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Bombe erfolgreich entschärft

1600 Hombrucher wegen 250-Kilo-Bombe evakuiert

HOMBRUCH Eine amerikanische 250-Kilo-Weltkriegsbombe ist bei Auswertungen von Luftbildern an der Kuntzestraße in Hombruch entdeckt worden. Am Montagabend wurde der Blindgänger entschärft. Gut 1600 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Um 21.06 Uhr machte ein Entschärfer die Bombe unschädlich.

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Gegen 19 Uhr vertrieben sich etwa 140 Anwohner die Zeit in der Betreuungsstelle und warteten darauf, dass die Bombe entschärft wurde.

Die Nachbarinnen Ivonne Meißner (rechts) und Vildane Haklajv sind mit ihren Kindern in die Betreuungsstelle am Helene-Lange-Gymnasium gekommen.

Die einzigen, die viel zu tun hatten, waren die Krankentransporte, die diejenigen der 1600 Anwohner evakuierten, die nicht mehr selbst ihre Wohnung verlassen können.

  • Bei Bauarbeiten wurde an der Kuntzestraße in Hombruch eine 250-Kilo-Weltkriegsbombe entdeckt
  • In einem Umkreis von 250 Metern um den Blindgänger müssen die Anwohner evakuiert werden
  • Gut 1600 Menschen sind betroffen
  • Seit ungefähr 17 Uhr lief die Evakuierung
  • 212 Anwohner in der Betreuungsstelle in der Turnhalle des Helene-Lange-Gymnasiums 
  • Die Entschärfung war für 21 Uhr geplant, begann aber schon um 20.35 Uhr

Die Bombe ist entschärft. Ohne Komplikationen machte der Entschärfer den Aufschlagzünder unschädlich. Die 1600 betroffenen Anwohner können nun in ihre Wohnungen zurückkehren.

Das ging jetzt doch schneller:

, meldet die Stadt. Erfahrungsgemäß dauern Bombenentschärfungen 30 bis 60 Minuten. 212 Anwohner warten in der Betreuungsstelle auf die Erfolgsmeldung. Wir drücken mit die Daumen.

Laut Stadt sind inzwischen knapp 200 Menschen in der Betreuungsstelle im Helene-Lange-Gymnasium. Die Evakuierung läuft noch, besonders die Krankentransporte sind aufwendig. Nach wie vor geht die Stadt aber davon aus, dass die Entschärfung sich nicht verzögert.

Mittlerweile sind laut Einsatzleiter zwei Drittel des betroffenen Gebiets evakuiert worden. Alles laufe nach Plan. Es sieht so aus, als kann die Entschärfung pünktlich um 21 Uhr beginnen.

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Die Lage in Hombruch ist mehr als ruhig: Die Straßen sind leer, vereinzelt laufen Menschen zur Betreuungsstelle, einige verlassen den Evakuierungsbereich. Bisher sind etwa 140 Menschen im Helene-Lange-Gymnasium. 

Nach fast 2h Evakuierung bei #dobombe ca 140 Menschen in der Betreuungsstelle am HLG. @RN_DORTMUND

— Tim Stobbe (@tmstbb)

In der Betreuungsstelle schwankt die Stimmung zwischen Langeweile, Etwas-genervt-sein und Entspannung, bisher läuft aber alles rund. Die einzigen, die rotieren, sind die Krankenwagen, die im steten Wechsel vorfahren und Menschen vorbeibringen, die alleine nicht können. In der Stelle nutzt Mutter Yvonne Drescher die Zeit, mit ihrer achtjährigen Tochter Lillie die Deutsch-Hausaufgaben zu korrigieren. Ihr zwölfjähriger Bruder Edward hat diesen Part des Tages schon hinter sich und spielt unentwegt mit seinem Handy rum. Auch für Familie Drescher ist es die dritte Evakuierung in dem vergangenen Jahr.

Evakuierung nach Bombenfund in Hombruch

Gegen 19 Uhr vertrieben sich etwa 140 Anwohner die Zeit in der Betreuungsstelle und warteten darauf, dass die Bombe entschärft wird.
Gegen 19 Uhr vertrieben sich etwa 140 Anwohner die Zeit in der Betreuungsstelle und warteten darauf, dass die Bombe entschärft wurde.
Gegen 19 Uhr vertrieben sich etwa 140 Anwohner die Zeit in der Betreuungsstelle und warteten darauf, dass die Bombe entschärft wird.
Die einzigen, die viel zu tun hatten, waren die Krankentransporte, die diejenigen der 1600 Anwohner evakuierten, die nicht mehr selbst ihre Wohnung verlassen können.
Die einzigen, die viel zu tun hatten, waren die Krankentransporte, die diejenigen der 1600 Anwohner evakuierten, die nicht mehr selbst ihre Wohnung verlassen können.
Die einzigen, die viel zu tun hatten, waren die Krankentransporte, die diejenigen der 1600 Anwohner evakuierten, die nicht mehr selbst ihre Wohnung verlassen können.
Die einzigen, die viel zu tun hatten, waren die Krankentransporte, die diejenigen der 1600 Anwohner evakuierten, die nicht mehr selbst ihre Wohnung verlassen können.
Gegen 19 Uhr vertrieben sich etwa 140 Anwohner die Zeit in der Betreuungsstelle und warteten darauf, dass die Bombe entschärft wird.
Die Straße Am Hombruchsfeld ist ab der Einmündung Stockumer Straße gesperrt.
Die Nachbarinnen Ivonne Meißner (rechts) und Vildane Haklajv sind mit ihren Kindern in die Betreuungsstelle am Helene-Lange-Gymnasium gekommen.

Etwas genervter von all dem ist Thea Bethge (24). Erst seit einer Woche lebt die Studentin der Reha-Pädagogik in Hombruch und hatte eigentlich vor, heute weiter ihre Kartons auszupacken: "Doch dann standen die Leute vom Ordungsamt vor der Tür", sagt sie und zuckt mit den Schultern. Lesend vertreibt sie sich die Zeit.

Die Straße Am Hombruchsfeld ist ab der Einmündung Stockumer Straße von der Polizei gesperrt. Der Verkehr auf der Stockumer Straße staut sich. Autofahrer sollten den Bereich, wenn möglich, weiträumig umfahren. Die Hombrucher nehmen die Evakuierung teils gelassen, teils mit Verärgerung auf. Ein Ordnungsamtmitarbeiter zu unserem Reporter vor Ort: "Manchmal ist schon etwas Überzeugungskraft nötig." Die Einsatzleiter vor Ort sind vom Ordnungsamt Michael Solf und Mario Niedzialkowski. Kurz nach 17 Uhr sei die Evakuierung gestartet, sagt Solf. Bislang laufe alles nach Plan. Mit wie vielen Anwohnern in der Betreuungsstelle heute zu rechnen ist, können beide nicht sagen. Bei der letzten Entschärfung im April waren es circa 220. Aber "bei spontanen Entschärfungen und Evakuierungen sind es erfahrungsgemäß mehr", sagt Niedzialkowski. Die Leute hätten schlicht weniger Zeit, sich etwas anderes vorzunehmen.  Generell hat das Ordnungsamt lieber mehr Zeit zur Vorbereitung, doch in diesem Fall sei dies nicht möglich: Die Lage der Bombe unter dem Haus macht es nötig, dass sie so schnell wie möglich entschärft wird.    In der Betreuungsstelle ist derzeit noch nicht viel los, vielleicht zwei Dutzend Leute haben sich eingefunden, die Kinder spielen auf den Spielgeräten neben der Turnhalle, auf dem Sportplatz trainiert eine junge Fußballmannschaft.  Weniger angetan von dem Ablauf sind die Nachbarinnen Ivonne Meißner und Vildane Haklajv, die mit vier beziehungsweise drei Kindern in die Betreuungsstelle gekommen sind: "Mir steht es bis hier", sagt Meißner und deutet mit der Hand an ihre Stirn. "Das dritte Mal innerhalb eines Jahres", sagt ihre Nachbarin. Sie ist sichtlich genervt: "Das ist einfach stressig, gerade von der Arbeit nach Hause, die Kinder einsammeln und ab in die Turnhalle." Zudem fühlten sich die Kinder nicht wohl in der Betreuungsstelle, sagt Ivonne Meißner. 

Einige Buslinien müssen wegen der Bombenevakuierung umgeleitet werden. Wie die Dortmunder Stadtwerke mitteilten, sind die Buslinien 446, 447 und 449 betroffen. Die Haltestellen Luisenschachtstraße, Am Gemeindehaus, Reichenberger Straße, Gablonzstraße, Rotkehlchenweg, Am Hombruchsfeld und Am Kohlufer können in dieser Zeit nicht angefahren werden. Die Stadtbahnlinie U42 kann ohne Einschränkungen fahren. 

Wie die Stadt mitgeteilt hat, ist die Entschärfung der Bombe für 21 Uhr angesetzt. Die Evakuierung der Umgebung ist derweil angelaufen. Anwohner kommen in den Bereich nicht mehr hinein und werden gebeten, ihre Wohnungen zu verlassen. Da sich die Räumung des Bereichs etwa durch Krankentransporte verzögern kann, ist der Entschärfungszeitpunkt laut Stadtsprecher Michael Meinders lediglich eine ungefähre Angabe.  

#dobombe: Evakuierung läuft. MM

— Stadt Dortmund (@stadtdortmund)

Die Evakuierung ist laut Stadtsprecher Michael Meinders für 17 Uhr angesetzt. Danach müssen Anwohner damit rechnen, nicht mehr in ihre Häuser zu kommen, beziehungsweise diese verlassen zu müssen. Inzwischen sind nähere Details zur Bombe bekannt geworden. Der Blindgänger liegt in einer Tiefe von 3,50 Metern und hat einen Aufschlagzünder. Das Haus, unter dem die Bombe gefunden wurde, hat bereits eine bewegte Geschichte. Der starke Regen vor einigen Tagen hatte dafür gesorgt, dass sich vor dem Eingang ein tiefes Loch auftat. Wasser war in eine Baugrube gelaufen, die angelegt wurde, weil bereits Blindgänger unter dem Haus vermutet wurden. Die Regenmassen fluteten den Schacht, dieser sackte teilweise ein, die Steinplatten darüber senkten sich ab. Kurzzeitig bestand die Befürchtung, dass das gesamte Haus absacken würde. Die Sorge bestätigte sich jedoch nicht. Das Loch wurde verfüllt.

Jetzt steht auch der genaue Bombenfundort fest und damit die Straßen, die von der Evakuierung betroffen sein werden. Darunter Teile der Zillestraße, eine zentrale Hauptverkehrsader durch Hombruch und wichtige Ost-West-Verbindung im Dortmunder Süden. Auch Teile der Harkortstraße und der Straße Am Hombruchsfeld werden gesperrt. Für viele Bewohner der Kuntzestraße und ihrer Umgebung ist es bereits die zweite Evakuierung innerhalb weniger Monate.

HOMBRUCH Bombenfund in Hombruch: In der Kuntzestraße haben Experten eine nicht explodierte Weltkriegsbombe gefunden. Diese ist am Mittwochabend entschärft worden. Rund 1500 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Ein Grillabend im Keller verzögerte die Entschärfung.mehr...

Die Stadt hat unter Tel. (0231) 502 88 88 oder 50 0 ein Servicetelefon eingerichtet. Bürger, die Fragen rund um die Bombe haben, können sich dort melden.

Im Radius von 250 Metern um den Blindgänger müssen Gebäude evakuiert werden, rund 1600 Menschen sind betroffen, wie die Stadt mitteilte. Die Aufnahmen, durch welche die Bombe entdeckt wurde, waren im Zuge von geplanten Bauarbeiten gemacht worden. Die Stadt will den genauen Zeitpunkt der Entschärfung im Laufe des Nachmittags bekanntgeben. Für die Zeit der Evakuierung dient die Turnhalle des Helene-Lange-Gymnasiums, Am Hombruchsfeld 55a in Brünninghausen, ab 16.30 Uhr als Betreuungsstelle. 

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Gegen 19 Uhr vertrieben sich etwa 140 Anwohner die Zeit in der Betreuungsstelle und warteten darauf, dass die Bombe entschärft wurde.

Die Nachbarinnen Ivonne Meißner (rechts) und Vildane Haklajv sind mit ihren Kindern in die Betreuungsstelle am Helene-Lange-Gymnasium gekommen.

Die einzigen, die viel zu tun hatten, waren die Krankentransporte, die diejenigen der 1600 Anwohner evakuierten, die nicht mehr selbst ihre Wohnung verlassen können.

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