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Altenheimbewohner besuchten das islamische Fest

Festi Ramazan geht ohne Stress zu Ende

Die Verlegung des Festi Ramazan zur Strobelallee hatte mehrere Folgen. Vor allem teure für die Veranstalter. Es kamen deutlich weniger Besucher als in den vergangenen Jahren, aber dafür gab‘s Gründe.

Dortmund

von Ulrike Boehm-Heffels

, 17.06.2018
Altenheimbewohner besuchten das islamische Fest

Viele kleine Händler bieten auf dem Festi Ramazan ihre Waren an. © Peter Bandermann

Es war ein hartes Ringen ums Festi Ramazan, aber zum Schluss ging es gut aus. Das Religionsfest im islamischen Fastenmonat Ramadan geht am Sonntagabend um 23 Uhr zu Ende. Bisher meldete weder die Polizei Einsätze rund ums Fest, noch sind Beschwerden aus der Nachbarschaft den Veranstaltern ans Ohr gedrungen. Das war im Umfeld des Remydamms, wo das Festi Ramazan zunächst auf einer sehr viel größeren Fläche stattfinden sollte, anders. Im Vorfeld war das dort geplante Festival am politischen Willen in der Bezirksvertretung Innenstadt-Ost gescheitert.

Viel Geld geflossen

Dafür sprangen die Innenstadt-Vertreter aus dem Westen ein und winkten den Logistikparkplatz der Westfalenhallen zwischen den Straßen Am Rabensloh und der Strobelallee durch. Mit teuren Folgen für die Organisatoren. Schausteller Patrick Arens, der als Sicherheitsberater für Festi-Veranstalter Fatih Ilhan fungiert, spricht von 200.000 Euro, die der BVB, die Westfalenhallen und der Parkflächen-Verwalter Do-Park für die Nutzung vieler tausend Parkplätze kassierten.

Dafür konnten die Besucher kostenlos parken. Statt der seit sieben Jahren üblichen 200.000 Besucher kamen zum später begonnenen Festival nur gut 130.000. Und statt 150 Ständen blieb auf der neuen Fläche nur Platz für 108 Verkaufsstände.

Leben hinter der Wand

Die Reichweite hatte sich nicht verändert, auch aus den Benelux-Ländern waren erneut viele Besucher angereist. Eine gut 20-köpfige Gruppe am letzten Dienstag erlebte aber ihre Premiere: Bewohner und Mitarbeiter aus dem benachbarten Theodor-Fliedner-Altenheim schauten sich interessiert auf dem Festgelände um.

Vor ihrem Heim hatte der Veranstalter nach Auflagen durch die Stadt eine 7,80 Meter hohe Lärmschutzwand aus See-Containern aufbauen müssen. Nach dem Ende des Festi Ramazan soll in Ruhe analysiert werden, wie es im nächsten Jahr weitergehen könnte.

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