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Fall aus Dortmund bei Aktenzeichen XY

30 Hinweise auf den Fünffachmörder Norman Franz

Dortmund Wo ist Norman Franz? Dieser Frage geht das Landeskriminalamt NRW schon seit 20 Jahren nach. Denn da gelang dem verurteilten Fünfachmörder die Flucht aus dem Gefängnis. Am Mittwochabend erst gab es einen neuen Suchaufruf in der Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst. Es gibt Spuren nach Portugal.

Es gibt Verbrechen, die bleiben alleine aufgrund ihrer Schwere in der Erinnerung einer Stadt hängen. Es sind nicht viele Verbrechen, doch die Tat, die Norman Volker Franz 1995 im Dortmunder Süden nicht alleine ausführte, die blieb hängen. Franz warf auf einer einsamen Landstraße eine Handgranate in einen Wagen, in dem drei Polen saßen. Einer starb sofort, einer wurde schwer verletzt erschossen, einer konnte schwer verletzt fliehen.

30 Hinweise auf den Fünffachmörder Norman Franz

Seit 20 Jahren fahndet das Landeskriminalamt nach dem Schwerverbrecher Norman Franz. Foto: Bundeskriminalamt

Das war der Auftakt einer Schwerstkriminellenkarriere, die Franz, der mutmaßlich später bei Raubüberfällen zwei weitere Menschen erschoss, in Gefängnisse brachte. Aus zweien, eins in Deutschland, eins in Portugal, konnte Franz fliehen und auf der Flucht ist der Mann, der 1970 in Neheim-Hüsten geboren wurde.

In spanisch- oder portugiesischsprachigem Land vermutet

Bis heute suchen Zielfahnder nach ihm, am Mittwochabend erst gab es einen neuen Suchaufruf in der Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“. Ein Sprecher des Landeskriminalamtes NRW sagte am Donnerstag auf Anfrage, es habe rund 30 Hinweise nach der Sendung gegeben.

Eine ganz heiße Spur sei nach ersten Erkenntnissen nicht dabei, was aber auch nicht überrasche: Franz halte sich, so vermuten die Ermittler, in einem spanisch- oder portugiesischsprachigen Land auf. Das müsse ja nicht unbedingt in der Nachbarschaft liegen.

Aufenthalt und Aussehen unbekannt

Zuletzt festgenommen worden war Norman Franz mit seiner damaligen Frau, einer Dortmunderin, 1998 im portugiesischen Albufeira. Aus Portugal sollte er eigentlich nach Deutschland ausgeliefert werden, doch zuvor gelang ihm am 28. Juli 1999 die Flucht aus einem Gefängnis. Seine Frau, mit der er einen gemeinsamen Sohn hat, ließ sich in der Zwischenzeit von ihm scheiden.

Wo er sich heute aufhält, wie er inzwischen aussieht, all das ist im Moment unbekannt. Portugal wäre eine Möglichkeit, Franz spricht Portugiesisch. Aber das spricht man eben auch in Angola, Brasilien oder Äquatorialguinea. Für Hinweise, die zu einer Festnahme von Franz führen, ist eine hohe Belohnung ausgesetzt worden.

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