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Aktionsplan "Soziale Stadt" zündet erste Stufe

DORTMUND Vor den Sommerferien war es nicht viel mehr als eine Absichtserklärung: Jetzt füllt sich der Aktionsplan Soziale Stadt" mit Leben. "Ein dickes Paket", sagte Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer, sei die "erste Stufe der Rakete".

Aktionsplan "Soziale Stadt" zündet erste Stufe

<p>Waltraud Bonekamp: Mit Quittung auch rückwirkend abzurechnen. Archiv/Menne</p>

Die Politiker müssen sich in den nächsten Wochen durch zwölf Verwaltungsvorlagen zum Thema arbeiten. Gesamtvolumen: 2,3 Mio. Euro. Einige Stichworte aus den Unterlagen:

Das Projekt "Zeitgewinn" (glatter Übergang von Schule in den Beruf) soll auf alle Hauptschulen sowie auf ausgewählte andere Schulformen ausgeweitet werden.

Kommunaler Lehrmittelfonds (60 Euro pro Schüler): Berechtigte können sich in den Schulsekretariaten melden. Weil der Aktionsplan so kurzfristig erst zustande kam, und viele Eltern schon Tornister etc. gekauft haben, hat Dezernentin Waltraud Bonekamp gestern versprochen, dass in diesem Jahr auch rückwirkend (mit Quittung) abgerechnet werden kann.

Sprachförderung : Die Arbeit der RAA (Regionale Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen) soll auf sichere finanzielle Beine gestellt werden. Außerdem will die Stadt 102 000 Euro je Kindergartenjahr für die zusätzliche Sprachförderung von 300 Kindern in Tageseinrichtungen zur Verfügung stellen, weil die Landesförderung nach den Delfin-Tests nicht ausreiche.

Jugendarbeit : Der Ärger mit Jugendlichen an der Hellweg-Schiene und die nachweislich fehlenden Angebote zeigen Wirkung: Freiberufliche Fachkräfte sollen vor Ort tätig werden. Es stehen außerdem zwei mit Spielen, Computer und Musik ausgerüstete Busse zur Verfügung.

Prävention : Das seit Jahren an Schulen erfolgreiche Theater-Projekt "Mein Körper gehört mir", getragen von der Arbeitsgemeinschaft "Hilfen bei sexueller Gewalt", wird finanziell abgesichert. Geld ist außerdem für die Fortführung der Schulsozialarbeit, für den Ausbau der Erziehungsberatung und für die Sanierung bzw. den Neubau von Kinderspielplätzen vorgesehen.

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