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Ärger auf der Reichsmarkstraße

SYBURG Eine breit ausgebaute Straße, auf der Autos schnell fahren und Kinder sorglos spielen können. Würde es diese Straße geben und hätte sie einen Namen: Reichsmarkstraße würde sie heißen.

Ärger auf der Reichsmarkstraße

Diskussion auf der Reichsmarkstraße: Anwohner im Gespräch mit der Stadt.

Dort streiten die Nachbarn seit Jahren schon über den Ausbau, den die Stadt vor den Sommerferien beendet hat. Nicht nur, weil die Stadt die Kosten auf die dort wohnenden Syburger umlegt und ihre Position vor dem Verwaltungsgericht verteidigen muss – auch, weil der Ausbau nicht allen Anwohner gefällt. „Überall werden die Straßen breiter gebaut. Nur bei uns nicht“, schimpfte gestern bei einem Ortstermin mit der Stadt ein Nachbar, der die „Freie Fahrt für freie Bürger“-Seite vertritt. – „Leitlinie muss sein, durch weitere Maßnahmen die Durchfahrt auf der Reichsmarkstraße so unattraktiv wie möglich zu machen“, hielt ein anderer dagegen.

Einen schweren Stand hatte Hubert Keune vom Tiefbauamt. Der andernorts schon oft hören musste, dass Fußwege zu schmal seien. Auf der Reichsmarkstraße, wo streckenweise Tempo 30 gilt, ist er manchem Nachbarn zu breit. Denn: Die Autofahrer würden über so wenig Platz verfügen, dass sie in einer engen Kurve nur langsam aneinander vorbei fahren könnten. Noch deutlicher sind die Kontraste mitten im Wohngebiet: Dort hatten Eltern über zu schnell fahrende Autos beklagt. Darauf ordnete die Stadt in der „Spielstraße“ (erlaubt sind 7 km/h) Kontrollen an. Prompt tappten die ersten Temposünder in die Falle – zumeist Anwohner. Einer der Nachbarn bezeichnete dies als „Abzocke“. So verschieden die Interessen der Anlieger auch sind: Hier und da notierte der Protokollführer des Tiefbauamtes Vorschläge, die die Stadt jetzt erneut prüfen möchte.

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