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Armes, reiches Dortmund

Seit etlichen Jahren ist es kein staatlicher Feiertag mehr, der Buß- und Bettag. Aber evangelische Christen feiern ihn trotzdem. Auch in Dortmund lädt die evangelischen Kirche in vielen Gemeinden zu besonderen Gottesdiensten ein. Mitten im Alltag - eine Gelegenheit zu Besinnung und Gebet, zum Nachdenken und Umdenken.

Schon in früheren Zeiten setzte man in Krisen- und Notzeiten immer wieder gemeinsame Bußtage an. Seit 1892 wurde daraus ein staatlicher Feiertag für ganz Deutschland. Vor zwölf Jahren aber schaffte der Staat den offiziellen Buß- und Bettag wieder ab, um die Pflegeversicherung mitzufinanzieren. Bald darauf entstand die Idee, am Bußtag Fragen der sozialen Gerechtigkeit aufzugreifen. Was läuft bei uns nicht richtig auf dem Weg der Gerechtigkeit - angesichts von Arbeitslosigkeit, Armut und Ausgrenzung?

Wie es um unsere Stadt steht, zeigt ganz aktuell der neue Dortmunder Sozialbericht. Er berichtet von großen Problemen: Jeder Neunte lebt von ALG II oder anderen sozialen Leistungen. Das bekannte Nord- Südgefälle hat sich verschärft - ganze Stadtteile sind vielfältig von Armut gekennzeichnet. Vor allem: Kinderarmut ist ein bedrückendes Problem. Ein Drittel aller Dortmunder Kinder und Jugendlichen unter Fünfzehn lebt in Familien ohne ausreichendes Einkommen. Armut wird offensichtlich inzwischen vererbt.

Der Bußtag ist eine Gelegenheit, diese Dinge aufzugreifen, ihnen auch mit dem Herzen nachzuspüren. So viel Armut, in unserer Stadt. Dies sollen und dürfen wir be-klagen. Klagen heißt, unsere Sorgen in der Gemeinschaft und vor Gottes Angesicht auszusprechen. Wo wir nicht weiter wissen, kann so ein Innehalten auch frei machen für neue Wege und Ideen. Und wir stehen doch vor der Frage, wie Dortmund sich weiter entwickeln soll, um ein solidarische Stadtgemeinschaft zu bleiben.

Am Mittwoch (21. 11.) findet in St. Reinoldi um 19.30 Uhr ein Stadtgottesdienst zum Sozialbericht statt unter dem Thema "Armes , reiches Dortmund".

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