Strafanzeige gestellt worden ist, wenn unsere Leute angegangen wurden“. Erfreulicherweise hätten die Gerichte in diesen Fällen „sehr konsequent gehandelt“. Ausländerkriminalität, die in der Bevölkerung besonders sensibel registriert wird, gibt es in Dorsten nicht im herausragenden Maß.

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1500 Migranten sind in Dorsten seit 2015 dazu gekommen, „aber es ist nicht so, dass die Menschen kommen, um hier etwas Böses anzustellen“, sagte Sostmann. Bürgermeister Tobias Stockhoff ergänzte: „Wir erkundigen uns regelmäßig, insbesondere dann, wenn bei Facebook kommentiert wird: „Das waren mal wieder Ausländer, die jemanden bedroht haben“. Er brachte das Beispiel von der Hochstadenbrücke ins Spiel. „Bürger kritisieren, dass sie hier von Ausländern angegangen werden.“ „Wir haben dann bei der Polizei nachgefragt, ob Anzeige erstattet worden ist, aber das ist nicht der Fall gewesen“, sagte Stockhoff und entkräftete damit die in den sozialen Medien geführte Diskussion um angebliche „Anmache“. Stockhoff sagte aber auch, dass Bürger Straftaten konsequent bei der Polizei anzeigen sollten: „Wenn etwas passiert, dann muss man das der Polizei melden, damit sie Gefahrenpunkte entschärfen kann.“

Viele Gerüchte kursieren

Es seien „viele Gerüchte unterwegs“, pflichtete Jeannette Sostmann dem Bürgermeister bei, „das schadet dem Sicherheitsgefühl der Menschen“. Die hätten in Dorsten aber keinen Grund zur Sorge: „Dorsten ist eine weitgehend sichere Stadt.“ www.DorstenerZeitung.de

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