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35-Jähriger drohte im Unterricht mit Handgranate

DORTMUND Aufregung an der Dekra-Akademie am Alten Hellweg (Marten): Dort haben Polizisten am Morgen einen Schulungsteilnehmer überwältigt, der einer Dozentin im Unterrichtsraum eine Handgranate gezeigt hatte.

Der 35-Jährige hatte sich gegen 10 Uhr mit einer Dozentin (43) gestritten. „Er äußerte seine starke Unzufriedenheit mit seiner Lebenssituation und deutete an, durchaus gefährlich zu sein, da er ja nicht alleine wäre“, berichtet Polizeisprecher Oliver Peiler. Als die Lehrerin fragte, wie er das meine, hob der Schüler seinen Rucksack hoch und deutete auf eine darin liegende Handgranate.

In der Pause alarmierte die 43-Jährige die Polizei – nach Informationen von Augenzeugen verkleideten sich die Beamten als Dekra-Mitarbeiter und verhafteten den 35-Jährigen im Unterricht. In seinem Rucksack fand sich neben der Granate auch ein Messer.

Obwohl der Festgenommene angab, dass es sich bei der Handgranate lediglich um eine Attrappe handele, evakuierte die Polizei das Gelände und sperrte den Alten Hellweg ab. „Rund 400 Kursteilnehmer, Ausbilder und Mieter in unserem Gebäude standen mehrere Stunden auf der Straße“, sagt Anja Quatuor, die Leiterin des Service-Centers der Dekra.

Mit Spürhunden suchte die Polizei das Gelände nach weiteren Sprengsätzen ab. Ein herbeigerufener Sprengstoff-Experten vom Landeskriminalamt in Düsseldorf gab gegen 13.30 Uhr Entwarnung: Die Granate war echt, allerdings war der Sprengstoff entfernt worden.

Der 35-Jährige landete im Gewahrsam und wurde vernommen. Gegen ihn wird jetzt wegen Bedrohung und wegen Verdacht auf einen Verstoß gegen das Waffengesetz ermittelt.

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