Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Zentraler Ort der Ruhe

Schermbeck "Die Wellen zeigen die Wechselhaftigkeit des Lebens". Steinmetz Ralf Pohlmann beschreibt einen Teil des von ihm entworfenen Denkmals auf dem evangelischen Friedhof in Schermbeck.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Mitglieder des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde Schermbeck einen Wettbewerb ausgeschrieben. Gesucht wurde ein kunstwerklich gestaltetes Objekt, das an einem zentralen Platz errichtet wird. Hintergrund für diese Maßnahme ist die Umstrukturierung auf dem Friedhof.

Einige Familien, die Grabstätten besitzen, haben diese abgegeben, zudem läuft bei einigen Gräbern auch die Ruhezeit von 25 Jahren aus. So kam die Idee auf, einen zentralen Platz zu schaffen, an dem Angehörige, die von oben genannten Fällen betroffen sind, ihren verstorbenen Freunden oder Familien-Mitgliedern gedenken können. Mit dem Kunstwerk soll an die Verstorbenen erinnert werden, deren Grabstellen aufgegeben werden mussten.

Zahlreiche Unternehmen wurden daraufhin angeschrieben, aus letztlich drei Entwürfen wurde die Skizze von Ralf Pohlmann ausgewählt, der bei der Dorstener Firma Krüskemper beschäftigt ist. "Ich hatte zu Beginn zehn bis 15 Ideen. Einige davon waren sehr aufwendig, fast schon verrückt", erinnert sich Pohlmann an den Beginn seiner "Schaffens-Periode". Im Laufe der Zeit strich er zahlreiche Elemente aus seinen Entwürfen. "Es wurde immer einfacher, gradliniger", so der Dorstener. Am Ende reduzierte Pohlmann seine Idee auf einige Platten und zwei Steinsäulen, die in Wellenform Richtung Himmel ragen. "Es sollte ein Ort der Ruhe, fast schon der Meditation werden. Ich denke, dass das auch gelungen ist", freut sich der 53-jährige Steinmetz.

Die Inschriften in den Steinen waren vorgegeben, Auf den beiden Säulen ist ein Psalm eingraviert, auf der zentralen Platte ist zu lesen: "Dem Gedenken an die, deren Gräber wir nicht besuchen können."

Auch Gerd Graaf ist mit der Umsetzung der Idee zufrieden: "Bei Bedarf können die Besucher hier auch Blumen, Kränze oder Kerzen abstellen", erklärt der Vorsitzende des Friedhofsausschusses.

Am Totensonntag (25.11.) wird das Denkmal im Anschluss an eine Trauerfeier der Gemeinde vorgestellt. DM

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Messerattacke auf dem Hof der Pestalozzi-Schule

Versuchter Mord: Ex-Freundin des Täters will Revision einlegen

Dorsten/Essen Der beinahe tödliche Angriff auf dem Schulhof der Pestalozzi-Schule wird demnächst auch den Bundesgerichtshof beschäftigen.mehr...

Virus D in Mission für den Bergbau aktiv

Neue Hymne an die Kumpel

Dorsten Sie waren schon oft in Mission für den Bergbau aktiv – jetzt dürfen die Deutsch-Rocker von „Virus D“ am 1. Mai zur Eröffnung der Ruhrfestspiele auftreten.mehr...

Prozess am Dorstener Amtsgericht

Drei Männer sollen Obdachlose geschlagen haben

Dorsten Drei Männer sollen bei einem Trinkgelage auf eine obdachlose Frau losgegangen sein. Seit Mittwoch (25.4.) müssen sich die drei vor dem Dorstener Amtsgericht verantworten.mehr...

Westnetz löst Irritationen über „Kunstflüge“ auf

Darum fliegt häufig ein weißer Hubschrauber über Dorsten

Dorsten Ein weißer Hubschrauber, dessen Pilot gewagte Manöver fliegt? Was eine Leserin aus dem Stadtsfeld am Mittwoch der Redaktion schilderte und immer wieder auch zu Fragen bei Facebook führte, hat einen simplen Grund.mehr...

St.-Elisabeth-Krankenhaus profitiert von Halterner Schließung

Geburtshilfe wird in Dorsten zentralisiert

Dorsten/Haltern Die Geburtshilfe im Halterner St.-Sixtus-Hospital wird zum 30. Juni geschlossen. Davon profitiert das Dorstener St.-Elisabeth-Krankenhaus, denn die Geburtshilfe wird in Dorsten zentralisiert. Das hat der Aufsichtsrat der KKRN GmbH am Dienstag (24.4.) beschlossen.mehr...

Stadt-Park soll keine Müllhalde werden

Nach dem Picknick Hinterlassenschaften wieder mitnehmen

Dorsten Die Stadt appelliert: Die Gäste des Stadt-Parks sollen ihren Picknick-Müll wieder mitnehmen. Auch wenn der Park ab sofort montags gesäubert wird.mehr...