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Nach Sperrung der Juchostraße

Alte Straße: Anwohner fürchten mehr Lärm

Körne Die Juchostraße ist zum KHS-Firmengelände geworden. Das hat Folgen sowohl für die Rüschebrinkstraße in Wambel als auch für die Alte Straße in Körne. Für die Rüschebrinkstraße ist Flüsterasphalt vorgesehen. Doch was ist mit der Alte Straße?

Alte Straße: Anwohner fürchten mehr Lärm

Anneliese und Horst Dorr fürchten, dass die Verkehrs- und damit Lärmbelastung auf der Alten Straße demnächst massiv ansteigt.

Horst und Anneliese Dorr (76 und 73 Jahre alt) dürften vielen Körnern ein Begriff sein. Die beiden haben von 1969 bis 2007 den Kosmetik- und Friseursalon an der Alten Straße 13 betrieben. Nun jedoch sorgen sie sich um die Zukunft ihrer Straße. Grund ist die Juchostraße, die zum Firmengelände von KHS geworden ist und für den Straßenverkehr gesperrt ist (wir berichteten).

Juchostraße war wichtige Nord-Süd-Verbindung

Und weil die Juchostraße eine wichtige Verbindung für den Verkehr zwischen dem Hellweg und der Hannöverschen Straße war, wird sich dieser Verkehr nun auf die Rüschebrink- und die Alte Straße verlagern. Wie berichtet, soll die Rüschebrinkstraße deshalb den sogennanten „Flüsterasphalt“ erhalten.

Die Dorrs fragen sich: „Und was ist mit der Alten Straße?“ Bei Einwohner-Informationsveranstaltungen vor ein paar Jahren sei die Rede davon gewesen, dass auch für die Alte Straße solche Maßnahmen ins Auge gefasst werden – sei es ebenfalls Flüsterasphalt oder auch finanzielle Hilfen beim Einbau von Schallschutzfenstern.

Verkehrsgutachten: keine wesentliche Lärm-Steigerung

Ein Verkehrsgutachten habe ergeben, so antwortet Stadtsprecherin Heike Thelen, dass für die Alte Straße keine wesentliche Lärm-Steigerung zu erwarten sei. Der Grenzwert hierfür sei 3 dBA. Um diesen Wert müsse der alte Wert überschritten sein, wenn der Lärmschutz greifen soll. Und das sei eben nicht der Fall.

Insgesamt gelten nachts Grenzwerte von 60 dBA und tagsüber von 70 dBA. Und auch die werden an der Alten Straße nicht erreicht, sagt Heike Thelen.

Die Dorrs sind von solchen Aussagen natürlich wenig begeistert. Sie halten die Alte Straße generell für zu eng, um noch mehr Verkehr aufzunehmen, zumal ja auch eine Buslinie durch die Straße fahre. Horst Dorr: „Wenn sich hier zwei Busse begegnen, berühren sie sich fast.“

Alte Straße ist momentan eine Sackgasse

Hinzu komme der Betriebshof des Tiefbauamtes für Straßenunterhaltung und Grünpflege, der derzeit im Bereich Hannöversche Straße/Alte Straße entstehe und im ersten Quartal 2018 fertig sein soll. 50 Einsatzfahrzeuge sollen dort abgestellt werden. Auch die werden nach Ansicht der Dorrs die Alte Straße belasten.

Wegen Kanalbauarbeiten ist die Alte Straße momentan übrigens eine Sackgasse, weswegen die Anwohner sich derzeit auch nicht über zu viel Verkehr beschweren. Aber das werde sicherlich anders, wenn wieder alles offen sei. Diese Baustelle soll laut EDG in diesen Tagen beendet sein.

Übrigens: Nachdem sich eine Reihe von Nachmietern im ehemaligen Salon der Dorrs versucht haben, steht das Ladenlokal seit zwei Jahren leer. Das soll sich ab Januar ändern. Ein neuer Mieter sei gefunden, so Anneliese Dorr.

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