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Altar der Petrikirche hinter Glas

DORTMUND 10 Tonnen Stahl und 15 Tonnen Glas, verteilt auf 155 Quadratmeter, sollen künftig das "Goldene Wunder", den Altar der Petrikirche, vor extremen Feuchtigkeitsschwankungen schützen. Hinter einer filigranen Glasfront bekommt der Antwerpener Flügelaltar aus dem Jahr 1522 eine eigene Klimazone im Kirchenchor.

Altar der Petrikirche  hinter Glas

<p>So soll die transparente Glaswand vor dem "Goldenen Wunder" aussehen.

Zurzeit steht der Altar nach der 230 000 teuren Restaurierung der goldenen Schnitzfiguren vor vier Jahren noch hinter einer provisorischen Trennwand, einer Art Isolierkammer, die zwar ein stabiles Klima garantiert, aber nur wenige bewundernde Blicke gestattet.

Um eine für den Altar notwendige Luftfeuchtigkeit von 45 bis 60 Prozent für das ganze Kirchenschiff zu erreichen, was bei einem Wegfall der Bauwand notwendig wäre, würden die Kosten ins Unermessliche steigen, berichten Pfarrerin Barbara von Bremen und Axel Pohlmann, Vorsitzender des Fördervereins.

Nun kommt der Altar hinter eine 19 m hohe Wand, die trotz der insgesamt tonnenschweren Stahlprofile transparent ist. Ein Stahlträger im Dachstuhl wurde bei der letzten Sanierung ausreichend dimensioniert, um daran heute die Glaskonstruktion aufhängen zu können, erklärt Architekt Andreas Igel. Die anthrazitfarbenen, ins Glas "gewebten" Profile sind dünn wie ein Draht.Fertigstellung voraussichtlich Mitte Oktober

Fertigstellung der Schutzwand ist voraussichtlich Mitte Oktober. Kostenpunkt 340 000 . Darunter fällt auch die neue Heizung und die Erneuerung der Kirchenfenster. Sie bekommen neues Glas, eine Art Milchglas, nur feiner strukturiert, das schädliche Klimaeinflüsse wie Infrarot- und UV-Strahlung aussperrt, Helligkeit und Lichtfarbe in der Kirche aber beibehält.

Ein wesentlicher Teil der Kosten wird von der Kirche getragen, 50 000 übernimmt der Förderverein, für den Rest gibt es bereits Spendenzusagen. Doch die nächste Aufgabe steht bereits an, die finanziert werden muss. Der Altar ist noch nicht fertig, die beiden anderen Gemäldeseiten müssen noch gereinigt werden. Axel Pohlmann: "Das kostet noch mal 105 000 Euro." ko

Spenden werden erbeten unter der Kto-Nr. 921 006 233 bei der Sparkasse (BLZ 440 501 99).

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