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Akten-Schieberei geht los

Auf 2,5 Kilometer Länge addiert sich allein der Dortmunder Aktenbestand im Versorgungsamt an der Rheinischen Straße. Immerhin haben 70 000 Dortmunder einen Schwerbehinderten-Status.

Insgesamt lagern fast 700 000 Akten in dem ehemaligen Hoesch-Gebäude. Eine Mammut-Aufgabe wartet auf die noch dort arbeitenden 230 Beschäftigten bei der Sichtung dieses Papierberges, denn ein Großteil der Akten verlässt Dortmund.

Wie berichtet, bleiben nur rund 90 Mitarbeiter am alten Standort des Versorgungsamts. In einem Kooperationsverbund wollen die drei Städte Dortmund, Bochum und Hagen die Bereiche Schwerbehindertenrecht, Elterngeld und Ärztlicher Dienst (unter Leitung des Dortmunder Gesundheitsamtes) hier unter kommunaler Obhut verwalten. Alle anderen Aufgabenbereiche des Versorgungsamtes bleiben beim Land und werden ausgelagert zu überregionalen Behörden.

Mit vielen betroffenen Mitarbeitern, die demnächst weite Anfahrtswege haben (rund 40 reichten bisher erfolglos Klage ein), werden sich auch alle bisherigen Versorgungsamts-Leiter im Land auf den Weg machen. Sie würden ins Ministerium beordert, erfuhr Sozialdezernent Siegfried Pogadl. Darunter die Dortmunder Leiterin Brigitte Geiping-Kahleyß.

Bereichsleiter der Versorgungsverwaltung vor Ort wird im Januar Peter Externbrink, der auf fast 30-jährige Tätigkeit im Sozialamt zurückblicken kann. Neben der Anlaufstelle Versorgungsamt, für die an der Rheinischen Straße der Mietvertrag (über das Land) noch bis zum 31. Juli 2010 läuft, finden Schwerbehinderte ab 2. Januar weitere, dezentrale Anlaufstellen in der Stadt: Sozialamtsleiter Peter Bartow verspricht, dass ihre Anträge dann auch in den Sozialbüros der Stadtbezirke angenommen würden.

Für die kommunale Übernahme der Versorgungsverwaltung übernimmt das Land die Personal- und Sachkosten, jedoch nur pauschaliert. Hieraus ergebe sich bislang, so Pogadl, eine Unterdeckung von 300 000 Euro. Die Stadt will diese Kosten dem Land noch abtrotzen. 2010, wenn der Mietvertrag des Landes für das Versorgungsamt ausläuft, werden die Karten ohnehin neu gemischt. bö

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