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Verdi ruft zum Warnstreik auf

Am Dienstag streikt der öffentliche Dienst

Dortmund/NRW Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten von Stadtverwaltung und Stadttöchtern für den nächsten Dienstag (20. März) zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Dortmund ist Schwerpunkt des Warnstreiks. Die Folgen werden weitreichend sein.

Am Dienstag streikt der öffentliche Dienst

Auch Busse und Bahnen werden stillstehen. Foto: Peter Bandermann

Bus und Bahn stehen still, Eltern und Kinder stehen an vielen Kitas vor verschlossenen Türen – dieses Szenario ist für Dienstag (20.3.) zu erwarten, wenn ein ganztägiger Warnstreik aller kommunal Beschäftigten im öffentlichen Dienst stattfindet. Die Gewerkschaft Verdi hat Dortmund als Schwerpunkt des Streiks ausgerufen.

Ob tatsächlich alle 101 Dortmunder Kitas in städtischer Hand (Fabido) geschlossen sein werden, ist unklar. Man wisse ja nicht, welche Mitarbeiter und Einrichtungen sich am Warnstreik beteiligen, heißt es aus der Pressestelle der Stadt Dortmund. Deshalb ist auch nicht absehbar, welche Folgen der Warnstreik für städtische Ämter wie die Bürgerdienste haben wird. Man sollte sich auf jeden Fall auf Einschränkungen einstellen. Das gilt auch in zahlreichen anderen Städten um Dortmund herum.Auch in Bochum und im Kreis Recklinghausen bleiben Ämter und Kitas teilweise ganz geschlossen.

Keine Busse und Bahnen

Absehbar ist aber bereits, dass Busse und Bahnen am Dienstag nicht fahren. Denn auch die Beschäftigten der Stadttochter DSW21 sind zum Warnstreik aufgerufen. Der Ausstand gilt von Betriebsbeginn um 3.30 Uhr bis zum Betriebsende in der Nacht zum Mittwoch um 1.30 Uhr, teilte DSW am Freitag mit. Betroffen sind auch die Nachtexpress-Fahrten.

Ebenfalls vom Streik bei Bus und Bahn betroffen sind auch die Nachbarstadt Bochum und der Kreis Recklinghausen. Die Bogestra (Bochum und Gelsenkirchen) hat angekündigt, dass es keinen Fahrbetrieb geben wird. Bei der Vestischen Straßenbahn und dem Straßenbahnbetrieben Herne-Castrop-Rauxel (HCR) bleiben die Fahrzeuge ebenfalls im Depot. Auch in Essen fährt nichts.

Gewerkschaft Verdi kündigt Warnstreiks an

Busse in Castrop-Rauxel bleiben am Dienstag im Depot

Castrop-Rauxel Wer am kommenden Dienstag (20. März) mit dem Bus fahren muss, sollte seine Termine besser auf Mittwoch verschieben – oder das Auto nehmen. Die Gewerkschaft Verdi hat am Donnerstag für alle öffentlichen Verkehrbetriebe in Castrop-Rauxel einen Warnstreik angekündigt. Das sagen die Busgesellschaften.mehr...

Mülltonnen werden nicht geleert

Bei der EDG wird der Warnstreik dazu führen, dass die grauen Restmülltonnen an diesem Tag nicht geleert werden. Die Leerung soll im Laufe der Woche nachgeholt werden, kündigt die EDG an. Die Recyclinghöfe und die Möbelbörse werden am Dienstag geschlossen sein, Sperrmülltermine müssen verschoben werden.

Auf Behinderungen müssen sich aber nicht nur Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs, sondern auch die Autofahrer einstellen. Denn die Gewerkschafter wollen im Laufe des Vormittags in mehreren Demonstrationszügen durch die Innenstadt ziehen. Frühester Startpunkt ist um 9.30 Uhr vor der EDG-Zentrale am Sunderweg. Weitere Treffpunkte sind die Nordseite des Hauptbahnhofs, die Katharinenstraße, das Klinikum Mitte an der Beurhausstraße und der Günter-Samtlebe-Platz vor der DEW-Zentrale.

Kundgebung auf dem Friedensplatz

Ziel der Demonstrationszüge ist der Friedensplatz. Dort beginnt um 11.30 Uhr eine zentrale Kundgebung von Verdi. Die Kommunalgewerkschaft Komba versammelt ihre Mitglieder ab 9 Uhr an der Katharinentreppe.

Hintergrund des Warnstreiks sind die aktuellen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten von Bund und Kommunen. Zentrale Forderung der Gewerkschaft Verdi ist eine Lohnerhöhung um 6 Prozent. Die zweite Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern ging Anfang der Woche ergebnislos zu Ende. „Wir liegen in den zentralen Punkten fundamental auseinander“, sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske. Das gelte sowohl für die Höhe als auch für die Struktur des Tarifabschlusses.

Aufgerufen sind zum Warnstreik sind alle Beschäftigten der Stadt Dortmund, dazu gehören dann auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Kita-Betreiber Fabido.

Betroffen sind außerdem die städtischen Kliniken und die städtischen Seniorenheime sowie diverse Stadttöchter wie DSW21 mit dem öffentlichen Nahverkehr, Versorger DEW21, die Wasserwerke Westfalen und die Sparkasse.

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