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Atelierbesuch beim Stahlkünstler

Ateliers bleiben dem Kunstfreund meist verschlossen. Wie arbeiten Dortmunder Künstler? Heute öffnet Edelstahl-Künstler Jan Köthe uns seine Werkstatt.

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Aus seinem Garten in Kirchhörde hat Jan Köthe eine Dauerausstellung gemacht. Bock/newspic.de

Jan Köthes Plastiken und Skulpturen sind paradox. Sie werfen Falten, bilden luftige Spiralen oder sanft gewölbte Segel. Man fasst sie leichtfertig an - und erschrickt über ihre Schwere und Starrheit.

"Atelier", das Wort mag nicht recht passen zu dem kargen Werkstatt-Raum in Oespel. Es ist ein Männer-Ort: ein Stahlspind, ein speckiges Sofa, auf der Werkbank steht der Plasmabrenner, der mit fünf Bar Druckluft und einem Feuerstrahl Stahl durchtrennt. Die Leichtigkeit, die Köthes Objekte ausstrahlen, erfordert schweres Gerät. Um aus den wuchtigen Edelstahl-Brocken, die er von Thyssen oder Schmieden kauft, filigrane Objekte zu gestalten, braucht es eine Hydraulikpresse (Foto), das Herzstück seiner Werkstatt. Mit ihr nimmt Gestalt an, was Köthe im Kopf längst fertig hat. In der Werkstatt arbeitet der 42-Jährige körperlich, technisch. "Mein Künstler-Atelier ist eigentlich zuhause", sagt Köthe. Dort, in Kirchhörde, entwirft er neue Objekte, gestaltet aus Karton und Alufolie in Miniatur, was später gepresst und geschweißt wird. Im Garten stehen einige Objekte, in der Sonne wirken sie am besten: Die Lichtreflexe, die aufs Metall fallen, lassen sie wie in Bewegung erscheinen.

Die Liebe zum Metall lebt, seit Jan Köthe mit acht Jahren ein Fieberthermometer zerbrach: "Ich habe fasziniert mit den Kügelchen gespielt." Nach einer Ausbildung zum Kunstschmied studierte Köthe Objektdesign an der FH Dortmund. "Holz riecht zwar besser, aber mit Metall kann man einfach mehr machen", findet Köthe. Katrin Pinetzki

www.koethe-kunst.de

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