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Aktionstag gegen Rechts am Reinoldus- und Schiller-Gymnasium

DORSTFELD Das Reinoldus- und Schiller-Gymnasium (RSG) lässt in seinem Kampf gegen Rechtsradikalismus und Neonazismus nicht nach. Die Schule plant für Freitag (12.9.) einen "Aktionstag gegen Rechts".

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Für ihr Engagement wurden die Gymnasiasten vom Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer im Rahmen der "Agenda 21 in der Schule" ausgezeichnet.

Sally Perel - Autor des Buches "Ich war Hitlerjunge Salomon" - spricht am 12. September mit RSG-Schülern. dpa

Die Schüler der "courAGe" haben im Kampf gegen Rechts vieles auf die Beine gestellt: ein Konzert im "Piano" zum Beispiel.

Im Gespräch mit RN-Redakteur Arndt Brede berichtet einer der Organisatoren, der Deutsch- und Geschichtslehrer Armin Derkmann, dass Schüler und Lehrer diesen Tag nutzen, um Unterstützung zu bekommen.

Warum plant das RSG den Aktionstag gegen Rechts?

Derkmann : Schulen geraten immer mehr ins Visier von Rechtsradikalen. Deshalb wird das RSG erneut aktiv, um über die Rechtsradikalen aufzuklären. Aber Schulen fühlen sich häufig in der Öffentlichkeit dabei allein gelassen. Deshalb bitten wir auch, uns zu unterstützen.

Welche Unterstützung erhoffen Sie sich?

Derkmann : Wir haben einen Aufruf verfasst, den vor allem ehemalige Schüler und Lehrer unterschreiben können. Es muss vor allen Dingen deutlich werden, dass sich Menschen außerhalb des RSG mit der politischen Arbeit der Schule solidarisieren. Es gibt auch schon Erstunterzeichner des Aufrufes, überwiegend ehemalige Schüler und Lehrer. Das zeigt, dass der Kampf gegen Rechts nicht auf die Schule beschränkt ist. Es wäre natürlich schön, wenn solche Bündnisse auch woanders in Dortmund entstehen würden.

Wie akut ist denn das Thema Rechtsradikalismus am RSG?

Derkmann : In der Schule selber haben wir keine Probleme und keine gefährlichen Entwicklungen. Aber die Schule wird verstärkt angefeindet. Etwa als Neonazis getarnte Internetadressen verteilt haben oder die Schule nach einer Auschwitz-Fahrt in Briefen mit Parolen wie "Auschwitz ist eine Lüge" konfrontiert wurde.

Wie können denn Ehemalige der Schule helfen?

Derkmann : Zunächst mal, indem sie den Aufruf mit unterzeichnen. Aber es wäre auch schön, wenn Schüler nach ihrer Schulzeit sensibel bleiben und aktiv gegen Rechts vorgehen. Und sie sollten auch gegen Aufmärsche demonstrieren.

Was passiert denn mit dem unterschriebenen Aufruf?

Derkmann : Er ist auf der Internetseite des RSG zu lesen und wir werden ihn veröffentlichen. Wir werden ihn aber auch mit den Unterschriften den Ratsfraktionen und dem Oberbürgermeister übergeben.

Was wird denn konkret am Aktionstag gegen Rechts am 12. September passieren?

Derkmann : Er wird von der ersten bis zur sechsten Stunde in Klassen und Oberstufenprojekten mit einer Fülle von Themen laufen. Es wird zum Beispiel eine Ausstellung über Lügen und Legenden des Faschismus und Neonazismus geben. Und Sally Perel wird mit Schülern sprechen. Er ist jüdischer Herkunft und wurde Hitlerjunge. Seine Geschichte ist übrigens im Film "Hitlerjunge Salomon" verarbeitet worden.

Ist der Aktionstag eine rein interne Schulveranstaltung?

Derkmann : Gäste, also auch ehemalige Schüler, müssen sich im Sekretariat der Schule anmelden.

Das RSG-Sekretariat ist unter Tel. 9172340 zu erreichen.

   www.rsg-gym.org

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