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Wie wird man Fan?

Auf der Suche nach dem Fußball-Virus

DORTMUND BVB oder Schalke? Egal. Fußball ist uninteressant. Für mich. Damit stehe ich ziemlich alleine da. Unter Kollegen, unter Freunden, in Dortmund, in der Region. Jetzt startet die EM, und darum starte ich jetzt eine Suche nach dem Fußball-Virus in der Region. Ich frage: Wie wird man Fan?

Auf der Suche nach dem Fußball-Virus

Wie wird man Fußball-Fan? Um die Antwort auf diese Frage zu finden, begibt sich Reporter Nico Drimecker während der Europameisterschaft auf die Reise durch unsere Region.

Ich fahre durch unsere Region, treffe mich mit Fußball-Begeisterten, die mir von ihrer Liebe zum Sport erzählen, die mir verraten, wie sie zum Fan geworden sind. Um die Frage zu beantworten, wie man einer wird, brauche ich die Hilfe von Profis.  Shinji Kagawa erkenne ich. Den Namen Schmelzer habe ich schon mal gehört. Robert Lewandowski stand in diversen unserer Überschriften. Aber: Säße ich ihm im Linienbus gegenüber, würde ich ihn so eindeutig erkennen wie die Nachbarn von Jürgen Klopp.

 Zu den Meilensteinen des Fußballs in meinem Leben zählen Begegnungen wie die mit Jerome Boateng. Ich traf ihn einmal am Flughafen, sprach ihn als Reporter an, erkannte ihn aber nicht. Oder neulich habe ich die Bekanntschaft mit Mohammed Zidan gemacht – natürlich wusste ich zuerst nicht, wer er war. Ein sonniger Nachmittag war es, als Mohammed Zidan im Dortmunder Kreuzviertel mit einem Freund und einer Freundin Kaffee trank und ein Sandwich aß. Er trug sportliche Klamotten mit BVB-Emblemen. Die tätowierten Buchstaben „MZ“ zierten seinen Unterarm. Dass der Typ ein Fußball-Profi sein musste, ahnte ich erst, als die drei über den BVB sprachen und die Freundin etwas sagte wie: „Ich finde, du hast auch zum Double beigetragen.“

 Zu meinen Meilensteinen, behaupte ich, gehört sogar ein „Treffen“ mit Jürgen Klopp. Zugegeben: Den Fahrer des Autos habe ich nicht so gut erkannt. Denn ich war ziemlich eilig auf dem Fahrrad unterwegs und habe den silbergrauen Audi nur geschnitten. An der nächsten Ampel hielt er wieder neben mir, ließ das Beifahrerfenster herunter und sagte mit einem Grinsen: „Das war aber bisschen knapp, ne?“ Ich musste auch grinsen, beschämt allerdings, und sagte: „Stimmt, das habe ich danach auch gemerkt.“  Das letzte Mal Fußball gespielt habe ich auf der Playstation mit dem Spiel Fifa 95. Aktiv im Verein ist es nun etwa 22 Jahre her. Da kann eine Liebe schon mal verblassen. Ich möchte sie wieder aufleben lassen. Dazu geht es während der gesamten Europameisterschaft durch die fußballverrückte Region. Und ich bin gespannt, wie viel Liebe ich am Schluss für das runde Leder empfinde. Und, lieber Jürgen, wenn du das warst, melde dich doch mal bitte!

Auch Sie können Nico Drimecker helfen: Nutzen Sie unser Formular oder schreiben Sie ihm eine Mail, wie Sie Fußball-Fan wurden oder warum und mit wem Sie mitfiebern.  

Die Serie zur EM



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