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Demonstration in Huckarde

Anwohner protestieren gegen geplante Kombiverkehr-Anlage

HUCKARDE Rund 80 Demonstranten protestierten am Donnerstag an der Kreuzung Emscherallee und Lindberghstraße gegen die geplante Kombiverkehr-Anlage. Sie befürchten eine enorme Abgasbelastung - und wissen genau, wo aus ihrer Sicht der richtige Standort für die Anlage wäre.

Anwohner protestieren gegen geplante Kombiverkehr-Anlage

"Wir wehren uns" steht auf einem der Plakate der Demonstranten. Sie wollen keine KV-Anlage in Huckarde.

Beinahe wäre der Protest im Lärm des Autoverkehrs untergegangen. Zu übersehen war er dafür nicht. Auch wenn sich die Organisatoren um Sandra Rose sicherlich mehr Teilnehmer für ihre Demo gewünscht hätten. Rund 80 Personen fanden sich an der Kreuzung Emscherallee und Lindberghstraße ein, um gegen die geplante Kombiverkehr (KV)-Anlage zu protestieren. Recht wenig, im Vergleich zur Menge der Deusener Einsprüche gegen die Anlage. „Das sind 450“, so Peter Strege von der Huckarder SPD, der als betroffener Anwohner den Protest unterstützt. Dass trotzdem nur 80 Personen kamen, darunter auch viele Parteivertreter, wunderte Strege nicht. „Donnerstags um 15.30 Uhr hat eben nicht jeder Zeit.“

Die nahmen sich Bezirksvertreter aus Mengede, die sich soilidarisch zeigen wollten. Nicht ganz uneigennützig, denn die Emscherallee führt auch durch ihren Bezirk. Deshalb wünscht sich die BV Mengede ein Lärmgutachten für die Emscherallee und einen Kreisverkehr für die Kreuzung Emscherallee und Lindberghstraße.Doch der wäre nach Meinung der Protestler kaum hilfreich. Sandra Rose: „640 LKW pro Tag dazu 700 Meter lange Züge, Staus, Abgase, sollen die Anwohner schlucken. Die meisten Menschen wissen noch gar nicht, was auf sie zukommt.“ Was die Protestler aber genau wissen, ist, wo aus ihrer Sicht der richtige Standort für die KV-Anlage ist. Nämlich an der Westfaliastraße. Dort würde sie nicht wie am alten Bahnhof Nord die Existenz anderer Firmen bedrohen.

 Aber in erster Linie sehen die Gegner der KV-Anlage vor allen Dingen die Gefahr einer deutlich höheren Umweltbelastung. Ob ihre zahlreichen eingereichten Bedenken und Anregungen zu der Anlage Wirkung zeigen, wird sich am 5. Juli zeigen. Dann beginnt um 10 Uhr in der Alten Schmiede eine Erörterung der Bezirksregierung Arnsberg, zu der alle eingeladen sind, die schriftliche Einwände gegen die Anlage eingereicht haben.

 Bereits am Montag müsste Landesbeauftragter Harald Hudy eine Empfehlung der Bezirksvertretung für die Anlage abgeben. Doch dazu wird es vor der Erörterung der Bezirksregierung nicht kommen. Eine Entscheidung der Bezirksvertretung Huckarde soll, das betätigte Hudy auf Anfrage, erst nach der Sommerpause und den Wahlen im September fallen.

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