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Auch entspannter Wohnungsmarkt macht Sorgen

DORTMUND Fast die Hälfte der Dortmunder Haushalte wird inzwischen von Singles bewohnt. Und: Der Wohnungsmarkt in der Stadt ist weiterhin entspannt. Das sind zwei zentrale Erkenntnisse des aktuellen Wohnungsmarktsberichts, den die Verwaltung vorgelegt hat.

Auch entspannter Wohnungsmarkt macht Sorgen

Neubauten wie hier an der Adlerstraße haben 2007 den Wohnungsmarkt belebt.

Die Broschüre beleuchtet die Daten und Trends auf dem Wohnungsmarkt und wirft auch einen Blick in die Zukunft. Dank neuer Erhebungsverfahren gibt es dabei beispielsweise auch handfeste Daten zum Mietniveau, das in Dortmund weiterhin vergleichsweise günstig ist. Nach den Erhebungen des Instituts empirica liegt der Quadratmeter-Mietpreis für Altbau-Wohnungen im Durchschnitt bei 5,34 Euro, für Neubauten bei 6,86 Euro. Am teuersten ist das Wohnen im Stadtbezirk Hombruch, am günstigsten im Dortmunder Norden. Auch für die große Zahl an Hartz IV-Empfängern gibt es mit Blick auf Wohnungsgröße und angemessener Miete ein ausreichendes Angebot, stellt der Leiter des Wohnungsamtes, Hans-Peter Neuhaus, fest. Ganz sorgenfrei kann der Wohnungsamtsleiter trotzdem nicht in die Zukunft blicken. Bei den Angeboten für Familien mit mehreren Kindern gebe es Nachholbedarf, räumt Neuhaus ein. Sorgen macht auch, dass die Zahl der Wohnungsneubauten wie im Bundes- und Landestrend deutlich gesunken ist. Gründe gibt es reichlich – von der Abschaffung der Eigenheimzulage bis zu steigenden Zinsen und der Mehrwertsteuer-Erhöhung. „Wir brauchen aber weiterhin Wohnungsneubau – auch um die Qualität zu verbessern“, betont Neuhaus mit Blick auf viele Wohnungsbestände aus den 30er- bis 60er-Jahren, die nicht mehr den aktuellen Standards entsprechen. Dazu kommt, dass in den nächsten zehn Jahren fast die Hälfte der Sozialwohnungen aus der sozialen Bindung fallen. „Auch die Zukunft der 11 000 LEG-Wohnungen macht uns Sorgen“, erklärt Neuhaus. Denn der einzelne Mieter habe von der ausgehandelten Sozialcharta nichts. Neue Wohnungsbauprogramme sind indes nicht in Sicht. Ein Problem dabei ist, dass die Landesregierung ihre Wohnungspolitik an der Bevölkerungsprognose des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik (LDS) ausrichtet, die für Dortmund inzwischen aber längst überholt ist. Das LDS prognostizierte der Stadt bis Ende 2007 ein Bevölkerungs-Minus von 6279 Einwohnern, tatsächlich waren es aber nur 1771, erklärt Neuhaus. Und auch im vergangenen Jahr war die Bevölkerungsentwicklung mit einem Verlust von 715 Einwohnern nahezu stabil.

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