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Wetterkapriolen beim Schafsmarkt

GAHLEN „Nach Regen folgt der Sonnenschein“, sagt der Volksmund. In Gahlen traf am Wochenende diese Redensart tatsächlich zu. Die vom Heimatverein Gahlen ausgerichtete Kirmes und der angebundene Schafsmarkt wurden zum Spielball des Wetters.

Wetterkapriolen beim Schafsmarkt

Auktionator Gerhard Becks (2.v.r.) gratulierte dem Ehepaar Arndt (2.v.l.) und Erni Kaußen (r.) zum ersteigerten Schaf. Becks übernahm wenig später auch die Versteigerung eines Kaninchens.

Wiederholte, zum Teil heftige Regenschauer sorgten am Samstag für einen kläglichen Besuch. Nur wenige Schaulustige nutzten die Gelegenheit, sich mit Enbergs Hubsteiger in luftige Höhe fahren zu lassen, um von oben einen Blick auf den Gahlener Ortskern zu bekommen.  Die auf dem Hof Haferkamp beheimateten Feldbahnfreunde warteten mit ihrer Draisine auf den ausgelegten Gleisen vor der Dorfmühle auch vergeblich auf einen Besucherandrang. Nur den Damen des Schützenvereins, die im Schießkeller ihr Pokalschießen veranstalteten, konnten die Regenschauer nichts anhaben.   Sonntag war es besser Sommerliches Wetter bescherte den Veranstaltern und Standbeschickern am Sonntag einen riesigen Andrang. Der Parkplatz Törkentreck wurde zum Magneten für Besucher aus Schermbeck und seinem weiten Umfeld. Die Kinder zog es zum Karussell, zum Auto-Scooter, zum Ponyreiten des Reitervereins Lippe-Bruch Gahlen und zu den Ständen der evangelischen Jugend, die mit ihren Spielen, mit einem Schminkstand, einem Trampolin und einem Bungee-Rennen lockte. Andreas Funke zeigte den Kindern an der rollenden Waldschule des Hegerings Schermbeck die heimische Fauna von Wald und Feld. Rund um die Kartoffel Den Erwachsenen wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Die Landtechnikfreunde des Heimatvereins Gahlen informierten „rund um die Kartoffel“. Eine große Sortiermaschine mit Verleseband kam zum Einsatz. Vorgestellt wurde auch eine Kartoffelquetsche. Pellkartoffeln mit Dipp wurden zu kulinarischen Rennern. Aus ihrem großen Gerätepark brachte Gruppe vier „Schlüter“-Schlepper aus vier Jahrzehnten mit.  Die Treckerfreunde Hünxe fuhren mit etwa 20 Traktoren nach Gahlen und setzten ihre vor einem Jahr erworbene Feldküche ein, die sie aus Restbeständen der Nationalen Volksarmee erwarben. Zwei neue Arbeitsgruppen des Heimatvereins stellten ihre Arbeiten vor. Lore Höchst und Marianne Roth demonstrierten den Weg „Vom Schaf zum Garn“. Blaudruck-Gruppe Die sechsköpfige Blaudruck-Gruppe um Edith Kohtz steht zwar noch in den Anfängen, aber die gestalteten Deckchen konnten sich schon sehen lassen. An jedem zweiten Montag im Monat trifft sich die Gruppe. Wer mitmachen will, kann sich bei Edith Kohtz (Tel. 02853/954980) melden. An „Irmels Bastelstübchen“ wurden auch T-Shirts mit Traktor-Motiven angeboten. Hugo Oostendorp aus Haldern sägte mit der Motorsäge aus Eichenstämmen putzige Wichtel heraus. Höhepunkt des zweitägigen Festes war am Sonntagnachmittag die traditionelle Versteigerung eines Schafes. Versteigerung eines Schafes Mit flotten Sprüchen und gezielten, bisweilen recht kessen Ansprachen einzelner Besucher verstand es Gerhard Becks, den Besuchern die Euros nur so aus der Tasche zu locken. Bei 305 Euro erhielten Erni und Arndt Kaußen den Zuschlag. An der westlichen Kirchstraße wird Schaf „Hugo“ bereits in dieser Woche als Rasenmäher eingesetzt.  Das Vororchester des Jugendblasorchesters Drevenack war erstmals zu Gast beim Schafsmarkt. Unter Leitung des Dirigenten Andreas Kamps präsentierten mehr als 40 Nachwuchsmusiker einen bunten musikalischen Querschnitt.

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