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Vergewaltigung am Kanal: Cousins vor Gericht

Angeklagte äußern sich nicht zu den Vorwürfen

Dortmund Vor dem Landgericht hat am Mittwoch der Prozess um zwei 23-Jährige begonnen, die eine Bekannte am Kanal in Dortmund-Deusen vergewaltigt haben sollen.

Angeklagte äußern sich nicht zu den Vorwürfen

Die beiden Angeklagten und ihre Verteidiger Carsten Keil und Ina Klimpke. Foto: Jörn Hartwich

Vor sechs Monaten sollen zwei Cousins am Kanal eine Bekannte vergewaltigt haben, die durch K.o.-Tropfen oder Alkohol praktisch völlig außer Gefecht gesetzt war. Seit Mittwoch stehen die beiden 23-Jährigen vor Gericht.

Es war die Nacht auf den 27. Oktober 2017, als die 21-Jährige am Kanal in Deusen aufgetaucht ist. Die beiden Cousins haben dort gezeltet, alle drei kannten sich schon seit Kindertagen. Was dann passiert sein soll, gleicht einem Albtraum.

Laut Anklage haben die beiden Cousins der 21-Jährigen entweder K.o.-Tropfen in einen Drink gemischt oder sie einfach nur abgefüllt. Am Ende soll die junge Dortmunderin auf jeden Fall nur noch durch die Gegend getorkelt sein. „Sie baute massiv ab“, heißt es in der Anklage. „Sie war völlig benommen, die Sprache war verwaschen.“

Einer der Cousins sitzt in Untersuchungshaft

Diese Situation sollen die 23-Jährigen ausgenutzt haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie ihre Bekannte ins Zelt getragen und danach abwechselnd vergewaltigt haben. Die 21-Jährige soll geweint, sich gewehrt und sogar mehrfach erbrochen haben. „Sie sagte, dass sie Schmerzen habe“, heißt es in der Anklage. Doch das hätte die Angeklagten nicht interessiert.

Einer der beiden bulligen Cousins sitzt in Untersuchungshaft, der andere muss sich dreimal pro Woche bei der Polizei melden.

Zu den Vorwürfen haben sie sich zum Prozessauftakt vor der 43. Strafkammer des Dortmunder Landgerichts noch nicht geäußert.

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