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Wohlwollende Worte und brutale Beschlüsse

Wohlwollende Worte und brutale Beschlüsse

Die Stadtbibliothek wird geschlossen. Ebenso das Freizeitbad Atlantis und die Musikschule. Das Kulturprogramm der Stadt wird auf "Null" zurückgefahren. Und im Rathaus stehen betriebsbedingte Kündigungen an.

Das sind Horror-Schlagzeilen, die hoffentlich niemals wahr werden. Denn selbst wenn die Stadt Dorsten sämtliche Register zöge, käme sie aus dem Schuldenloch nicht heraus. Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen jedes Jahr um Millionen. So etwas nennt man auch Vergeblichkeitsfalle.

Dass dieses Finanzfiasko nicht hausgemacht ist, weder in Dorsten, noch in den Nachbarstädten der Emscher-Lippe-Region, sollte sich eigentlich herumgesprochen haben. Denn immer, wenn einflussreiche Landes- und Bundespolitiker an der Lippe Station machen, lässt die Stadtspitze die Gelegenheit nicht aus, ihnen das Problem zu erklären.

Schnell vergessen

Die Reaktion ist fast immer die Gleiche: Die Gäste gucken höchst verständnisvoll, versprechen meist auch, alles in ihren Kräften stehende für Dorsten zu tun und verabschieden sich wieder. Schon an der Stadtgrenze haben sie ihre Zusagen offenbar vergessen.

Denn wenn es in Düsseldorf oder Berlin zum Schwur kommt, passiert Wundersames: Statt finanziellen Erleichterungen müssen die notleidenden Städte neue Belastungen schultern. Briefe werden nicht beantwortet, sämtliche SOS-Signale ignoriert. Stattdessen aber Sprüche überliefert wie: "Ob Dorstens Bürgermeister sich beschwert oder in China ein Sack Reis umfällt - was kümmert's mich?"

Werte Entscheidungsträger! Bevor ihr am nächsten Beschluss bastelt oder eine Reise nach Dorsten plant, beantwortet eine Frage: Welchen Feiertag hatten wir gerade? Allerscheinheiligen?

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