Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

"Olle Schuer"

Wohnräume wie vor 100 Jahren gestaltet

Gahlen Die Winterzeit hat der Heimatverein Gahlen genutzt, um Veränderungen an der Museumsscheune in der Bruchstraße vorzunehmen. Das Ziel bestand darin, im westlichen Teil des Gebäudes einzelne Räume zu schaffen und diese wie vor etwa einem Jahrhundert auszustatten.

Wohnräume wie vor 100 Jahren gestaltet

Der gelernte Maler und Lackierer Hermann Heiligenpahl benutzte für den Anstrich des Wohnzimmers eine Musterwalze, mit deren Hilfe vor einem halben Jahrhundert fast ausschließlich die Wohnräume einen neuen Anstrich erhielten.

Die zum Heimatverein gehörenden Landtechnikfreunde erledigten in monatelanger Arbeit die Maurerarbeiten. Anschließend war auch die Rentnergruppe des Vereins gefragt. Die Ehrenamtler halfen, den 77 Quadratmeter großen Raum im Erdgeschoss räumlich zu unterteilen und eine ähnliche Unterteilung im gleichgroßen Obergeschoss vorzunehmen. Beide Flächen wurden durch eine hölzerne Treppe verbunden.

Am Ausbau der Räume beteiligten sich in den letzten Wochen Wolfgang Jörgens, Herbert Gülker, Horst Henkel, Hermann Heiligenpahl, Günther Lachmann, Jürgen Höchst, Rainer Zeppen, Willi Hartwig und Dieter Schlieper sowie – was die Rentnergruppe besonders freut - auch die drei Schüler Patrick Jansen, Tom Wischerhoff und Samuel Hilbricht. Während im Erdgeschoss ein Aufenthaltsraum für die Landtechnikfreunde sowie ein Raum für die Bewirtung von Besuchern entstehen, werden im Obergeschoss künftig ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer und eine Küche vom langen Flur aus besichtigt werden können. Zusätzlich entsteht ein Abstellraum. Im Schlafzimmer und in der Küche an der Nordseite des langen Flures stehen schon einige Einrichtungsgegenstände.

Von der Pike auf gelernt

Am Samstag wurden im Wohnzimmer die Wände gestrichen und ein brauner Teppichboden verlegt. Fachliche Unterstützung gab es von Hermann Heiligenpahl. Der 68-jährige Gahlener hat 1963 bis 1966 beim Gahlener Malermeister Fritz Höpken eine Lehre als Maler und Lackierer absolviert und ab 1968 beim Gahlener Maler- und Fußbodenleger Heinzfried Walbrodt gelernt, wie man Teppichböden verlegt. Die Art und Weise, wie man damals die Wände anstrich, statt sie zu tapezieren, konnte Hermann Heiligenpahl jetzt gut anwenden.

In einem ersten Schritt wurden die Spanplatten an der Wand grundiert und mit waschfester Binderfarbe gestrichen. Mit einer Musterwalze übertrug Hermann Heiligenpahl ein braunes Blumenmotiv auf die weiße Wand. Bis zum Tennenfest im Sommer sollen alle neuen Museumsräume fertig und eingerichtet sein. Dabei kann vieles von dem verwendet werden, was bislang schon im alten Teil der Scheune gesammelt wurde. Dieser alte Teil kann auch künftig von den Museumsbesuchern ebenso besichtigt werden wie die Klumpenkammer im Erdgeschoss, wo Besucher miterleben können, wie aus Pappelholz verschiedene Holzschuhtypen gefräst werden. 

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Schüleraustausch

Frischer Wind für Gasteltern aus Schermbeck

SCHERMBECK Das Ehepaar Große Brinkhaus aus Schermbeck vermittelt einen internationalen Schüleraustausch. Für die Jugendlichen ist es eine tief greifende Kulturerfahrung, die sie mit ihren Gastfamilien meistern. Wir haben mit einigen von ihnen gesprochen.mehr...

Fest am 27. August

Erntegruppe wird 25 Jahre alt

Schermbeck 25-jähriges Bestehen feiert die Erntegruppe Weselerwald am 27. August auf dem Weizenfeld "An der Windmühle 8“ nahe dem Haus der Familie Beloch.mehr...

Integrai.de-Projekt

"Es fehlt an Brückenbauern"

Schermbeck Etwa 20 Flüchtlinge konnten die ehrenamtlichen Schermbecker Job Coaches des Programms "Integrai.de" bislang in Arbeit bringen. Berthold Fehmer sprach mit Jana Magdanz und ihrem Mann Paul Drewes-Magdanz, die das Projekt in Schermbeck vorangetrieben haben.mehr...

Vortrag von Justus Frantz

Hilfe für Sierra Leone geplant

Schermbeck/Raesfeld Erschüttert ist Gudrun Gerwien, Chefin der Gagu-Zwergenhilfe, derzeit über die Katastrophe in Freetown, der Hauptstadt Sierra Leones, unweit des von der Gagu-Zwergenhilfe betriebenen "Home of Hope". "Wir hören dort von mindestens 600 Toten, Leichen werden übereinandergestapelt, 20 000 Menschen sind obdachlos."mehr...