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Massive Gegen-Proteste

13 verletzte Polizisten bei Neonazi-Demos in City und Nordstadt

DORTMUND Mit Blockaden konnten mindestens 300 Demonstranten am Samstag eine Nazi-Kundgebung in der City massiv stören. Dabei verletzten Linksautonome 13 Beamte mit einer Chemikalie im Gesicht. Die Neonazis beendeten ihre erste Demo überraschend schnell - um dann in die Nordstadt zu ziehen. Ein Überblick vom Tag.

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Beim Warten auf die U-Bahn nach der Kundgebung schütteten die Nordstadt-Bewohner Hohn und Spott über den Neonazis aus.

Rund 100 Gegen-Demonstranten haben sich schützend vor der besetzten Kirche versammelt. Eine Polizeikette trennt sie von den Neonazis auf der Oestermärsch.

Die Polizei drängt die Spontankundgebung der Neonazis vor der besetzten Kirche in der Nordstadt zurück.

Die Neonazi-Demo an der Kampstraße wurde knapp 90 Minuten vor dem geplanten Ende beendet. Gegendemonstranten hatten die Neonazis eingekesselt.

Eingekesselt zwischen der Baustelle am Petrikirchhof und den Gegendemonstranten an der Kampstraße halten die Neonazis ihre Kundgebung ab.

Die Neonazis halten ihre Kundgebung am Durchgang zwischen Kampstraße und Westenhellweg ab.

Die Polizei riegelt die Katharinenstraße ab.

Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.

Archivbild vom Christopher Street Day am 28. August 2010: Auch hier gilt: lieber bunt statt braun. Die Partygäste protestieren Samstag gegen Neonazis.

  • Blockaden von 300 Neonazi-Gegnern auf der Katharinenstraße und Schmiedingstraße waren erfolgreich
  • Frist zur Blockaderäumung verstrich ohne Konsequenzen
  • Kurzfristig gab es dritte Blockade von Antifa-BVB-Fans an der Kampstraße
  • Neonazis versuchten, zu Blockade durchzubrechen, Polizei verhinderte das
  • Für 15 Uhr geplante Neonazi-Demo verzögerte sich um fast eine Stunde
  • Neonazis mussten Kundgebung eingekesselt an der Kampstraße abhalten
  • Demo wurde nach nur Dreiviertelstunde beendet.
  • Zusammenstöße zwischen Polizei und Nazi-Gegnern bei Abreise
  • Demo von CSD-Teilnehmern mit 400 Teilnehmern am Fuße der Katharinentreppe
  • CSD an Reinoldikirche läuft ohne besondere Vorkommnisse
  • Neonazis ziehen vor besetzte Kirche in der Nordstadt
  • Polizisten mit unbekannter Chemikalie in Gesichtern verätzt

Die Blockade-Initiative "Blockado" wirft der Polizei vor, die am Samstagmorgen angemeldete Nazi-

Kundgebung am Abend in der Nordstadt "geheim" gehalten zu haben. In einer Abschlussmeldung informiert Einsatzleiter Dieter Keil über 13 Polizisten, die auf der Kampstraße von Linksautonomen mit einer unbekannten Chemikalie angegriffen und verletzt worden seien. Die Täter hätten die von der Polizei für friedlichen Protest ermöglichte Nähe zwischen Nazis und Gegendemonstranten ausgenutzt, um Straftaten auszuüben. Steinwürfe auf der Enscheder Straße gegen Polizisten hätten "schwerste Verletzungen" verursachen können. Die Steine seien aus der besetzten Albertus-Magnus-Kirche geworfen worden.

Blockierer sperren die Katharinenstraße gegen Nazis

Ein Blockade-Besucher kam aus Köln.
Blockade auf der Katharinenstraße.
Blockado machte die Katharinenstraße ab 13 innerhalb weniger Sekunden dicht. Eine Nazi-Kundgebung konnte dort deshalb nicht stattfinden.
Blockierer auf der Katharinenstraße.
Polizei in Blockierer auf der Katharinenstraße.
Blockierer auf der Katharinenstraße.
Polizei und Blockierer (im Hintergrund) auf der Katharinenstraße.
Bereitschaftspolizei auf der Katharinenstraße. Im Hintergrund Blockierer.
Bereitschaftspolizei auf der Katharinenstraße.
Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft protestierte gegen Nazis.
Polizisten auf der Katharinenstraße.
Polizisten auf der Katharinenstraße.
Polizisten auf der Katharinenstraße.
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.
Ein Hubsschrauber der Bundespolizei über der Innenstadt.
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.
Die BVB-Fans Sascha (links) und Andreas wollen, "das Dortmund schwarzgelb und nicht braun" ist.
Auch BVB-Fans nehmen an der Blockade teil.
Auch Jungsozialisten aus Erfstadt sind dem Blockade-Aufruf gefolgt.
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.
Auch BVB-Fans beteiligen sich an den Blockaden.
Die zweite Blockade steht / sitzt seit 13.35 Uhr in der Schmiedingstraße.
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund. Seit 13 Uhr ist der Platz von Antifaschisten besetzt.
Die Polizei ist vor Ort, aber mit deutlicher weniger Einsatzkräften als sonst (Stand: 14 Uhr).
Beginn der Blockade in der Schmiedingstraße.
Blockade Nummer 2 - in der Schmiedingstraße.

Nazis bei besetzter Kirche: Polizeieinsatz in der Nordstadt

Vermummte Hausbesetzer auf dem Dach der Kirche in der Enscheder Straße.
Auch das Blockade-Bündnis Blockado erklärte sich mit den Kirchen-Besetzern solidarisch.
"Besetzt": die Albertus-Magnus-Kirche in der Nordstadt im August 2014.
Zu den Feinden gehört auch die Polizei.
"Raum-Räuber": Transparten der Kirchen-Besetzer vor dem 2007 entweihten Gotteshaus.
Nazi-Gegner vor der Kirche in der Enscheder Straße.
Vermummte Kirchen-Besetzer auf dem Dach des 2007 entweihten Gotteshauses, das zurzeit leer steht. Die Besetzer wollen dort ein Stadtteilzentrum aufbauen.
Ein maskierter Kirchen-Besetzer auf dem Dach der besetzten Albertus-Magnus-Kirche in der Nordstadt.
Vermummte Kirchen-Besetzer in der Nordstadt.
Ein vermummter Hausbesetzer auf dem Dach der besetzten Kirche.
Polizisten auf der Ensscheder Straße.
Polizisten einer Einsatzhundertschaften stehen auf der Enscheder Straße. Zu ihren Füßen: Reste von zerschlagenen Steinen, mit denen sie beworfen worden sind.
Blockado-Blockierer sind nach dem Protest gegen Nazis in der Innenstadt in die Enscheder Straße gefahren, um auch hier gegen Rechtsextremisten auf die Straße zu begehen.
Antifaschisten besetzen die Treppe vor der Albertus-Magnus-Kirche, die 2007 entweiht wurde und leer steht.
Polizeieinsatz auf der Enscheder Straße.
Polizeieinsatz in der Enscheder Straße.
Polizeieinsatz auf der Enscheder Straße. In der Mitte sammeln Kriminalbeamte Steine ein, mit denen Polizisten beworfen worden sind.
Polizeieinsatz auf der Enscheder Straße.
Blick auf das Dach der besetzten Kirche.
Blick in die Enscheder Straße: Während Rechtsextremisten 100 Meter entfernt auf der Stahlwerkstraße eine Kundgebung halten, setzen sich Nazi-Gegner schützen auf die Treppe (hinten) der besetzten Albertus-Magnus-Kirche.
Ein maskierter Hausbesetzer auf dem Dach der besetzten Albertus-Magnus-Kirche.
"Nehmt euch die Häuser - Solidarität mit allen Freiräumen": Transparent, herab gelassen vom Dach der besetzten Kirche.
Eine schwarze Fahne weht von dem Kirchendach in der Enscheder Straße hinab.
Antifaschistische Initiativen erreichen die Enschedestraße, nur wenige Meter von einer Nazi-Kundgebung entfernt. Polizisten laufen entgegen und bilden eine Kette.
Antifaschistische Demonstranten auf der Treppe einer besetzten Kirche.

Nordstadt: Protest gegen Nazi-Kundgebung

Beine einer Nazi-Frau.
In dieser von DSW21 bereitgestellten Bahn fuhren die Nazis davon.
Die Polizeikette hinderte die Nazis daran, bis zur besetzten Kirche vorzudringen.
Polizisten hinderten die Neonazis daran, bis zu einer besetzten Kirche in der Enschedestraße vorzudringen.
Viele Nordstädter mit ausländischen Wurzeln waren auf die Straßen gegangen, um gegen Nazis zu protestieren.
Die Oestermärsch war während der Nazi-Kundgebung gesperrt. Über eine Stunde lang fuhren auch die Bahnen nicht.
Die Nazi-Kundgebung auf der Stahlwerkstraße / Ecke Oestermärsch.
Antifaschistische Initiativen erreichen die Enschedestraße, nur wenige Meter von einer Nazi-Kundgebung entfernt. Polizisten laufen entgegen und bilden eine Kette.
Antifaschistische Demonstranten auf der Treppe einer besetzten Kirche.
Einsatzbesprechung auf der Enschedestraße.
Hundertschaften der Polizei umstellten die Neonazis.
Kaum waren die Nazis in der Nordstadt, zog es viele Bürger auf die Straße - die meisten hatten ausländische Wurzeln.
Rede in der Oestermärsch in der Nordstadt. Die Neonazis forderten die Räumung einer Kirche, die besetzt worden ist und zu einem Stadtteilzentrum aufgebaut werden soll.
Nordstädter mit ausländischen Wurzeln protestierten lautstark gegen Nazis - sie ließen sich den Aufmarsch der Rechtsextremisten nicht wortlos gefallen.

Die Arbeit der Polizei an einem unruhigen Demo-Samstag

Polizisten umstellten die Nazi-Demonstration in der Stahlwerkstraße.
Polizisten hinderten die Neonazis daran, bis zu einer besetzten Kirche in der Enscheder Straße vorzudringen.
Antifaschistische Initiativen erreichen die Enschedestraße, nur wenige Meter von einer Nazi-Kundgebung entfernt. Polizisten laufen entgegen und bilden eine Kette.
Einsatzbesprechung auf der Enscheder Straße.
Ein Kamerawagen der Polizei hat sein Stativ ausgefahren (rechts im Bild): Filmende Beweissicherer auf den Enscheder Straße, wo Neonazis und Nordstadt-Bürger mit ausländischen Wurzeln aufeinander treffen.
Polizei in Blockierer auf der Katharinenstraße.
Polizisten auf der Kampstraße. Im Hintergrund Neonazis, denen strenge Auflagen für eine Kundgebung erteilt worden sind.
Bereitschaftspolizei auf der Katharinenstraße. Im Hintergrund Blockierer.
Bereitschaftspolizei auf der Katharinenstraße.
Polizisten auf der Katharinenstraße. Sie mussten Demonstranten zurück halten und Passanten ziehen lassen. Jedesmal neu unterscheiden.
Bereitschaftspolizei hält Neonazis auf der Kampstraße zurück.
Blockierer auf der Kampstraße. Polizisten wollten sie davon überzeugen, die Straße zu räumen. Als Bereitschaftspolizei vorrücken musste, drängten die 70 Neonazis nach vorn.
Polizisten vor der dritten Blockade des Tages. Zuvor hatten die Demonstranten noch Fußball gespielt.
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.
Einsatz auf der Kampstraße: Bereitschaftspolizei versucht, Demonstranten abzufangen.
Nazi-Gegner auf der Kampstraße in Dortmund.
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.
Neonazis während einer verlegten Standkundgebung auf der Kampstraße am Café Kleimann, dazwischen Polizei und rechts die Gegendemonstranten.
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.
Polizeieinsatz auf der Kampstraße. Im Hintergrund ein Transparent der Neonazis.
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.
Die Nazi-Kundgebung am Ende: Die Rechtsextremisten müssen darauf warten, dass die Polizei ihnen den Weg frei macht. Zuvor hatten die Neonazis der Polizei noch mit Konsequenzen nach einem "politischen Systemwechsel" gedroht.
Polizeieinsatz auf der Kampstraße.
Zwischen den Fronten: Polizisten trennen Nazi-Gegner von den Rechtsextremisten. Damit übernehmen sie eine Schutzfunktion für beide Seiten und ermöglichen das Recht aufs Demonstrieren.
Die Polizei will antifaschistische Gruppen (hinten) zurück drängen, um für die Nazis eine schmale Gasse zu bilden, damit sie abziehen können.
Zwischen den Fronten: Bereitschaftspolizei trennt Neonazis (vorn) und Nazi-Gegner auf der Kampstraße. Denn sonst hätte es Verletzte unter den Demonstranten geben können.
Polizisten im Einsatz auf der Kampstraße: Sie mussten sich zwischen Rechtsextremisten, die ihnen gedroht hatten, und Nazi-Gegner schieben.
Rangelei auf der Kampstraße: Eingehakt versuchen Polizisten, Nazi-Gegner zurück zu halten, damit die Rechtsextremisten durch eine schmale Gasse abziehen können.
Zwischen Rechtsextremisten und Nazi-Gegnern: Polizisten mussten Demonstrationen schützen.

Kampstraße: Nazis von Gegendemonstranten in die Ecke gedrängt

Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.
Die Partei "Die Rechte" forderte schon oft und bisher vergeblich die Aufhebung des 2012 ausgesprochenen Verbots gegen der verfassungsfeindlichen Nationalen Widerstand Dortmund (NWDO).
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.
Schnell noch ein Foto.
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.
Neonazis auf der Kampstraße in Dortmund.
Etwa 70 Rechtsextremisten nahmen an der Standkundgebung auf der Kampstraße teil.
Neonazis durch Gegendemonstranten in die Ecke gedrängt auf der Kampstraße.
Eigentlich wollten die Rechtsextremisten auf der Katharinenstraße stehen - doch durch Blockaden wurden sie daran gehindert.
Neonazis während einer Kundgebung auf der Kampstraße in Dortmund.

Die Lage in der Nordstadt hat sich entspannt, die Neonazis sind auf dem Heimweg. Wir beenden unseren Ticker. Vielen Dank für Ihr Interesse! Einen Nachtrag werden wir noch liefern, wenn die Abschlussmeldung der Polizei kommt.

Die Neonazis wurden in einer extra von DSW21 bereitgestellten Stadtbahn abtransportiert. Die Polizei will sie so geschlossen aus der Nordstadt herausbringen, um weitere Zusammenstöße zu verhindern.

Während die Rechtsextremen auf die Bahn warteten, nutzten Anwohner die Zeit, um die Neonazis nach Strich und Faden zu veräppeln. "Das hatte fast schon Comedy-Charakter", meint unser Reporter vor Ort.

Die Neonazis haben ihre Kundgebung in der Nähe der besetzten Kirche für beendet erklärt. So spontan wie anfangs gedacht war die Demo übrigens gar nicht. Tatsächlich hatten die Neonazis bereits unmittelbar nach der Besetzung der Kirche in den frühen Morgenstunden einen Protest-Marsch durch die Nordstadt mit Abschlusskundgebung in der Enscheder Straße beantragt. Das genehmigte die Polizei zwar nicht, wohl aber eine Standkundgebung in der näheren Umgebung, schrieb die Polizei nun in einer Pressemitteilung am Samstagabend. Da weder die Neonazis noch die Polizei etwas von dieser Anmeldung bekanntgaben - die Polizei aus taktischen, die Neonazis aus propagandistischen Gründen, wirkte sie zuerst wie eine Spontandemonstration. So war die Polizei auf den Ortswechsel vorbereitet und wartete vor Ort bereits auf die Demo.

Die Polizei ermittelt wegen Steinwürfen in der Enscheder Straße. Die Steine seien beim Aufmarsch der Neonazis von Unbekannten in Richtung der Rechtsextremen geworfen worden. "Zwei Personen haben Strafanzeige wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung bei der Polizei erstattet", schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung. Der Staatsschutz sammelte laut Beobachtungen unseres Reporters vor Ort Steinstücke vom Gehweg vor der Kirche auf. Auch rund um die Zusammenstöße bei der Abreise der Neonazis aus der Kampstraße ermittelt die Polizei in mehreren Fällen. 

  • Zwei Nazi-Gegner wurden vorläufig festgenommen, einer wegen Körperverletzung, der andere wegen eines Verstoßes gegen das Vermummungsverbot. Mehrere Polizisten wurden vom Personen aus dem "linksautonomen Bereich" (Polizei-Pressemitteilung) mit einer Chemikalie besprüht zu haben. Die Beamten erlitten leichte Verätzungen im Gesicht, schreibt die Polizei.
  • Ein Neonazi hat Pfefferspray über die Köpfe der Polizisten hinweg in Richtung der Nazi-Gegner gesprüht. Auch hier hat die Dortmunder Polizei ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Die Lage rund um die besetzte Kirche ist momentan ruhig. Die Linken demonstrieren weiter vor der Kirche an der Enscheder Straße, die Neonazis auf der Oestermärsch, getrennt von einem Großaufgebot der Polizei. Beide Straßen sind ebenso wie die Stahlwerkstraße momentan gesperrt. Auf dem Dach der Kirche sind maskierte Besetzer zu sehen. Sie haben eine schwarze Fahne gehisst.

Nun rückt auch die Nazi-Gegner von Blockado an. Rund 100 Demonstrierende (eigene Angaben) haben sich auf den Stufen der besetzten Albertus-Magnus-Kirche an der Enscheder Straße versammelt, um die Besetzer zu schützen. Passanten applaudieren ihnen:

Die Besetzer der Albertus-Magnus-Kirche sind in Aufruhr. Sie nageln Fenster und Türen zu. Draußen hat die Polizei die Rechtsextremen zurückgedrängt. Die Neonazis stehen jetzt an der Ecke Oestermärsch/ Stahlwerkstraße - auf den Gleisen der Stadtbahn-Linie. Die U49 fährt deshalb momentan nicht.

Über Twitter melden die Hausbesetzer, dass rund 40 Neonazis bereits vor Ort sind.  Eine Polizeikette sperrt die Enscheder Straße ab, die Neonazis kommen nur bis 50 Metern an die besetzte Kirche.  

Polizei sperrt die Emscheder Straße ab. Nazis sind angekommen. Circa 40 Nazis #blockado#squatdo#Dortmund

— AvantiZentrum (@AvantiZentrum)

Die Bewohner der Enscheder Straße - vorwiegend Menschen mit ausländischen Wurzeln - schauen sich das Treiben vor ihrer Tür vom Straßenrand und aus Fenstern an. Die Neonazis brüllen: "Wir kriegen euch alle."

Die Neonazis haben offenbar noch etwas vor: Auf ihrer Facebook-Seite kündigen die Rechten gerade eine Spontandemo an der seit Samstagfrüh besetzten Albertus-Magnus-Kirche in der Nordstadt an. Sie hat in diesen Minuten an der Ecke Enscheder Straße /Ostermaersch begonnen. Das bestätigte uns einer der Hausbesetzer.

Pläne für soziales Stadtteilzentrum

Aktivisten besetzen alte Kirche

DORTMUND Das hat es in Dortmund lange nicht mehr gegeben: Etwa 50 Personen haben laut Polizei in der Nordstadt ein leer stehendes Gebäude besetzt - die Albertus-Magnus-Kirche. Die Polizei war anfangs ratlos: "Die Besetzer sprechen nicht mit uns." Jetzt steht fest: Eine junge Initiative hat an der Enscheder Straße etwas Besonderes vor.mehr...

Derweil ziehen Überreste der ehemaligen Blockade an der Katharinenstraße - etwa hundert Demonstranten - ziehen nun in einer Spontandemo zum CSD an der Reinoldikirche. Blockado-Sprecher Stefan Michaelis: "wir sind zufrieden und glücklich. Die Polizei hat unser Konzept angenommen. Die Nazis können ihre Demonstration nicht als Erfolg verkaufen wir haben unser Ziel erreicht. Wir haben sie klein gehalten und in die Ecke gedrängt."

Die Neonazis sind am Westentor angekommen, Demo und Gegen-Demo lösen sich nun auf. Mit Mühe hatte die Polizei ihnen die Abreise entlang der Häuserfassade der Kampstraße mit einer Gasse ermöglicht. Gegen-Demonstranten versuchten, die Abreise zu verhindern. Zwischenzeitlich lehnten sich 150 bis 200 Menschen gegen die Polizeikette, die die Gasse bilden wollte. Mehrfach flogen Flaschen aus den Reihen der Nazi-Gegner auf die Nazis und zurück. Berichte aus sozialen Netzwerken, dass die Polizei Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzte, um eine Abreise zu gewährleisten, konnten bisher nicht bestätigt werden.

Die Polizei bereitet den Abmarsch vor. Die Nazi-Gegner wollen auch die Abreise der Rechtsextremen massiv stören. "Denen soll es so ungemütlich wie möglich gemacht werden", sagt unser Reporter. Die Polizei bildet jetzt mit vier Fahrzeugen und sechs Reiter offenbar eine Gasse für die Nazis über die Kampstraße in Richtung Westentor.

Überraschend schnell nach etwa einer Dreiviertelstunde haben die Neonazis gerade ihre Kundgebung für beendet erklärt. Dabei war die Demo eigentlich bis 18 Uhr angemeldet. 

Die Polizei Dortmund kündigt in einer Zwischenbilanz an, dass gegen die Teilnehmer der Blockade in der Katharinenstraße Ermittlungsverfahren eingeleitet werden. Man habe die Versammlung bewertet, mehrere Auflösungsverfügungen erteilt und die Vorkommnisse beweissicher dokumentiert. "Diese werden im Nachgang der Staatsanwaltschaft Dortmund zur Prüfung zugeleitet", so die Polizei. An der Neonazi-Demo nehmen nach Polizei-Angaben 85 Personen teil. Die Anti-Nazi-Demo der CSD-Teilnehmer am Fuß der Katharinentreppe ist in der Zwischenzeit beendet worden. Zu ihr kamen laut Polizei rund 400 Menschen.

Eine größere Gruppe aus den Reihen der Blockierer hat sich durch das Praxiszentrum von der Katharinenstraße zur Neonazi-Demo an der Kampstraße durchgeschlichen. Die Bereitschaftspolizei versuchte erst, sie abzudrängen, zog sich dann aber zurück und verstärkte den Polizeiriegel zwischen den Neonazis und den Gegendemonstranten. Es ist eine unübersichtliche Situation.

Der Lautsprecher-Wagen der Neonazis versucht nun vor dem Café Kleimann, seine Parolen loszuwerden. Die Neonazi-Propaganda wird von den Gegen-Demonstranten aber übertönt und verhallt ungehört. Der Durchgang zwischen Kampstraße und Westenhellweg ist momentan gesperrt. Alles ist voller Bereitschaftspolizei.

Die Blockade der Fußball-Fans an der Kampstraße hat sich aufgelöst. Die Nazis haben versucht, durchzubrechen. Sie stehen jetzt an der Ecke Kampstraße/Katharinenstraße direkt am Café Kleimann. Die Polizei trennt sie mit vielen Einsatzkräften von den 15 Meter entfernten Gegen-Demonstranten. Die Neonazis haben Transparente ausgepackt, in denen sie die Aufhebung des Verbots von verfassungswidrigen Kennzeichen fordern.

Plötzlich wird es sehr unruhig. Die Polizei hat alle Hände damit zu tun, die Gegen-Demonstranten und die Neonazis getrennt zu halten. Die Lage ist sehr unübersichtlich.

Jetzt ist aus dem Fußball-Kreis eine richtige Blockade geworden. Die rund 20 BVB-Fans hjaben sich jetzt in den Wendehammer gesetzt. Die Neonazis sehen zu und werden nass. Es hat angefangen zu regnen. Derweil haben die CSD-Teilnehmer am Fuß der Katharinentreppe den letzten Durchgang zur Katharinenstraße blockiert. Dort läuft eine Anti-Nazi-Kundgebung mit rund 200 bis 300 Teilnehmern, schätzt unser Reporter vor Ort. Bei der größten Blockade auf der Katharinenstraße selbst ist die Lage unverändert. Die Stimmung ist gut.

Die Polizei führt jetzt Gespräche mit den BVB-Fans. Denn sie spielen an der Stelle, die nun offenbar zum alternativen Demo-Ort der Neonazis auserkoren wurde: dem Wendehammer der Kampstraße vor dem ehemaligen WestLB-Gebäude und jetzigen Ärztehaus.

Es gibt eine weitere Blockade - und was für eine: Mitten auf der Kampstraße - zwischen Petrikirche und den wartenden und abgeschirmten Neonazis - spielen etwa 20 BVB-Fans mit Schals und Trikots Fußball! Sie haben einen etwa 15 Meter großen Kreis gebildet und passen sich munter den Ball zu.

Die Kampstraße ist ab dem Wall gesperrt. Es gibt kein Durchkommen für die rund 40 Neonazis - viele in gelben, aber unbedruckten T-Shirts - und ihren roten Lautsprecherwagen. Ein Teil-Erfolg für das Blockade-Bündnis Blockado. Die Einschätzung unseres Reporters: "Es wird keine Räumung geben." Dafür gebe es zu wenig Polizisten und zu viele Nazi-Gegner.

Die Räumungsfrist ist ergebnislos verstrichen. Blockado hat die Blockade nicht aufgelöst, sondern noch weiter auf die Katharinenstraße verlegt. Inzwischen steht eine Einsatzhundertschaft der Polizei am südlichen Ausgang der Katharinenstraße über die ganze Breite der Straße verteilt.  

#blockado #nonazido pic.twitter.com/IOdkkca9ur

— Sandra (@Saendralein)

Das gleiche Bild auf der Kampstraße zwischen der Commerzbank und Conrad-Elektronik. Dort haben die Polizisten rund 40 Neonazis aufgehalten, die zur Katharinenstraße wollten.

Schätzungsweise 300 bis 400 Schwule, Lesben und Transidente setzen sich gerade an der Reinoldikirche in Bewegung. Ihr Ziel: Der Max-von-der-Grün-Platz unterhalb der Katharinentreppe. An den CSD-Ständen an der Reinoldikirche selbst ist es noch ziemlich ruhig

Unser Reporter hat mit Blockado-Sprecherin Iris Bernert-Leushacke über die Reaktion der Blockierer auf die Räumungs-Forderung gesprochen. Sie sagt: Wir gehen nirgendwo hin.

Blockierer sperren die Katharinenstraße gegen Nazis

Ein Blockade-Besucher kam aus Köln.
Blockade auf der Katharinenstraße.
Blockado machte die Katharinenstraße ab 13 innerhalb weniger Sekunden dicht. Eine Nazi-Kundgebung konnte dort deshalb nicht stattfinden.
Blockierer auf der Katharinenstraße.
Polizei in Blockierer auf der Katharinenstraße.
Blockierer auf der Katharinenstraße.
Polizei und Blockierer (im Hintergrund) auf der Katharinenstraße.
Bereitschaftspolizei auf der Katharinenstraße. Im Hintergrund Blockierer.
Bereitschaftspolizei auf der Katharinenstraße.
Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft protestierte gegen Nazis.
Polizisten auf der Katharinenstraße.
Polizisten auf der Katharinenstraße.
Polizisten auf der Katharinenstraße.
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.
Ein Hubsschrauber der Bundespolizei über der Innenstadt.
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.
Die BVB-Fans Sascha (links) und Andreas wollen, "das Dortmund schwarzgelb und nicht braun" ist.
Auch BVB-Fans nehmen an der Blockade teil.
Auch Jungsozialisten aus Erfstadt sind dem Blockade-Aufruf gefolgt.
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.
Auch BVB-Fans beteiligen sich an den Blockaden.
Die zweite Blockade steht / sitzt seit 13.35 Uhr in der Schmiedingstraße.
Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund. Seit 13 Uhr ist der Platz von Antifaschisten besetzt.
Die Polizei ist vor Ort, aber mit deutlicher weniger Einsatzkräften als sonst (Stand: 14 Uhr).
Beginn der Blockade in der Schmiedingstraße.
Blockade Nummer 2 - in der Schmiedingstraße.

Es tut sich etwas auf der Katharinenstraße: Die Polizei hat die Blockierer soeben aufgefordert, die Katharinenstraße bis 14.45 Uhr zu räumen. Reaktion: "Wir bleiben hier." Die Veranstalter sind fest entschlossen, den Platz nicht zu räumen.

Neben den zwei Blockaden auf der Katharinen- und der Schmiedingstraße bereiten die Organisatoren des CSD unterhalb der Katharinentreppe ihre Demo gegen die Neonazis um 14.30 Uhr vor. Dort steht bereits ein Lautsprecherwagen. Nach der Auftaktveranstaltung des schwul-lesbischen Straßenfestes an der Reinoldikirche, die in diesen Minuten läuft, wollen die Teilnehmer zur Katharinentreppe ziehen. Bei der Demo angemeldet sind 300 Teilnehmer. Sie wollen über die Kampstraße und den Königswall zur Demo auf dem Max-von-der-Grün-Platz kommen.

"Der Platz gehört uns", jubelt Blockado auf Twitter.  

Das ist super gelaufen bis jetzt. Der Platz gehört uns. Viele Gruppierungen am Start. #blockado#nonazisdopic.twitter.com/OPVtTvGX2V

— BlockaDO (@blocka_do)

Derweil gibt es eine zweite Blockade in der Schmidigstraße, etwa 70 Meter von der Einmündung in die Katharinenstraße entfernt. Dort sitzen etwa 50 Blockierer auf der gesamten Breite der Straße. Die Schmiedingstraße wäre ein möglicher Anreiseweg für den Lautsprecherwagen der Naonazis.

Das Blockadebündnis Blockado geht jetzt wegen der Besetzung der Katharinenstraße von einer Verlegung der Neonazi-Demo aus. Unser Reporter vor Ort spricht bei den Blockierern von einer "bunten Truppe". Zahlreiche Blockierer sind auch aus anderen Städten gekommen. Ihre Altersspanne reicht von 15 bis 65 Jahren.

Auf der Katharinenstraße stehen nun laut Blockado rund 250 Leute - Tendenz steigend. Anti-Nazi-Parolen hallen über die Straße, Flugblätter werden verteilt.

Die Organisatoren halten die Zügel fest in der Hand:  

13:15 noch mehr Leute kommen. Lauti begrüßt alle, wünscht schönen Nachmittag u weist auf Stellen hin wo noch guter Sitzplatz #blockado

— Dave (@davesstationbus)

Das ging schnell: Innerhalb von 30 Sekunden sind plötzlich 150 Nazi-Gegner an der Ecke Katharinenstraße/ Schmedingstraße zusammengeströmt und haben eine Blockade errichtet. Die Hälfte sitzt, die andere steht. "Alles sehr gut organisiert", meint unser Reporter vor Ort. Und: "Momentan wäre hier kein Platz für eine Nazi-Demo". Darüber hinaus kommen immer mehr Nazi-Gegner dazu.

Wir starten unseren Liveticker. An der Katharinentreppe ist die Lage friedlich: Blockado ist bereits mit etwa 50 Aktivisten vor Ort, die Polizei ist am Rande sichtbar und ein Hubschrauber kreist. Viele Passanten in BVB-Trikots unterwegs. Beim CSD an der Reinoldikirche etwa 50 Teilnehmer.

Das „Blockado“-Bündnis will der Nazi-Kundgebung, die um 15 Uhr beginnen soll, bereits ab 13 Uhr mit einer Blockade einen Strich durch die Rechnung machen. Treffpunkt ist an der Katharinenstraße. Zusätzlich rufen die Veranstalter des Christopher Streets Days (CSD) an der Reinoldikirche zu einer Protestaktion gegen die Neonazis auf. Die Jungsozialisten in der SPD und das „Bündnis Dortmund nazifrei“ nehmen ebenfalls an Anti-Nazi-Aktionen teil und bitten die Dortmunder um Solidarität.

 auf einer größeren Karte anzeigen Der CSD ist ein Treff von Schwulen, Lesben und Transidenten, die an der Reinoldikirche eine bunte Kulturparty unter freiem Himmel feiern. Homosexuelle zählen zu den Feindbildern von Nazis.CSD-Teilnehmer wollen gegen Nazis protestieren Für die Nazis könnte es am Samstag auf der Katharinenstraße eng werden. Denn die CSD-Teilnehmer von der Reinoldikirche – bis zu 10.000 werden erwartet – wollen nach einer Auftaktkundgebung um 14 Uhr an der Reinoldikirche ab 14.30 Uhr den Standort wechseln und ebenfalls zur Katharinenstraße ziehen, um gegen die Nazis auf die Straße zu gehen.

DORTMUND Die nächste Neonazi-Demo steht Dortmund bevor. Die Partei "Die Rechte" will am 23. August um 15 Uhr auf der Katharinenstraße protestieren. Es geht gegen das vor zwei Jahren verhängte Verbot des Nationalen Widerstands Dortmund (NWDO). Das "Blockado"-Bündnis will zwei Stunden eher da sein und den Platz besetzen.mehr...

Polizeipräsident Gregor Lange sagte CSD-Veranstalter Frank Siekmann in einem persönlichen Gespräch zu, dass die Polizei den Christopher Street Day sichern werde. Der Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus ruft mit dem Dachverband der Schwulen- und Lesben-Vereine Slado für Samstagnachmittag (23. 8.) zum Protest gegen die Demo der Partei „Die Rechte“. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr mit einer Kundgebung vor der Reinoldi-Kirche, wo auch das schwul-lesbische Straßenfest zum Christopher-Street-Day stattfindet.

DORTMUND Bunt und vielfältig wird es am kommenden Samstag (23.8.) in der Dortmunder City: Zum Christopher-Street-Day (CSD) feiern Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transidente gemeinsam mit den Dortmundern unter dem Motto "Queer im Revier" ein Stadtfest für Gleichberechtigung und gegen Ausgrenzung.mehr...

In einer Demo geht es dann zur Katharinentreppe gegenüber dem Hauptbahnhof, wo ab 15 Uhr die Abschlusskundgebung folgt. Sie wird von Jutta Reiter moderiert. Als Redner sind Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Superintendent Ulf Schlüter vom Kirchenkreis, Slado-Sprecher Frank Siekmann und ein Vertreter des Bündnisses „Dortmund Nazifrei“ vorgesehen. 

  • Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus zusammen mit dem Dachverband der Schwulen- und Lesben-Vereine Slado, Kundgebung vor der Reinoldikirche, 14 Uhr; Demo zur Katharinentreppe; Abschlusskundgebung um 15 Uhr
  • Blockado, Treffen an der Katharinentreppe, 13 Uhr
  • Die Jungsozialisten in der SPD und das „Bündnis Dortmund nazifrei“ beteiligen sich ebenfalls und ziehen mit zur Katharinentreppe 

Die Mitglieder der Partei „Die Rechte“ dürfen weiterhin nicht in einheitlichen Motto-T-Shirts durch Dortmund marschieren. Nach dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat am Freitag auch das Oberverwaltungsgericht Münster ein entsprechendes Verbot bestätigt. Die Dortmunder Polizei hatte die Demonstration der Rechten unter anderem mit der Auflage erlaubt, dass die Teilnehmer keine einheitlichen gelben T-Shirts mit der Aufschrift "Stadtschutz" tragen dürfen.

DORTMUND Mitglieder der Partei "Die Rechte" hatten vor, in einheitlichen T-Shirts in Dortmund als "Stadtschutz'" aufzutreten, die Polizei sieht dies jedoch als Verstoß gegen das Uniformierungsverbot. Die Rechtsextremen legten Beschwerde beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ein. Nun ist eine Entscheidung gefallen.mehr...

Gegen diese Auflage hatte die Partei Die Rechte einen Eilantrag gestellt. Mit diesem Antrag sind die Rechtsextremen zuerst vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen und nun auch vor dem Oberverwaltungsgericht Münster gescheitert.

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Beim Warten auf die U-Bahn nach der Kundgebung schütteten die Nordstadt-Bewohner Hohn und Spott über den Neonazis aus.

Rund 100 Gegen-Demonstranten haben sich schützend vor der besetzten Kirche versammelt. Eine Polizeikette trennt sie von den Neonazis auf der Oestermärsch.

Die Polizei drängt die Spontankundgebung der Neonazis vor der besetzten Kirche in der Nordstadt zurück.

Die Neonazi-Demo an der Kampstraße wurde knapp 90 Minuten vor dem geplanten Ende beendet. Gegendemonstranten hatten die Neonazis eingekesselt.

Eingekesselt zwischen der Baustelle am Petrikirchhof und den Gegendemonstranten an der Kampstraße halten die Neonazis ihre Kundgebung ab.

Die Neonazis halten ihre Kundgebung am Durchgang zwischen Kampstraße und Westenhellweg ab.

Die Polizei riegelt die Katharinenstraße ab.

Die Blockade auf der Katharinenstraße in Dortmund.

Archivbild vom Christopher Street Day am 28. August 2010: Auch hier gilt: lieber bunt statt braun. Die Partygäste protestieren Samstag gegen Neonazis.

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