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Nordstadt

Ausschreitungen bei linker Spontandemo - drei Festnahmen

DORTMUND Bengalos auf der Mallinckrodtstraße, Tritte und Schläge gegen Polizisten, ein Hubschrauber im Tiefflug - eine Spontandemo von 40 Linksautonomen hat am Donnerstagabend die Nordstadt in Aufruhr versetzt. Eine Streife soll angegriffen worden sein. Drei Demonstranten wurden festgenommen.

Ausschreitungen bei linker Spontandemo - drei Festnahmen

Linke haben an der Bahnbrücke über der Gronaustraße ein großes Transparent aufgehängt, mit dem Pavlos Fyssas gedacht wird. Bei einer Spontandemo für den ermordeten griechischen Musiker am Donnerstagabend war es zu Ausschreitungen gekommen.

In einer Pressemitteilung nimmt die Polizei Stellung zu den Ereignissen am Donnerstagabend. Ihr zufolge entdeckte eine Polizeistreife gegen 20 Uhr 30 bis 40 dunkel gekleidete und vermummte Personen auf der Mallinckrodtstraße, die gerade mit angezündeten Bengalos in Richtung Münsterstraße liefen. "Einen Kontaktversuch der Beamten beantworteten die Vermummten mit gewalttätigen Übergriffen in Form von Faustschlägen und Fußtritten", schreibt die Polizei. "Die bengalischen Feuer hielten sie zielgerichtet in Richtung der Polizeibeamten. Eine Polizeibeamtin wurde durch einen Tritt leicht verletzt." Sie konnte jedoch weiterarbeiten. Daraufhin rief die Polizei ein Großaufgebot zusammen. 50 Polizisten zerstreuten die Demo. Dabei wurden auch Schlagstöcke eingesetzt.

"Die Unbekannten flüchteten anschließend in Richtung Münsterstraße und Westhoffstraße", schreibt die Polizei. Die Polizisten verfolgten die Linken durch die Nordstadt. Auch ein Polizeihubschrauber war bei der Suche nach den Flüchtigen im Einsatz.Ein Großteil der Demonstranten konnte flüchten - bis auf drei Männer. Im Zuge der Fahndung nahmen die Beamten einen 24- und einen 29-Jährigen (beide aus Dortmund) sowie einen 25-jährigen Essener vorläufig fest.

Hintergrund war nach Angaben einer Antifa-Internet-Seite eine "Spontandemo" von etwa 40 Linksautomomen zum Gedenken an den in Griechenland von einem Rechtsextremisten ermordeten linken Musiker Pavlos Fyssas. In mehreren griechischen Städten war es am Mittwoch bereits zu Demonstrationen mit zum Teil gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen.  Im Internet beschuldigen Linksautonome die Polizei, die Gewalt ausgelöst zu haben. Sie sprechen von "ansatzloser und exzessiver Gewaltanwendung gegen die bis dahin friedliche Demonstration". Die Polizei dementierte, als erste zugeschlagen zu haben. Die Polizei sucht Zeugen. Hinweise an den Kriminaldauerdienst, Tel. 0231 / 132 – 7441.  

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