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"Retourkutsche" oder "höflicher Hinweis"?

Wegen Rathaus-Foto: SPD und Stockhoff im Clinch

DORSTEN So langsam wächst die Kritik der Rhader SPD an Bürgermeister Tobias Stockhoff zu einer kleinen Polit-Fehde heran. Der Grund: Ein Foto des Rathauses, dessen Urheberrechte bei der Stadt liegen. Eben jenes Bild hatte die SPD auf ihrer Homepage verwendet - ohne zuvor um Erlaubnis zu fragen. Prompt erhielten die Genossen Post.

Wegen Rathaus-Foto: SPD und Stockhoff im Clinch

Dieses Foto hat die SPD Rhade auf ihrer Homepage verwendet - ohne die Stadt vorher um Genehmigung zu fragen. Wir haben sie natürlich.

So langsam wächst die Kritik der Rhader SPD an Bürgermeister Tobias Stockhoff zu einer kleinen Polit-Fehde heran. Während die SPD mutmaßt, dass Stockhoff durch eine "Hintertür" seinen "Unmut über hartnäckige Nachfragen" der Rhader SPD kundtut, betont der Bürgermeister: "Das kann ich definitiv ausschließen."  

Es begann mit der Aufforderung der Rhader SPD an Stockhoff, nach 100 Tagen im Amt doch endlich seinen Parteivorsitz aus Gründen der Neutralität abzugeben (wir berichteten). Und es geht jetzt um ein Foto, mit dem die Sozialdemokraten eben diese Forderung auf ihrer Internet-Seite garnieren.

zeigt das Dorstener Rathaus, ist mit dem Hinweis "Foto: Internetseite Stadt Dorsten" versehen, die Erlaubnis es zu verwenden, hat die SPD Rhade aber nicht eingeholt.

"Das Urheberrecht an diesem Foto steht allein der Stadt Dorsten zu", heißt es in dem Schreiben, das die Stadt den Rhader Genossen in der vergangenen Woche zugesandt hat. Und weiter: "Für die Zukunft bitten wir Sie, urheberrechtlich geschützte Fotos der Stadt nur nach vorheriger Rücksprache mit uns zu nutzen."

Die SPD Rhade bezeichnet den Hinweis der Stadt als "Retourkutsche": "Das Schreiben spricht für sich und charakterisiert den neuen Bürgermeister treffend, der noch nicht im Amt angekommen zu sein scheint", schreibt SPD-Pressebeauftragter Dirk Hartwich: "Wir scheinen einen wunden Punkt bei ihm getroffen zu haben."

Diese Sichtweise kann Tobias Stockhoff überhaupt nicht teilen. Nach seinen Worten hat das Schreiben der städtischen Rechtsabteilung überhaupt nichts mit dem textlichen Inhalt der SPD-Internet-Seite zu tun. "Wir gehen nämlich seit ein paar Wochen auch anderen Hinweisen nach, dass geschützte Inhalte unserer Homepage ohne unsere Erlaubnis weiterverbreitet werden", so Stockhoff. Ausgangspunkt für diese Aktivitäten sei eine private Seite im Online-Netzwerk Facebook namens "Bürgermeister für Dorsten" gewesen, die sich ohne städtische Genehmigung mit dem Wappen der Stadt Dorsten bebildert und so einen quasi offiziellen Anstrich gab. "Seitdem schauen wir uns auch andere Seiten an", so Stockhoff. "Ohne Berechtigung darf man fremde Bilder nicht verwenden, das sollte jedem klar sein." Stockhoff erklärt, der Brief an die SPD sei "ja keine „Abmahnung gewesen", sondern nur ein "höflicher Hinweis". Die Stadt erlaube im Großen und Ganzen die Verwendung von städtischen Fotos: "Es gibt immer wieder Agenturen, die für Broschüren und Internet-Seiten Bilder von uns haben wollen. Damit haben wir normalerweise keine Probleme, wenn wir vorher gefragt werden und sie nicht einfach so heruntergeladen werden." Der neue Bürgermeister mutmaßt, dass Dirk Hartwich "mit mir als Person im Amt anscheinend nicht klar kommt". Das sieht der SPD-Mann anders: "Wir wollen uns nicht an ihm abarbeiten. Das schließt Kritik aber nicht aus."

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