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Problematischer Park-Such-Verkehr

Zehn neue Schilder auf einem Parkplatz

Dorsten Von "Verkehrs-Chaos" mag Georg-Karl Lann nicht sprechen. Er beschreibt das, was sich alltäglich auf dem Parkplatz zwischen Rathaus, Berufskolleg und Ärztezentrum abspielt, als "problematischen Park-Such-Verkehr". Und den versucht die Stadt jetzt mit einer Flut an Schildern zu regeln.

Zehn neue Schilder auf einem Parkplatz

Georg-Karl Lann im Schilderwald. Zehn neue Verkehrszeichen hat die Stadtverwaltung in dieser Woche am Parkplatz an der Halterner Straße aufstellen lassen. Und weil das nicht reicht, wurden auch noch ein paar Fahrbahnmarkierungen aufgebracht.

Georg-Karl Lann steht in der Einfahrt zum Parkplatz an der Halterner Straße und ist umzingelt - von Wegweisern. Geradeaus fahren ist erlaubt, links abbiegen nicht. Der begehrte Parkplatz ist eine Einbahnstraße, ein großer Kreisverkehr. "Anders ging es nicht mehr", sagt der Verkehrsplaner. "Hier wurde doch überall geparkt, wo es nicht ausdrücklich verboten war."

Zu wenige Parkplätze

Lann nennt es "hoch rücksichtslos", wie sich manche Autofahrer verhalten haben. Weil sie ihr Fahrzeug in Zufahrten oder an Baumscheiben abgestellt haben. Weil es ihnen völlig egal war, wenn andere Autofahrer nicht mehr aus der Parklücke kamen. Und weil sie auf der hektischen Suche nach einem Stellplatz "kreuz und quer" unterwegs waren. "Ein Wahnsinn", sagt Georg-Karl Lann.

Das eigentliche Problem: Es gibt zu wenige Parkplätze. 180 sind es mit denen vor dem Rathaus, aber die reichen vorne und hinten nicht. Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Patienten des Ärztezentrums, Schüler und Lehrer des Berufskollegs - sie drängeln sich allmorgendlich um die wenigen Lücken. Dann wird es eng - und manchmal auch gefährlich.

Gespräch mit dem Kolleg

Zehn neue Schilder sind deshalb Mitte der Woche auf überschaubarer Fläche aufgestellt worden. Auch bei den weißen Markierungen wurde nicht gespart. Außerdem wurde die Verkehrsführung geändert. Das regelt vielleicht das "Chaos", bringt aber keinen Parkplatz mehr. "Wir haben vor den Herbstferien mit dem Berufskolleg Kontakt aufgenommen und auf Alternativen hingewiesen", sagt der Verkehrsplaner. "Denn die gibt es ja am alten Güterbahnhof." Doch der Weg vom Holzplatz ist vielen wohl zu weit, vermutet Lann, erst recht, wenn sie morgens auf den letzten Drücker kommen.

Die Nagelprobe für das neue Verkehrskonzept folgt in der nächsten Woche, wenn der Unterricht am Berufskolleg beginnt. Am Donnerstag fuhren einige Autofahrer wie gewohnt entgegen der neuen Einbahnstraße, einer parkte hemmlungslos auf der weißen Markierung. Der Verkehrsplaner verdrehte nur die Augen. "Das sind die üblichen Anfangsprobleme", sagte er.

Die Politessen, die künftig sicherlich öfter vorbeischauen, werden wohl nicht so gnädig sein.

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