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Landgericht Dortmund

156-facher Kindsmissbrauch: Prozess gegen Vater hat begonnen

DORTMUND Es sind unfassbare Vorwürfe: Mehr als 150 Mal soll ein Vater seine beiden Kindern sexuell missbraucht haben. Bei den ersten Übergriffen waren die Kinder erst vier Jahre alt. Seit Mittwoch wird dem 39-jährigen Dortmunder vor dem Landgericht Dortmund der Prozess gemacht. Zum Auftakt musste seine Tochter aussagen.

156-facher Kindsmissbrauch: Prozess gegen Vater hat begonnen

Das Landgericht Dortmund.

Sie ist 15 Jahre alt und nach Angaben mehrerer Betreuer schwer traumatisiert. Am Donnerstag musste die Schülerin als Zeugin vor dem Landgericht aussagen. Angeklagt ist ihr Vater. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm sexuellen Missbrauch vor. Weil der 39-Jährige die angeblich mehr als 150 Übergriffe auf seine beiden Kinder nicht gesteht, kommen die Richter nicht um eine Vernehmung der Betroffenen herum. Um das Mädchen vor möglicherweise schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen zu bewahren, griffen die Richter jedoch zu drastischen Maßnahmen.

Als die 15-Jährige den Gerichtssaal betrat, war nicht nur die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden. Auch der Angeklagte hatte seinen Platz auf der Anklagebank räumen müssen. Es stehe zu befürchten, dass die Zeugin in Anwesenheit ihres Vaters nicht vollständig oder sogar gar nicht aussagen könne, begründete der vorsitzende Richter den Schritt. Das Mädchen müsse seit Monaten therapeutisch begleitet werden. Trotzdem soll es sogar schon zu einem Suizidversuch gekommen sein. 

Der erste Übergriff auf das Mädchen soll sich bereits im Jahr 2003 ereignet haben – da war es gerade einmal vier Jahre alt. Angeblich passierte es im Wohnzimmer. Laut Anklage saßen Vater und Tochter auf der Couch, als der Mann plötzlich sexuelle Aktivitäten verlangte – und zwar weitaus mehr als einfaches Streicheln. Zwischen 2006 und 2009 soll sich der Angeklagte dann auch noch an seinem zweiten Kind vergangen haben. Auch dieses war zu Beginn der Übergriffe gerade erst vier Jahre alt geworden. Um die Glaubwürdigkeit der beiden Zeugen noch besser beurteilen zu können, verfolgt eine Diplom-Psychologin den gesamten Prozess. Mit einer schnellen Entscheidung ist dennoch nicht zu rechnen. Die Richter haben bereits jetzt Verhandlungstage bis in den Oktober hinein festgelegt.

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